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PROFIS
02.04.2014

Gisdol & Rosen: Ein Jahr auf dem neuen, alten Weg

Am 2. April 2013 wurden Markus Gisdol und Alexander Rosen bei der TSG vorgestellt. Gisdol, ehemals Trainer der U23 des Klubs, war fortan als Cheftrainer für die Profis verantwortlich, Rosen wurde vom Leiter der Nachwuchsakademie zum Direktor Profifußball. Zwei, die den Verein sehr gut kannten, sollten ab diesem Tag den sportlichen Kurs im Kraichgau bestimmen. Heute ist das genau ein Jahr her. achtzehn99.de lässt diese 365 Tage Revue passieren...

2. April 2013 - Die Vorstellung

Als Markus Gisdol und Alexander Rosen an diesem Dienstag vor einem Jahr gemeinsam auf dem Podium des Pressekonferenzraumes am Trainingszentrum in Zuzenhausen stehen, belegt die TSG in der Bundesliga Platz 17. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt vier Punkte, der auf das rettende Ufer gar neun.

Peter Hofmann, Präsident der TSG 1899 Hoffenheim erklärte an diesem Tag: "Wir wollen zurück zu unseren Wurzeln, zu dem, was die TSG Hoffenheim stark gemacht und ihr bundesweite Beachtung gebracht hat. Die Fokussierung auf eine Philosophie, in deren Vordergrund weiterhin und verstärkt die Integration eigener Nachwuchskräfte stehen soll, wird auch durch die neue Rolle von Alexander Rosen dokumentiert."

Die Pressemitteilung zum neuen Gespann

Markus Gisdol im Kurzportrait

Der Vorbericht zu Gisdols erstem Spiel gegen Düsseldorf

Markus Gisdol im Stadionmagazin

Der Spielbericht zum Sieg gegen Düsseldorf

Dietmar Hopp im Interview - Teil I & Teil II

18. Mai 2013 - Sieg in Dortmund

Die Ausgangslage vor dem letzten Spiel der Saison 2012/13 war einfach: "Hoffe" musste beim Champions-League-Finalisten gewinnen und gleichzeitig auf eine Niederlage von Augsburg oder Düsseldorf hoffen, um noch auf den Relegationsplatz zu springen. Was sich dann in Dortmund abspielte waren die wohl unglaublichsten 90 Minuten in der Vereinsgeschichte der TSG. Dietmar Hopp sprach später vom "dritten Wunder der TSG". 1899 drehte einen 0:1-Rückstand, Sejad Salihovic traf zwei Mal vom Elfmeterpunkt und Schiedsrichter Jochen Drees nahm in der Nachspielzeit den vermeintlichen Ausgleichstreffer des BVB zum 2:2 zurück. Die TSG siegte in der Höhle des Löwen und weil Düsseldorf gleichzeitig in Hannover verlor, gelang der Sprung auf Rang 16.

Alexander Rosen sprach nach dem Sieg von einer "emotionalen Extrembelastung". Die Zeit sei für ihn in der Nachspielzeit stehen geblieben. Und Markus Gisdol zeigte, dass er den "neuen, alten Weg" mit aller Konsequenz gehen würde. Der 17 Jahre alte Niklas Süle kam schon am 33. Spieltag zu seinem Bundesliga-Debüt und Robin Szarka stand dann in Dortmund erstmals auf dem Platz. Der 21-Jährige wurde nach der Halbzeit beim Stand von 0:1 eingewechselt.

Der Spielbericht zum Wunder

Das sagte Markus Gisdol nach der Partie

23. und 27. Mai 2013 - Relegation gegen Kaiserslautern

Die Relegation - 1899 als Drittletzter der Bundesliga gegen Kaiserslautern, den Dritten der zweiten Liga. Nach 180 Minuten setzte sich die TSG durch, gewann das Hinspiel in Sinsheim mit 3:1 und auf dem Betzenberg mit 2:1. Beinahe schon legendär ist Markus Gisdols Jubel nach dem 3:1 durch Sven Schipplock im Hinspiel. Der Trainer stürmte die Seitenlinie entlang und sprang aus vollem Lauf auf die jubelnde Spielertraube.

Dietmar Hopp erklärte bei der Nichtabstiegsfeier in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena: "Ich will dieses Wunder daran festmachen, dass innerhalb kürzester Zeit durch Markus Gisdol und Alexander Rosen gezeigt wurde, dass es sich lohnt, an seiner Philosophie und seinem eingeschlagenen Weg festzuhalten."

Doppelinterview - Gisdol & Rosen vor der Relegation

Der Spielbericht zum Hinspiel

Die besten Bilder zum Hinspiel

Der Spielbericht zum Rückspiel

Die besten Bilder zum Rückspiel

Die Stimmen zum Klassenerhalt

Die Nichtabstiegsfeier in der Sinsheimer Arena

Der Tag danach - Markus Gisdol & Alexander Rosen im Gespräch

Juni/Juli 2013 - Trainingslager in Westerburg & Leogang

Nach dem Klassenerhalt bekam Markus Gisdol erstmals die Chance, seine Mannschaft auf eine komplette Bundesliga-Saison intensiv vorzubereiten. Der angestrebte Fußball wurde schon in dieser frühen Phase sichtbar. Die TSG will offensiv spielen und sich vor allem über ihr Pressing und das schnelle Umschaltspiel definieren.

