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FRAUEN
05.08.2014

Mit Leonie Keilbach durch die Reha: "Sie ist ein Vorbild"

Sportlich lief es für Leonie Keilbach gut: Kurz vor der Winterpause schaffte sie den Sprung in die erste Mannschaft der TSG, wurde schnell ein wichtiger Teil im Offensivspiel. Dann wurde ihr ein simpler Sprint zum Verhängnis - das Kreuzband riss. Nach dem ersten Schock ging der Blick aber schnell nach vorne. achtzehn99.de hat Keilbach in der Reha besucht.

In einer Holzkiste liegen zwei Gewichte: zehn Kilogramm das Stück. Leo Keilbach muss die Kiste durch den Kraftraum der achtzehn99 Reha GmbH schieben. Drei Mal hin, drei Mal zurück. Schwerstarbeit - das kann man an ihrem Gesichtsausdruck ablesen. Physiotherapeut Bernd Steinhoff unterstützt sie dabei ein bisschen, weil sich die Kiste vom Boden abhebt. Eine von vielen Übungen, die dazu beiträgt, Keilbachs Knie zu stabilisieren - um wieder Höchstleistungen zu ermöglichen.

Gewichte spielen bei fast jedem Trainingselement eine Rolle. Von einfachen und lockeren Trainingseinheiten kann man nicht sprechen. "Es ist wirklich anstrengend", gibt Keilbach zu. Es ist ihr anzusehen, aber zwischendurch kann sie trotzdem lachen und scherzt mit ihrem Trainer. Ob sie noch Schmerzen hat? "Nein. Beim Training ist alles gut", sagt die 19-Jährige. "Nur beim Kicken muss ich noch vorsichtig sein. Wenn ich nicht alle Muskeln meines Beins anspanne, dann spüre ich ein Ziehen."

Lobende Worte

Für Fußball ist es noch zu früh. "Sportartspezifisch kann Leonie erst im September trainieren", sagt ihr Physiotherapeut Manuel Kreuzberger, bei dem Keilbach nach dem Training auf der Behandlungsbank liegt. Keilbach windet sich, die Behandlung scheint schmerzhaft zu sein, aber mittlerweile hat sie gelernt, die Schmerzen auszuhalten: Es hilft ja.

Kreuzberger ist mit der Entwicklung seiner Patientin und deren Knie zufrieden: "Leo ist gut im Zeitplan und ihr Knie macht gut mit. Sie kann schon wieder beschwerdefrei laufen und ist sehr motiviert. Das hilft bei der Genesung natürlich sehr."

Bis sie wieder auf dem Platz steht und mit ihrem Teamkolleginnen trainieren kann, dauert es aber noch eine Weile. Ab September darf sie langsam wieder den Fußball zum Training dazunehmen. Die Rückrunde könnte ein realistisches Ziel sein, wieder das Trikot überzustreifen. "Leo ist ein Vorbild in Sachen Training", lobt Kreuzberger noch, bevor er Keilbach bis zur nächsten Einheit entlässt - am kommenden Tag.

Denn Keilbach ist jeden Tag in der Reha: Training, Behandlung, Training, Behandlung. Jeden Tag das gleiche Programm mit verschiedenen Übungen. Und trotz der Anstrengung macht es den Eindruck, dass sie Spaß dabei hat. Sie lacht, lächelt - das Ziel vor Augen, bald wieder auf dem Platz stehen zu können, motiviert und beflügelt.

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