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31.03.2014

Mit TSG-Fußball den Meister beeindruckt

Es ist dieser Tage bei beinahe jeder Partie des FC Bayern so - die Duelle muten an wie der biblische Kampf David gegen Goliath. Selbst in ein Champions-League-Viertelfinale gegen Manchester United geht die Guardiola-Elf als haushoher Favorit. Auch die TSG fuhr am Samstag als krasser Außenseiter nach München; hatten die Bayern in der heimischen Arena in dieser Bundesliga-Saison doch noch keinen Punkt liegen lassen.

Das hat sich nun geändert. 1899 erarbeitete und erspielte sich beim 3:3 einen verdienten Punkt. David hat Goliath nicht besiegt, aber immerhin bewiesen, dass dieser nicht "unverwundbar" ist. Deshalb sind die Worte von TSG-Keeper Jens Grahl, der den Punkt kurz vor Spielende mit einer Glanzparade gegen Arjen Robben festhielt, absolut richtig: "Das Unentschieden fühlt sich wie ein Sieg an."

Die TSG setzte um, was Markus Gisdol am Freitag in der Pressekonferenz gefordert hatte. Sie spielte ihren eigenen Fußball. Sie verteidigte hoch. Sie lief die Innenverteidiger der Münchner teilweise in deren Strafraum an und sorgte so beim wohl ballsichersten Team der Fußballwelt für ungewöhnlich viele Ballverluste. Wie so oft in dieser Saison erarbeitete sich das Team von Markus Gisdol auf diese Weise viele Torchancen - 20 standen nach Ende der Partie zu Buche. Für den Rekordmeister lediglich elf. Auf eine derartige Statistik musste Pep Guardiola in dieser Saison noch nicht blicken. Bisher hatte sein Team immer öfter auf das Tor geschossen als der Gegner.

Rekord-Rückrunde in Reichweite

Die englische Woche war für 1899 ein voller Erfolg. Sieben Punkte holte das Team aus drei Spielen, stieg in der Tabelle dadurch auf Rang neun und der Abstand zum Relegationsplatz ist sechs Spieltage vor Saisonende auf zwölf Punkte angewachsen. Und es gibt weitere gute Nachrichten - 18 Punkte stehen in der Rückrunde bisher zu Buche. Platz fünf in der Rückrundentabelle und nur noch zwei Punkte von der besten Rückserie der Vereinsgeschichte entfernt. In der Saison 2008/09 holte die TSG nach der Winterpause 20 Punkte. Ein weiterer Sieg aus den verbleibenden Spielen und diese Marke würde fallen.

Die nächste Chance zu einem "Dreier" bietet sich am kommenden Sonntag, 6. April, 17.30 Uhr, in Berlin, wenn 1899 bei Hertha BSC gastiert. Dann wird es kein Duell David gegen Goliath, sondern eines auf Augenhöhe - die Berliner stehen punktgleich mit der TSG auf Rang zehn der Liga. Eines ist sicher - egal, wer auf der anderen Seite des Feldes steht, die TSG spielt ihren Fußball. Eine Errungenschaft, die auf lange Sicht wohl noch wichtiger ist als eine gute englische Woche oder ein Rückrunden-Rekord.

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