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06.11.2014

Markus Gisdol: "Da
nerve ich die Spieler
dann gerne"

Am Samstag, 15.30 Uhr, ist der 1. FC Köln in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena zu Gast. Das erste Aufeinandertreffen beider Teams seit fast 1000 Tagen. Die TSG bekommt es dabei mit einem gut gestarteten Aufsteiger zu tun, der vor allem in der Abwehr bisher überzeugt.

Markus Gisdol über…


…den Gegner

Die Tabelle sagt eigentlich alles. Köln steht defensiv sehr gut, hat aber bisher in der Offensive Probleme. Das ist eine Mannschaft, die als Kollektiv auftritt und es jedem Gegner sehr schwer macht. Das ist eine Nuss, die schwer zu knacken ist, aber wir wollen unser Spiel auf den Platz bringen. Es kann lange eng sein und Kleinigkeiten können dann entscheiden. Trainer und Manager scheinen die schwierige Medienlandschaft in Köln im Griff zu haben und zudem haben sie ein gutes Team gebastelt, das schon im Vorjahr in der zweiten Liga überzeugt hat.

…das Personal

Die kleinen Blessuren, die einige Spieler aus dem Spiel gegen Gladbach mitgenommen haben, sollten bis Samstag ausgestanden sein. Bei Kevin Volland und Sven Schipplock ist es so, dass wir schon ganz genau hinschauen und die kommenden Trainingseinheiten abwarten müssen. Sejad Salihovic und Jin-Su Kim werden weiterhin ausfallen. Bei ihnen stellt es sich so dar, dass wir derzeit von einer Rückkehr ins Mannschaftstraining in ein bis zwei Wochen ausgehen. Auch Jens Grahl wird nach seiner im Pokal erlittenen Gehirnerschütterung inklusive Schleudertrauma wohl am Samstag noch passen müssen. Für ihn könnte wieder Marvin Schwäbe als Keeper Nr. 2 auf der Bank Platz nehmen.

…die sportliche Situation

Im Team hat sich nach der Niederlage gegen Gladbach nichts geändert. Wir haben die Partie - wie immer - sauber analysiert und Positives wie Negatives angesprochen. Unsere Fehler wurden brutal bestraft und wir haben gesehen, dass kleine Unterschiede in einem Spiel gegen eine so starke Mannschaft zu großen Unterschieden werden können. Da geht es um Details, um 30 Zentimeter weiter links oder rechts stehen, um das Finden des richtigen Spielers in der richtigen Situation. Das ist Detailarbeit, Arbeit, die uns sehr viel Spaß macht. Wenn diese Extras funktionieren, kommt man noch einmal einen Schritt weiter. Dabei muss ich die Spieler auch mal nerven, aber das tue ich dann gerne.

Die bisherigen Duelle...

Zwölf mal standen sich die TSG und die Kölner bisher in einem Pflichtspiel gegenüber. Achtmal in der Bundesliga, zweimal im DFB-Pokal und zweimal in der 2. Liga. Insgesamt spricht die Bilanz dabei leicht für die Gäste aus der Domstadt. Fünfmal siegten die Kölner, viermal die TSG, dreimal trennten sich die Teams unentschieden. Die Aussagekraft des Blicks in die Fußball-Geschichte? Wir sind ganz ehrlich, sie tendiert eher gegen null. Zwischen der Partie am Samstag und dem bisher letzten Duell beider Teams liegen 979 Tage...

Die Form des Gegners:

Zwölf Punkte hat der 1. FC nach zehn Spieltagen auf dem Konto und steht auf Rang elf der Bundesliga-Tabelle. Gute Zahlen für einen Aufsteiger. Aber dennoch hängt der Haussegen am Rhein leicht schief. Warum? Weil sich das Team nach Siegen gegen Dortmund und Bremen zuletzt eine 0:1-Heimschlappe gegen den SC Freiburg leistete und dabei vom eigenen Publikum dauerhaft ausgepfiffen wurde. Trainer Peter Stöger, der in "Kölle" nach dem gelungenen Aufstieg in der Vorsaison Kultstatus genießt, zeigte sich wie einige Spieler irritiert. Sogar die sonst als nicht gerade zimperlich geltenden Kölner Medien legten bei den Fans ein gutes Wort für die Mannschaft ein, die neben dem Langzeitverletzten Patrick Helmes derzeit auch auf die Leistungsträger Marcel Risse und Slawomir Peszko verzichten muss.

Das Schlüsselduell:

Überraschend für einen Aufsteiger agiert der FC mit viel Ballbesitz - 55 Prozent haben die Statistiker erfasst. 76 Prozent der FC-Pässe kommen zudem auch beim Mitspieler an, aber aus diesem kontrollierten Ballbesitz erspielt sich die Stöger-Elf nur wenige Torchancen. Lediglich 91 Torschüsse stehen in der Statistik. Die TSG hat ihr Glück hingegen schon 142 Mal versucht. Bisher traf Köln in zehn Liga-Spielen nur sieben Mal (Rang 17 in der Bundesliga). Also wird der Schlüssel zu einem TSG-Erfolg einmal mehr in einer stabilen Defensive liegen. Gelingt es Süle, Strobl, Baumann & Co., den Gast vom eigenen Tor fernzuhalten, kann die kreative TSG-Offensive den Rest besorgen.

Daten & Fakten zum Spiel »

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