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FRAUEN
06.03.2014

Sabine Stoller: "Ich habe mich auch mal selbst gelobt"

Seit sieben Jahren spielt Sabine Stoller für die TSG. Viele Jahre gehörte die 22-Jährige zur Stammelf, in der 1. Bundesliga musste sie sich umgewöhnen. Neue Spielerinnen, mehr Konkurrentinnen, oft war Stoller Ergänzungsspielerin. Im Interview spricht die Offensivkraft über ihren Weg zurück unter die ersten Elf und die kommenden, wichtigen Spiele in der Bundesliga.

Hallo Sabine. Du standst zuletzt zweimal in der Startelf und hast deine Nominierung mit deinen Leistungen bestätigt. Wie zufrieden bist du mit dir selbst?

Ich bin ganz glücklich mit mir. Vor allem in den Bereichen Athletik und Zweikampfstärke habe ich in den letzten Monaten deutlich zugelegt und das auch auf dem Platz gezeigt. Auch spielerisch konnte ich einige Akzente setzen. Allerdings weiß ich, dass ich noch viel Potenzial nach oben habe. Dieses möchte ich mit regelmäßiger Spielpraxis in der Liga und zusätzlichen Trainingseinheiten gerne ausschöpfen.

Wie hast du dir das Vertrauen der Trainer zurückgewonnen?

Ich habe in der Vorbereitung mein Bestes gegeben, zusätzlich trainiert und mich in den Testspielen gut präsentiert. Darauf werde ich aufbauen, meine Stärken ausbauen und an meinen Schwächen arbeiten, um auch weiterhin das Vertrauen der Trainer zu bestätigen und mich für die Startelf anzubieten.

In der Hinrunde warst du häufig Ergänzungsspielerin. Wie bist du damit umgegangen?

Es war natürlich nicht immer einfach für mich. Wenn man fast täglich trainiert, im Training alles gibt und dann nicht spielt, ist man sicherlich enttäuscht. Schließlich möchte man die Arbeit der Trainingswoche auf dem Platz zeigen. Ich habe immer weiter an mich geglaubt, Zusatzeinheiten eingebaut und mich auch für kleine Erfolge im Training, wie Tore und gute Aktionen, gelobt und gepusht. All das hat mir geholfen, nie die Motivation zu verlieren. Schlussendlich habe ich meine Chance bekommen und sie ergriffen.

Nach einer einwöchigen Pause folgen zwei wichtige Heimspiele gegen Duisburg (16.3., 11 Uhr) und Leverkusen (23.3., 14 Uhr). Was nehmt ihr euch für diese Spiele vor?

Wir wollen auf jeden Fall in beiden Spielen punkten, gegen Duisburg haben wir noch etwas gutzumachen. Mit dem Heimpublikum im Rücken werden wir die Partien engagiert angehen. Wir wissen, welche Fehler uns in der Hinrunde Punkte gekostet haben und arbeiten daran. Vor allem aber sollten wir über 90 Minuten hochkonzentriert sein. Beide Mannschaften haben uns gezeigt, dass auch schon kleinste Unkonzentriertheiten bestraft werden.

In der Hinrunde hat euch das Tempo der 1. Liga in Duisburg noch überrascht. Mittlerweile habt ihr euch daran gewöhnt. Was bedeutet das auch für das Spiel gegen den MSV?

Es wird ein ganz anderes Spiel werden als in der Hinrunde. Wir müssen Leidenschaft und Einsatz zeigen, jeden Zweikampf annehmen und gewinnen wollen, um den MSV gar nicht über seine Zweikampfhärte ins Spiel kommen zu lassen. Es wird dieses Mal ein Spiel auf Augenhöhe. Der Sieger wird meiner Meinung derjenige sein, der den größeren Willen zeigt.

Letzte Saison habt ihr fast jedes Spiel gewonnen. Wie besonders sind Siege jetzt für euch? Holt ihr euch daraus Selbstvertrauen?

Letztes Jahr mussten wir ja sogar fast jedes Spiel gewinnen, um überhaupt um den Aufstieg mitzuspielen. In dieser Saison haben Siege einen anderen Stellenwert. Die Freude über Tore ist noch größer, wir bekommen auch einfach nicht mehr so viele Chancen wie in der zweiten Liga. Natürlich holen wir uns aus den Siegen viel Selbstvertrauen. Aber auch aus Spielen gegen die „Großen“, in denen wir vielleicht nicht unbedingt punkten, aber merken, dass wir phasenweise mithalten können, geben uns viel Selbstvertrauen.

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