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U23
18.10.2014

Andreas Ibertsberger: Zurück in die Zukunft

Eigentlich hatte er nicht vor, zum Fußball zurückzukehren. Zumindest noch nicht. Andreas Ibertsberger (auf dem Bild rechts) hatte im April dieses Jahres eine Ausbildung zum Fitnesstrainer begonnen, als seine Pläne für die Zeit nach der aktiven Karriere eine abrupte Neuordnung erfuhren. „Als das Angebot der TSG kam, war mir schnell klar: So eine Chance kann ich nicht an mir vorbeiziehen lassen“, erklärt der 32-Jährige. Er sagte Ja zu einer Rückkehr in den Kraichgau. Seit Saisonbeginn arbeitet Ibertsberger wieder im Trainingszentrum in Zuzenhausen – allerdings nicht mehr als Spieler, sondern als Co-Trainer der U23.

Knapp zwei Jahre ist es her, dass der aktive Fußballer Ibertsberger die TSG verlassen hat, nach einer insgesamt erfolgreichen Zeit, der vielleicht schönsten in seiner Karriere. „Das letzte Jahr war nicht mehr so toll, da war ich lange verletzt, aber ansonsten waren es viereinhalb ereignisreiche Jahre, in denen ich viele tolle Menschen bei der TSG kennengelernt habe und in denen ich perfekte Arbeitsbedingungen hatte“, erinnert sich der Österreicher, der im Januar 2008 vom SC Freiburg zu den Blau-Weißen gewechselt war. Heute stehen 83 Spiele in der 1. und 2. Bundesliga für die TSG in seiner Bilanz – und ein Tor, erzielt am 3. Oktober 2009 bei der 1:2-Niederlage in Mainz.

Er war noch keine 30 Jahre alt, als er Hoffenheim verließ, und dennoch hatte der von Verletzungen geplagte ehemalige Nationalspieler (15 Einsätze für den ÖFB) die Zeit nach der aktiven Karriere bereits im Blick. Ein halbes Jahr hängte er 2013 beim MSV Duisburg dran, und auch danach hätte die Reise noch weitergehen können, Angebote gab es. „Das waren aber Geschichten, für die ich vieles hätte aufgeben müssen. Das wollte ich nicht. Es ging nicht mehr darum, unbedingt weiterzuspielen.“

Das private Umfeld stand absolut im Mittelpunkt. Die Familie Ibertsberger wohnt in Heidelberg-Eppelheim, mit seiner Frau kümmert er sich um drei Pferde, beide haben über dieses Hobby viele Freunde gefunden. Ibertsberger traf eine Entscheidung: Er beendete seine Karriere und blieb im Rhein-Neckar-Gebiet.

Mit der Ausbildung zum Fitnesstrainer begann ein neues Kapitel. Nebenbei wollte Ibertsberger seine ersten Trainerscheine machen, um den Kontakt zum Fußball aufrecht zu erhalten. Dann allerdings ging alles schnell, und jetzt kümmert er sich an der Seite von Cheftrainer Marco Wildersinn um die Hoffenheimer Talente in der U23. „Wir haben einen recht guten Start hingelegt und ein kleines Polster aufgebaut. Das hilft uns in der täglichen Arbeit“, fasst der Österreicher die zurückliegenden Wochen zusammen. „Wichtig wird es sein, die jungen Spieler, die teilweise direkt aus der A-Jugend gekommen sind, auf höhere Aufgaben vorzubereiten und sie weiter auszubilden.“ Damit es vielleicht der eine oder andere einmal dorthin schafft, wo er früher selbst war.

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