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FRAUEN
06.09.2014

Starkes Spiel, knappe Niederlage: TSG unterliegt Wolfsburg

Im ersten Heimspiel der Saison in der Allianz Frauen-Bundesliga lieferte die TSG 1899 Hoffenheim einen großen Kampf ab. Gegen den amtierenden Deutschen Meister und Champions-League-Sieger geriet die TSG früh in Rückstand, kämpfte sich aber zurück und bot dem VfL Wolfsburg Paroli. Durch ein unglückliches Gegentor in der zweiten Minute verlor Hoffenheim am Ende mit 0:1.

Personal & Taktik:

Trainer Jürgen Ehrmann vertraute im Vergleich zum Saisonauftakt in Leverkusen der gleichen Anfangsformation. Kristina Kober im Tor, die Viererkette mit Kristin Demann und Tamar Dongus in der Innenverteidung, Lena Weiss und Leonie Pankratz verteidigten auf den Außenpositionen. Als zentrale "Sechs" agierte Theresa Betz, davor agierten Stephanie Breitner und Fabienne Dongus. In der Offensive machten Martina Moser über die rechte Seite, Sabine Stoller über links und Dóra Zeller als einzige Spitze Dampf.

Die TSG begann mit einer defensiven Ausrichtung, Wolfsburg attackierte das Team von Coach Ehrmann früh und kontrollierte die Partie mit einem ruhigen Spielaufbau. Bei Balleroberung schaltete Hoffenheim schnell um und versuchte die VfL-Defensive mit Bällen in die Spitze zu überwinden. In der zweiten Hälfte konnte die TSG das Spiel ausgeglichen gestalten und hatte gute Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen.

 

Der Spielfilm:

2. Minute: So hatte die TSG sich den Start nicht vorgestellt. Nach Flanke von Verena Faißt ist Kristin Demann zuletzt am Ball: Eigentor und 0:1 für den VfL.

 

4. Minute: Fast postwendend die Antwort der Gastgeberinnen. Sabine Stoller kommt aus 16 Metern frei zum Abschluss. Almuth Schult im Tor der Gäste streckt sich, hat Glück, dass der Ball knapp über die Latte fliegt.

 

8. Minute: Die TSG mit ihrer zweiten Chance. Leonie Pankratz zieht den Freistoß scharf vors Tor. In der Mitte sind Kristin Demann und Dóra Zeller zum Kopfball bereit, beide verpassen die Freistoßflanke aber knapp.

29. Minute: Guter Angriff der Gäste über Lena Gößling und Stephanie Bunte, die von der linken Seite in den Strafraum zieht. Vereitelt wird die Situation dann aber von Kristina Kober, die den Winkel perfekt verkleinert und den Ball blockt. Starke Aktion von Kober!

35. Minute: Großes Pech für die TSG. Nach einem Freistoß von Breitner springt der Ball im 16er an den Innenpfosten. Von dort leider nicht ins Tor und Bunte kann für Wolfsburg in höchster Not klären.

38. Minute: Vanessa Bernauer kommt im TSG-Strafraum zum Abschluss, trifft das Aluminium.

53. Minute: Beste Möglichkeit zum Ausgleich. Martina Moser erobert den Ball, bedient Zeller, die freie Schussbahn hat und die lange Ecke anpeilt. Im letzten Moment bekommt eine Wolfsburgerin das Bein dazwischen. Schade drum!

 

 

59. Minute: Hoffenheim wird stärker. Zeller mit der nächsten guten Möglichkeit nach Hereingabe von Katharina Kiel: drüber.

69. Minute: Ganz stark von Kris Kober! Caroline Hansen ist im 16er auf und davon und zieht flach ab. Kober ist ganz schnell unten und klärt: Erste Klasse!

70. Minute: Dann wieder Zeller. Hat zwei Gegenspielerinnen vor sich, kommt wieder zum Abschluss, wird aber erneut geblockt.

Die Szene des Spiels: Zeller gegen die VfL-Abwehr

Mehrere Male bekamen die knapp 1200 Besucher im Dietmar-Hopp-Stadion diese Szene zu sehen. Dóra Zeller wurde von einer Mitspielerin mit einem steilen Pass auf den Weg Richtung Wolfsburger Tor geschickt. Sie kam fast immer zum Abschluss, aber jedes Mal vereitelte die VfL-Abwehr ihre Torchancen - zwei Mal erst im letzten Moment. Gegen Schwedens Nationalspielerin Nilla Fischer hatte Zeller einen schweren Stand, machte wie ihre Mannschaftskolleginnen aber eine gute Partie. Auch wenn es am Ende nicht zu einem Treffer reichte.

 

Die Zahl des Spiels: 2

Die Nummer 22 in der zweiten Minute. Die 2 war die Zahl des Spiels, die die Partie unglücklicherweise gegen die TSG entschied. Nach der Flanke von Wolfsburgs Verena Faißt fiel der einzige Treffer des Spiels. Es war der Siegtreffer für den VfL, der unglücklich war, denn Hoffenheims Kristin Demann hatte den Ball nach der Hereingabe zuletzt berührt.

 

Die Trainerstimmen:

Jürgen Ehrmann: Wir haben uns akribisch auf Wolfsburg vorbereitet, um ihre Stärken einzuengen. IN der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft taktisch sehr diszipliniert gespielt. Nach der Pause waren wir in der Offensive deutlich engagierter und hatten auch die eine oder andere Torchance. Gegen Wolfsburg bekommst du natürlich nicht viele davon. Leider hat uns das Quäntchen Glück gefehlt: Erst beim Gegentor, dann nochmal, als der Ball an den Pfosten geht. Wir können auf diesem Spiel aber aufbauen. Wenn wir diese Leistung auch gegen Mannschaften abrufen, mit denen wir auf Augenhöhe sind, dann habe ich keine Bedenken.

Ralf Kellermann: So wir die drei Punkte heute erspielt haben, ist es nicht unser Anspruch. Das soll die Leistung von Hoffenheim in keinster Weise schmälern, aber wir wollen anders Fußball spielen. Wir waren schläfrig und träge, hatten sehr viele Ballverluste. Das haben wir in diesem Jahr schon viel besser gemacht. Mit dem Spiel meiner Mannschaft bin ich nicht zufrieden. Das einzig Gute sind die drei Punkte, die wir mitnehmen.

 

Daten & Fakten zum Spiel »

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