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FRAUEN
09.10.2014

Jürgen Ehrmann: "Nur nicht blenden lassen"

Die englischen Wochen sind vorbei, die TSG hat wieder eine Woche Zeit, sich auf das nächste Spiel vorzubereiten. Am Samstag, 11. Oktober um 11.30 Uhr eröffnet die Mannschaft von Trainer Jürgen Ehrmann den 7. Spieltag in der Allianz Frauen-Bundesliga beim FF USV Jena. Für Hoffenheim ist es das zweite Livespiel der Saison, Eurosport und DFB-TV übertragen die Partie live ab 11.30 Uhr.

Jürgen Ehrmann über...

...den Gegner:

Jena hat den Saisonstart etwas verpennt und einige Punkte liegen lassen. Ich bin mir aber sicher, dass der aktuelle Tabellenstand nicht die Form und das Leistungsvermögen des USV wiederspiegelt. In den letzten Spielen haben sie wieder zu der Form der vergangenen Saison zurückgefunden und damals waren sie richtig stark. Auch in Freiburg waren sie zu Beginn das bessere Team und haben trotz Unterzahl ein gutes Spiel gemacht. Wir sollten uns von den Ergebnissen also nicht blenden lassen. Der Kader ist gut aufgestellt und ich erwarte einen Gegner, der alles in die Waagschale wirft, um zuhause endlich dreifach zu punkten. Denn das ist ihnen bisher noch nicht gelungen. In der vergangenen Spielzeit haben sie uns mit ihrem aggressiven Pressing sehr zugesetzt und wir haben dort deutlich verloren.


...das Personal:

Personell bleibt alles beim Alten und uns wird voraussichtlich der gleiche Kader zur Verfügung stehen wie gegen Sand. Schön ist, dass sich die Liste der Verletzten zuletzt gelichtet hat. Leonie Keilbach ist wieder voll ins Mannschaftraining eingestiegen. Christine Schneider kann noch nicht voll trainieren. Wir müssen uns aber weiterhin gedulden, für einen Einsatz unter Wettkampfbedingungen in der 1. Bundesliga ist es für beide noch zu früh.Wie der endgültige Kader aussieht, entscheiden wir am Donnerstag.


...die sportliche Situation:

Nach den fünf Spielen in zwei Wochen konnten wir in dieser Woche wieder normal trainieren. Wir haben jetzt sieben Punkte aus den ersten sechs Spielen und schon gegen drei der Meisterschaftskandidaten gespielt - das ist eine ordentliche Ausbeute. Der Sieg gegen Sand war enorm wichtig, denn damit konnten wir Punkte auf Konkurrenten gut machen. Das tut gut, aber wir dürfen uns keineswegs ausruhen. Wir müssen weiter hart arbeiten, um unsere Stärken zu verbessern und die Schwächen abzustellen. Wir werden auch weiterhin den jungen Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft Einsatzzeiten in der 1. Liga geben. Leider hatte die 2. Bundesliga zuletzt zwei Wochenenden Spielpause, dennoch ist es eine tolle Sache, zwei Teams in den höchsten beiden Ligen zu haben. Am Samstag erhoffe ich mir von der Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zur vergangenen Saison in Jena. Wenn es uns gelingt, einen oder mehr Punkte mitzunehmen, wäre es überragend.

Die bisherigen Duelle:

Die Ausbeute der TSG gegen das Team von Cheftrainer Daniel Kraus ist noch ausbaufähig. In der vergangenen Saison fanden die ersten beiden Duelle zwischen den beiden Vereinen statt, Hoffenheim ergatterte lediglich einen Zähler. Beim Hinspiel in Jena gab es für Ehrmanns Team nichts zu holen, 1:4 lautete das Endergebnis auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld. Am letzten Spieltag lief es für Hoffenheim schon besser. Mit einem 1:1-Unentschieden trennten sich die Teams. Die TSG hatte den Klassenerhalt damals schon gesichert.

Die Form des Gegners:

Es lief richtig gut für den Universitätsklub aus Jena - in der vergangenen Saison. Hinter den "großen Vier" aus Wolfsburg, Frankfurt, Potsdam und München landete Jena auf Platz fünf. Ein Erfolg, mit dem die Thüringerinnen im oberen Mittelfeld angekommen zu sein schienen. Auch Coach Kraus betonte: "Wir haben uns wirklich gut entwickelt", warnte dann aber: "Es ist noch lange nicht alles perfekt." Als hätte er etwas geahnt: Der Start in die laufende Saison war nicht optimal: fünf Punkte aus den ersten sechs Spielen, dazu noch kein Heimsieg. Gegen Leverkusen und Frankfurt verlor der USV, gegen Aufsteiger Herford reichte es nur zu einem Unentschieden. Am vergangenen Spieltag in Freiburg verlor Jena mit Ria Percival und Carolin Schiewe aufgrund zweier Platzverweise zwei Spielerinnen. Beide sind gegen die TSG gesperrt. Deshalb, so Kraus, gelte auch in dieser Saison: "Es wird nicht schaden, so schnell wie möglich 20 Punkte zu holen, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben."

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