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02.04.2014

Sejad Salihovic: "Eine Extraportion Selbstbewusstsein erarbeitet"

In München traf Sejad Salihovic zum zehnten Mal in dieser Saison. Das Tor zum 2:3 war sein neunter Treffer per direktem Freistoß. Eine Marke, die kein anderer aktiver Bundesliga-Spieler erreicht. Zudem war der Treffer auch sein 43. in der Bundesliga für die TSG - damit ist er nun gemeinsam mit Vedad Ibisevic Rekordtorschütze des Klubs. Am Sonntag (6. April, 17.30 Uhr) trifft er mit der TSG in Berlin auf Hertha BSC. Den Klub seiner Jugend. Grund genug für ein Gespräch.

Hallo, Sejad. Zum ersten mal in deiner Karriere hast du in der Bundesliga die Marke von zehn Toren in einer Saison geknackt. Bist du Kevin und Roberto dankbar, dass sie so viele Elfmeter herausholen?

Sejad Salihovic (lacht): Wir haben in dieser Saison in der Tat viele Elfmeter bekommen. Aber, so weit ich mich erinnern kann, waren die auch alle berechtigt. Das ergibt sich eben aus unserer Spielweise. Wir denken offensiv, wir attackieren den Gegner früh und wissen, dass unsere Stärke in der Offensive liegt. Deshalb halten wir uns viel in der roten Zone des Gegners auf. Dass dabei jetzt erstmals zehn Saisontore für mich herausgekommen sind, ist ein schöner Nebeneffekt. Ich bin ja schon ein paar Tage im Verein und das war ein Ziel, das ich immer erreichen wollte. Nun ist es geschafft.

Per Freistoß klappt es ja auch ganz gut. Du bist jetzt Rekordhalter unter den aktiven Bundesliga-Spielern. Verrat uns dein Geheimnis...

Salihovic: Ein Geheimnis gibt es nicht, auch wenn ich immer mal wieder danach gefragt werde. Ich hatte schon immer Talent für ruhende Bälle und ich habe viel Arbeit in diese Sache investiert. Dabei habe ich mir eine Technik angeeignet, die für Standards scheinbar ganz gut ist. Wer viel trainiert, wird dafür belohnt.

Das Tor in München war dein 43. für 1899 in der Bundesliga. Damit hast du Vedad Ibisevic als Rekordtorschützen eingeholt. Macht dich das auch ein wenig stolz?

Salihovic: Ich wurde in der vergangenen Woche erstmals darauf angesprochen, dass ich bei 42 Toren stehe. Ich registriere das und es ist eine schöne Sache. Aber ich bin auch schon lange im Verein. Da wäre es ja schlecht, wenn ich nicht zumindest vorne dabei wäre (lacht). Jetzt habe ich in dieser Saison noch sechs Spiele Zeit, Nummer 44 im Tor unterzubringen. Vielleicht holen wir ja noch einen Elfmeter raus...

Nun geht es gegen die Hertha, den Klub, bei dem du groß wurdest. In der Hinrunde hast du zwei Mal getroffen, das Spiel ging aber dennoch 2:3 verloren. Was stimmt dich für Sonntag zuversichtlich?

Salihovic: Ganz einfach: Unsere zuletzt gezeigten Leistungen. Wir werden deshalb selbstbewusst auftreten und als Mannschaft wieder an unsere Grenze gehen. Dann können wir im Olympiastadion etwas holen. Für uns spricht vielleicht auch noch, dass die Hertha Druck hat. Die Rückrunde läuft mit bisher nur acht Punkten sicherlich nicht optimal.

Ihr habt in der englischen Woche sieben Punkte geholt. Wie stark verändert sich die Herangehensweise an eine Partie durch drei so erfolgreiche Spiele?

Salihovic: Wir haben in der Kabine ohnehin eine gute Stimmung - aber die ist in der Tat in der vergangenen Woche noch ein bisschen besser geworden. Wir haben uns noch eine Extraportion Selbstvertrauen erarbeitet. Auch, weil die Erfolge gegen so starke Mannschaften wie Leverkusen und zuletzt Bayern zustande kamen. Wir hoffen, dass wir das weiterhin auf den Platz tragen können.

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