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15.10.2013

Markus Gisdol: "Bin stolz auf unsere Fans"

Markus Gisdol ist seit etwas mehr als sechs Monaten Cheftrainer der TSG. Seither hat er mit seinem Team vieles angestoßen und entwickelt. Auch die Verbindung zu den Fans hat sich unter seiner Führung weiter intensiviert. Im Interview mit achtzehn99.de spricht er über die Anhänger der TSG...

Markus, du bist jetzt etwas mehr als ein halbes Jahr wieder in Hoffenheim und hast in dieser Zeit eine Menge bewegt. Hattest du überhaupt mal die Gelegenheit, in Ruhe nachzudenken über das, was passiert ist?

Markus Gisdol: Ja, diese Phasen gab und gibt es, trotz der vielen Arbeit im Tagesgeschäft. Es sind ja in erster Linie sehr positive Erinnerungen. Wichtig ist, dass der Fokus immer auf dem liegt, was noch kommt. Wir gehen hier gemeinsam einen Weg, aber wir sind noch am Anfang.

Du erfährst eine Menge Zuspruch für deinen Weg und die damit bereits verbundenen Erfolge. National, aber vor allem auch in der Region…

Gisdol: Es geht dabei ja nicht um mich. Die Mannschaft in erster Linie, Alexander Rosen, der gesamte Staff um die Mannschaft herum, die engagierten Mitarbeiter und nicht zuletzt die fantastischen Fans der TSG haben das alle gemeinsam auf den Weg gebracht. So etwas schaffst du nur, wenn alle an einem Strang ziehen.

Deutschlandweit wird 1899 Hoffenheim eher noch belächelt, was seine Fans angeht. Wie siehst du das?

Gisdol: Unsere Fans sind großartig! Wie sie uns am Ende der Saison unterstützt haben, zu Tausenden mit nach Dortmund und Kaiserslautern gefahren sind, das war unbeschreiblich. Und sehr bemerkenswert für einen so kleinen Verein, der erst so kurze Zeit im Konzert der ganz Großen mitspielt. Unsere Fankultur ist klasse, aber natürlich benötigt sie auch noch ihre Zeit zur Entwicklung, so wie das bei allen anderen Vereinen der Welt auch ist. Ich bin sehr stolz auf unsere Fans.

Trübt es deine positive Sicht der Dinge, dass in dieser Saison noch keinmal „ausverkauft“ in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena vermeldet werden konnte?

Gisdol: Überhaupt nicht. Wir freuen uns über jeden Zuschauer, der ins Stadion kommt. Gegen Gladbach und Schalke war kaum mehr ein Platz frei. Und selbst im Pokalspiel gegen Cottbus haben uns die 11.000 Leute, die im Stadion waren, fantastisch unterstützt. Und das, obwohl wir uns lange Zeit so schwer getan und erst in der Verlängerung den Deckel drauf gemacht haben.

In Mainz waren zuletzt rekordverdächtige 1.200 Hoffe-Anhänger…

Gisdol: Ja, auch das war klasse. Die haben 90 Minuten lang gegen die 20.000 Mainzer angeschrien. Und beinahe hätte es ja gereicht. Aber was mir gefällt ist das Gespür, dass unsere Zuschauer haben. Ich habe einfach das Gefühl, dass sie unseren Weg zu 100 Prozent mitgehen. Und uns deshalb auch schlechte Spiele und fehlende Resultate verzeihen würden. So eine Unterstützung ist wichtig, vor allem für die Mannschaft, die dann auf dem Rasen steht. Die Spieler spüren das auch.

Was dürfen die Fans für die Zukunft erwarten?

Gisdol: Alles das, was wir schon in den vergangenen Monaten auf den Weg gebracht haben, wollen wir vorantreiben. Keine großen Sprüche klopfen, bescheiden sein, aber gleichzeitig sehr ehrgeizig an unseren Zielen arbeiten.

Welche Ziele sind das genau?

Gisdol: Wir wollen Hoffenheim ganz fest in der Bundesliga etablieren. Das heißt aktuell, eine sorgenfreie Saison spielen zu wollen. Weiter fleißig Punkte sammeln, die Großen ärgern, aber vor allem auch unsere eigenen Zuschauer mit attraktivem, offensivem Fußball unterhalten. Wir wollen die entstandene Verbindung zu den Fans pflegen, damit sie unseren Weg weiter mitgehen.

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