Auch der Kader präsentierte sich runderneuert. Gisdol und Rosen machten konsequent da weiter, wo sie schon im Abstiegskampf der vorherigen Saison angefangen hatten. Das Team wurde verjüngt, Spieler aus dem eigenen Nachwuchsbereich bekamen ihre Chance. Kevin Akpoguma, Jeremy Toljan und Kenan Karaman fuhren mit zum Lauftrainingslager in Westerburg. Dabei blieb Gisdol seinem Credo treu: "Es geht nicht um das Alter, sondern um die Leistung." Auch die Fans gehen diesen Weg mit. Wie ein launiger Grillabend im österreichischen Leogang beweist. Mit dem Team trainierte dort auch erstmals der französische Neuzugang Anthony Modeste (sein erstes Interview).

Markus Gisdol im Exklusiv-Interview - Teil I & Teil II

Alexander Rosen über den eingeschlagenen Weg und die Altersstruktur im Kader

Markus Gisdol blickt in Leogang auf die Vorsaison zurück - Saisonguide

18. Oktober 2013 - Kießlings Phantomtor

Was soll man zu diesem Moment noch schreiben? Markus Gisdol reiht ihn einfach ein, in die lange Liste der unglaublichen Situationen und Spiele, die seine Mannschaft vor allem in der Hinrunde der Saison 2013/14 erleben musste. Alexander Rosen erklärte direkt nach der Partie: "Es ist unglaublich, absolut skurril was hier heute passiert ist. Ich kenne nur eine vergleichbare Situation, das war das Phantomtor von Helmer damals."

Der Spielbericht zum Phantomtor

Markus Gisdol & Alexander Rosen bei achtzehn99tv zum Phantomtor

Die Pressestimmen zum Spiel

DFB-Sportgericht weist Einspruch ab

Andreas Beck zum Urteil

Gisdol & Rosen zum Urteil

Februar/März 2014 - Heimsiegesserie

Drei Heimsiege in Serie feierte die TSG im Februar und März 2014. 13:3 Tore standen dabei zu Buche. Einen solchen Lauf hatte es zuletzt in der Saison 2009/10 gegeben. Die TSG begeisterte mit ihrem Fußball und genau das begeisterte Alexander Rosen: "Wir wollten wieder ein ganz bestimmtes Gesicht zeigen. Wir wollten uns wieder definieren über die Art unseres Spiels, unseres Auftretens und auch über die Integration junger Spieler aus der Akademie. Und nicht über markige Sprüche oder unrealistische Zielsetzungen. Ich habe das Gefühl, dass unser Weg überall sichtbar ist und von allen angenommen und mitgegangen wird." Mit dem jüngsten Kader der Liga (Durchschnitt: 23,9 Jahre) spielt 1899 attraktiven Fußball. Nur Rekordmeister Bayern München erzielt noch mehr Tore als das Team von Markus Gisdol. Apropos Bayern München...

Spielbericht zum Sieg gegen den HSV

Spielbericht zum Sieg gegen den VfB

Spielbericht zum Sieg gegen den VfL

Serien ausgebaut - Rekord aufgestellt

Alexander Rosen über die Serie der TSG und den gemeinsamen Weg

29. März 2014 - Punktgewinn in München

Am 362. Tag der Ära Gisdol/Rosen musste die TSG in die Allianz Arena. Zum frisch gebackenen Meister. Zu dem Team, das 19 aufeinanderfolgend Bundesliga-Siege gefeiert hatte, dass seit September 2012 jedes Heimspiel gewonnen hatte. Und was machte das Team von Markus Gisdol? Es traf drei Mal in München, schoss 20 Mal auf das Tor der Hausherren (das war seit der Saison 2004/05 keinem Team mehr gelungen) und entführte einen Punkt. Markus Gisdol erklärte nach der Partie: "Für uns ist es etwas ganz Besonderes, hier drei Tore zu erzielen und einen Punkt mitzunehmen. Ein toller Tag für uns." Und Alexander Rosen sagte in der Mixed Zone strahlend: "Über allem stand bei uns heute der Mut. Wir haben den FC Bayern teilweise in deren Strafraum angelaufen. Wie wir vom 1:3 zurückgekommen sind, ist schon etwas Besonderes. Der Punktgewinn war absolut verdient."

Aber auch das ist nur eine Durchgangsstation auf dem Weg der TSG. "Unsere Entwicklung ist nie zu Ende", betont Markus Gisdol immer wieder. Deshalb wird genau nach einem Jahr auch...

Mit TSG-Fußball den Meister beeindruckt

Die Stimmen zum Spiel


2. April 2014

...hart gearbeitet. Alexander Rosen sitzt in seinem Büro im ersten Stock des Trainings- und Geschäftsstellenzentrums in Zuzenhausen und gestaltet Gegenwart und Zukunft der TSG, während Markus Gisdol mit seinem Trainerteam die öffentliche Trainingseinheit leitet. Nie stehenbleiben, immer weitermachen. Das ist der Weg der TSG.

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