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FRAUEN
04.10.2013

1899-Frauen: Mutig und mit neuem Selbstbewusstsein gegen Potsdam

Es geht Schlag auf Schlag. Schon in zwei Tagen steht für die 1899-Frauen die nächste Aufgabe in der Bundesliga bevor. Am Sonntag, 6.Oktober um 11 Uhr empfängt Hoffenheim im Dietmar-Hopp-Stadion den aktuellen Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam. Trainer Jürgen Ehrmann spricht vor der Partie vom „Traum, gegen Potsdam zu spielen.“

Das Spiel bei Bayer Leverkusen hat den Hoffenheimerinnen neues Selbstvertrauen gegeben. „Wir sind als Mannschaft aufgetreten und haben tolle Moral bewiesen. Nun können wir mit breiter Brust ins nächste Spiel gegen Potsdam gehen“, sagte Torschützin Leonie Pankratz. Dass die Potsdamerinnen dennoch klarer Favorit sind, daran zweifelt im Vorfeld jedoch niemand.

Der sechsfache Deutsche Meister hat sich nach drei Spieltagen wie erwartet in der Spitzengruppe der Liga festgesetzt. Mit zwei Siegen und einem Unentschieden ist Potsdam noch ungeschlagen, aber nicht unschlagbar. Der FF USV Jena luchste dem Team des Trainerurgesteins Bernd Schröder am 1. Spieltag einen Punkt ab (2:2). Die SGS Essen zog den Brandenburgerinnen in der zweiten Runde des DFB-Pokals den Zahn, holte einen 0:2-Rückstand auf und gewann das Spiel noch mit 3:2. „Wir haben noch Verbesserungsbedarf und Luft nach oben“, sagte Schröder nach dem knappen 2:1-Erfolg seiner Elf gegen den FCR Duisburg.

Alptraum abwenden und Nadelstiche setzen

Für die Hoffenheimerinnen sei es laut Ehrmann „ein Traum, gegen Potsdam spielen zu dürfen.“ „Nun müssen wir dafür sorgen, dass es nicht zu einem Alptraum wird“, fordert der Coach von seiner Mannschaft vor dem zweiten Saisonheimspiel. Martina Moser, die mit dem SC Freiburg und dem VfL Wolfsburg schon mehrfach gegen Potsdam gespielt hat, weiß, wie schwer die Partie für die noch unerfahrene TSG-Elf wird: „Wir müssen eine Topleistung abrufen und jede Spielerin sollte ihre bestmögliche Leistung geben. Solange wir kein Tor bekommen, desto interessanter wird das Spiel. Vielleicht bekommen wir die eine oder andere Konterchance. Die sollten wir dann aber auch nutzen.“

Offensiv und selbstbewusst agieren. So sieht auch der Plan von Trainer Ehrmann aus: „Wir wollen selbst agieren und zeigen, dass wir Spaß am Fußball haben. Egal, wer kommt. Wir werden auf keinen Fall ein Abwehrbollwerk aufbauen.“ Vielmehr hofft der 52-Jährige auch gegen den Champions-League-Teilnehmer Nadelstiche setzen zu können. Vielleicht ist dann sogar eine kleine Überraschung drin. Turbine-Trainer Schröder tippte bei einer Umfrage unter allen Bundesligatrainern übrigens auf Hoffenheim als Überraschungsmannschaft der Saison. Hoffentlich behält er Recht.

Personell kann das Trainerteam am Sonntag auf die gleichen Spielerinnen wie in Leverkusen zurückgreifen. Lediglich Anne Rheinheimer wird wegen anhaltender Rückenprobleme keine Alternative sein. Anne Fühner soll nach einer Erkältung Spielpraxis in der zweiten Mannschaft bekommen, die am Sonntag in der Regionalliga Süd beim FFC Wacker München zu Gast ist.

Besondere Halbzeiteinlage

In der Halbzeitpause der Partie wird es eine besondere Einlage geben. Der 1. Amputierten Fußballclub ist am Sonntag im Dietmar-Hopp-Stadion zu Gast. 14 Spieler trainieren von Freitag bis Sonntag auf der Anlage der TSG 1899 Hoffenheim. In der Halbzeitpause stehen die amputierten Fußballer Rede und Antwort und sprechen über ihren Sport.

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