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PROFIS
17.10.2014

Willkommen in der
Liga, Freistoßspray!

Der Mensch an sich und der im Fußball im Besonderen tun sich mit Neuerungen oft schwer. Veränderungen sind zunächst meist suspekt und abzulehnen, es gilt den Status quo zu erhalten. Ein bekanntes Umfeld ist doch immer das Schönste. Und dennoch müssen sowohl Menschen als auch Institutionen oder ganze Sportarten manchmal über ihren Schatten springen.

Du, liebes Freistoßspray, bist so eine Neuerung. Und trotzdem hat man Dich bei der Weltmeisterschaft in Brasilien auf den meist heißen südamerikanischen Rasen gesprüht. Du hast dich bewährt, ganze Mauern in Zaum gehalten und eine weiße Linie gezogen, die wirklich niemand überschritten hat.

Auch Markus Gisdol wusste zunächst nicht so recht, was er von Dir halten sollte. Das hat er am Donnerstag in der Pressekonferenz zugegeben: "Ich finde das Spray gar nicht so schlecht, aber als ich es die ersten Male gesehen habe, war ich etwas irritiert, weil das doch eine sehr große Wulst war. Die Spieler haben gesagt, dass es beim Freistoß so wirkt, als müsste man erst eine Mauer durchbrechen. In der Zwischenzeit wird es besser eingesetzt und es sieht nicht mehr so aus, als hätte man zu intensiv auf die Rasierschaumtube gedrückt."

Und weil Du in Brasilien so gut funktioniert hast und inzwischen auch fachgerecht eingesetzt wurdest, solltest du auch in der Bundesliga angewendet werden. Nachdem Du den Ärger mit dem TÜV wirklich souverän gemeistert hast, ist es endlich so weit. Am achten Spieltag feierst Du dein Debüt. Markus Gisdol begrüßt, dass Du endlich da bist: "Ich finde es gut, weil die Mauer dadurch den korrekten Abstand hat. Auch, wenn es sich nur um Schaum handelt. Man tritt da nicht drüber. Wir sollten uns solchen Verbesserungen nicht verschließen."

Und deshalb kann es nur heißen: Herzlich willkommen in der Liga, Freistoßspray.

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