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03.07.2013

1899-Rückkehrer Tobias Strobl: Hoffenheim hat einen großen Vorteil

Ein Jahr war er weg von der TSG. Leihgeschäft mit dem 1. FC Köln. Jetzt ist er zurück und motiviert, es beim zweiten Anlauf im Kraichgau zu schaffen. Tobias Strobl ist einer dieser eher unauffälligen Spieler fürs defensive Mittelfeld, die aber für jede Mannschaft wichtig sind, um mit ihrer soliden und effizienten Störtaktik den Gegner zu Fehlern und damit Ballverlusten zu zwingen. achtzehn99.de sprach mit dem 23-Jährigen über das Jahr in der Domstadt, Vorteile in Hoffenheim und Spitznamen.

Tobi, du hast 2012 für die TSG dein Bundesligadebüt gegeben, wurdest dann aber im letzten Sommer verliehen. Wie würdest Du das vergangene Jahr beschreiben?

Für meine Entwicklung war es ein super Jahr. Ich habe mich mit Lehmann und Matuschyk auf der Sechser-Position abgewechselt und konnte mich dadurch wesentlich besser an den Profibereich gewöhnen.


Das heißt, du bist jetzt auf einem anderen Level als vor einem Jahr?

Absolut, ja!


Köln ist eine lebhafte Großstadt, mit vielen Einflüssen auf einen jungen Spieler. Verkommt da manchmal der Fußball zur schönsten Nebensache?

Natürlich gab es in Köln die Gefahr, seine Freizeit außerhalb des Fußballs zu gestalten. Aber wir waren so diszipliniert, dass wir uns trotzdem voll auf den Fußball konzentriert haben. Außerdem hat man auch hier beispielsweise in Heidelberg die Möglichkeit, etwas zu unternehmen.


Fällt es dir nicht dennoch in Hoffenheim leichter, auf Fußball fokussiert zu sein?

Es gibt einen großen Vorteil: Man wird nicht gleich überall erkannt. In Köln war es schwierig, privat etwas zu unternehmen. Hier genieße ich es, auch meine Privatsphäre zu haben.


Gab es schon ein Gespräch mit Markus Gisdol, wo er dich sieht?

Noch nicht, aber das wird sicher bald kommen. Was ich aber sagen kann ist, dass die Spielphilosophie unseres Trainers absolut meiner Vorstellung von Fußball entspricht - also das aggressive Draufgehen und die möglichst schnelle Balleroberung, das kommt meiner Spielweise entgegen.


Könntest du dir auch vorstellen, auf anderen Positionen auszuhelfen?

In der Jugend habe ich auch Innen- oder Rechtsverteidiger gespielt, aber ich fühle mich auf der Sechs am wohlsten.


Was ist deine Stärke und woran musst du noch gezielt arbeiten?

Ich denke, dass ich noch beim Spielaufbau Luft nach oben habe und eine bessere Spielübersicht brauche, um auch in der Offensive stärker zu werden. Was ich schon ganz gut kann, ist der defensive Zweikampf, aber man kann sich natürlich immer noch verbessern.


Du bist damals in der U23 von Kai Herdling als der „Steuermann“ bezeichnet worden. Wenn du dir was aussuchen könntest, wie würdest du jetzt gerne genannt werden?

(lacht) Einfach Tobi. Das passt! Ich bin nicht der Typ, der sich hier in den Vordergrund stellen muss. Ich bin hinten, mache meinen Job und lasse die anderen reden!

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