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29.03.2014

Festtage Teil III: 1899 punktet in München und beendet Bayern-Serien

Markus Gisdol vertraute beim Gastspiel in München der Startelf, die zuletzt gegen Leverkusen und Hannover zwei Mal siegreich war. Auch taktisch blieb bei der TSG alles beim Alten – im 4-3-3 ließ Markus Gisdol sein Team auflaufen.

Der unter der Woche frisch gekürte Deutsche Meister aus München hatte von Beginn an viel Ballbesitz, die TSG verteidigte in den ersten Minuten aber gut. Bayern fand keine Lücke in der vielbeinigen Kraichgauer Abwehr.

Nach zehn Minuten brachte dann auch 1899 den ersten Ball auf das Tor. Ein Kopfball von Kevin Volland war aber leichte Beute für Tom Starke. Sekunden später brachte Daniel van Buyten seinen Keeper in Bedrängnis. Anthony Modeste hechtete sich in den unkontrollierten Abschlag und blockte den Ball. Leider fand der aber nicht den Weg ins Bayern-Gehäuse. Der Franzose rauschte in der 20. Minute auch Zentimeter an einer Freistoßflanke von Sejad Salihovic vorbei. Die TSG war dem Meister bis hierhin ebenbürtig.

Modeste trifft und muss verletzt raus

Und 1899 ging sogar in Führung. In der 22. Minute schickte Kevin Volland Anthony Modeste mit einem Traumpass auf die Reise und der Franzose erzielte die Führung. Zuerst scheiterte er im Eins-gegen-Eins an Starke, den Abpraller brachte er dann aber im Kasten unter – 1:0 für die TSG.

In der 31. Minute kam Bayern München durch Claudio Pizarro zum Ausgleich. Die TSG war zu diesem Zeitpunkt zu zehnt auf dem Rasen, da Anthony Modeste schon verletzt in die Kabine gegangen war. Es hatte sich noch keine Situation ergeben, in der Tarik Elyounoussi eingewechselt werden konnte. Nur drei Minuten später gingen die Hausherren durch Xherdan Shaqiri mit 2:1 in Führung.

1899 steckt nicht auf

Bei den Hausherren war nun jeder Schuss ein Treffer. In der 40. Minute erhöhte Claudio Pizarro nach einem Konter auf 3:1. Wer gedacht hatte, die TSG würde nun aufstecken, sah sich natürlich getäuscht. In der 43. Minute verkürzte Sejad Salihovic mit einem sehenswerten Freistoß aus 24 Metern auf 2:3. Sein 43. Treffer in der Bundesliga für 1899. Damit ist er nun gemeinsam mit Vedad Ibisevic Rekordtorschütze der TSG.

Auch nach der Pause startete 1899 gut. Firmino prüfte Starke nach einem Freistoß in der 52. Minute mit dem Kopf und nur Sekunden später fehlte Tarik Elyounoussi gegen den Bayern-Keeper nur ein Schritt. Das Gisdol-Team trat weiter mutig auf und glaubte an seine Chance. Die Münchner kamen nach dem Gang in die Kabine nicht in Tritt - 1899 stand dem Starensemble vehement auf den Füßen.

Rekordtorschütze Salihovic angeschlagen

In der 60. Minute musste dann auch Sejad Salihovic mit einer Oberschenkelblessur vom Platz. Der neue Rekordtorschütze des Klubs wurde von Kai Herdling ersetzt. Am Spiel änderte sich dadurch nichts. Die TSG bot dem Rekordmeister weiter Paroli und glich durch Roberto Firmino in der 75. Minute aus. Herdling fand den Brasilianer im Zentrum, der tanzte Dante aus und traf mit links zum 3:3 in die lange Ecke.

In Minute 87 hatte 1899-Keeper Jens Grahl seinen großen Auftritt. Im Eins-gegen-eins mit Arjen Robben blieb er cool und lenkte den Ball um den Pfosten herum. Er hielt den Punkt für 1899 fest und so beendete die TSG viele Serien der Münchner. Erstmals nach 19 Siegen in Serie konnte das Team von der Isar nicht gewinnen, erstmals gab die Mannschaft von Pep Guardiola vor heimischem Publikum in dieser Saison einen Punkt ab.

Markus Gisdol hatte bei der Pressekonferenz am Freitag gehofft, dass seine Mannschaft "etwas Unbeschreibliches" schaffen könne. Genau das tat sie am Samstagnachmittag in München.

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