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PROFIS
28.04.2014

Späte Erfahrung: Die erste Nullnummer der Saison

Für eine Premiere ist es offenbar nie zu spät - am 32. Spieltag der Saison 2013/14 endete erstmals eine Begegnung der TSG 0:0. Erstmals blieb die Mannschaft von Markus Gisdol dabei vor heimischer Kulisse ohne Treffer. Bisher hatte es in jedem 1899-Heimspiel mindestens zwei Tore zu bestaunen gegeben. Insgesamt sind in dieser Saison 70 Bundesliga-Tore in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena gefallen. Mehr als in jedem anderen Stadion.

Und trotz des 0:0 traf der berühmte Satz von Marcel Reif - wenn er ihn auch unter anderen Umständen, formulierte - nicht zu: "Noch nie hätte ein Tor einem Spiel so gut getan." Denn das Duell Hoffenheim gegen Frankfurt hatte vor allem nach der Pause vieles, was den Fußball ausmacht: Tempo, Klasse, Kampf und Torraumszenen.

Deshalb war Markus Gisdol am Sonntag im Gespräch mit achtzehn99tv auch nicht unzufrieden. "Wir hatten gegen die Eintracht 18 Abschlüsse. Deshalb war das auch wieder eine tolle Offensivleistung meiner Mannschaft. Wir haben nur vergessen, die Tore zu machen", erklärte der Cheftrainer. 18 - das sind mehr als sich die TSG im Saisonschnitt pro Partie erspielte.


Weiter Vollgasfußball

Die Gisdol-Elf gibt Gas, auch wenn in der Tabelle kurz vor Saisonende aus Sicht der TSG alles geklärt ist. Dem Abstieg ist das Team seit Wochen entronnen, Augsburg auf Rang acht, hat bei noch zwei ausstehenden Spielen, fünf Punkte Vorsprung. Dass Andreas Beck, Roberto Firmino & Co. dennoch in jeder Partie das Maximale herausholen wollen, zeigte die Mannschaft am vergangenen Samstag. Keiner schonte sich, keiner ging den Zweikämpfen aus dem Weg, keiner war sich für Wege in die Defensive zu schade.

Dass war vor allem in der zweiten Halbzeit zu sehen, als die TSG den Gästen gerade einmal einen Torschuss erlaubte. 1899 spielte nach vorne und erarbeitete sich zahlreiche Chancen. Dass der Ball diesmal den Weg nicht ins Tor fand, ist ärgerlich, aber eben auch keine Katastrophe. Auch in Dortmund am kommenden Wochenende und zum Saisonabschluss gegen Eintracht Braunschweig (10. Mai, 15.30 Uhr) werden die 1899-Profis wieder Offensivfußball spielen und enormen Aufwand betreiben, um das Maximale herauszuholen.

Weitere Spiele ohne TSG-Tor - nach 31 Partien mit 67 Toren in der Liga und 17 Toren in vier DFB-Pokalspielen kaum denkbar.

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