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PROFIS
07.05.2013

Andreas Ludwig: "Das war natürlich ein geiles Gefühl"

Andreas Ludwig spielte in dieser Saison in der U23 ein starkes Jahr. Der Offensivspieler mit dem guten linken Fuß war Top-Torschütze des Teams. So spielte er sich in den Notizblock von Cheftrainer Markus Gisdol und schließlich in die Profi-Mannschaft. Im Interview mit achtzehn99.de sprach er über sein Bundesliga-Debüt, seine Aufnahme in den Profikader, das 2:2 in Bremen und das anstehenden Spiel gegen den Hamburger SV.

Hallo Andreas, viele im Umfeld nehmen dich als Newcomer in der Mannschaft war. Dabei ist dein Profi-Debüt schon eine ganze Weile her.

Das stimmt. Im Januar 2010 habe ich in München gegen die Bayern das erste Mal in der Bundesliga gespielt. Im Nachhinein war das vielleicht sogar ein wenig zu früh für mich. Ich habe danach nie aufgehört, an mir zu arbeiten. Ich wollte da ja wieder hin. Besonders geprägt haben mich sicherlich die vergangenen beiden Jahre. Ich war nach Heidenheim ausgeliehen, aber da lief es nicht gut für mich. Also kehrte ich nach nur einem halben Jahr nach Hoffenheim zurück. Dann hatten wir mit der U23 den Busunfall in Namibia, bei dem es mich auch recht heftig erwischt hat. Das war ein Wendepunkt für mich, an dem ich entschieden habe, noch einmal mit allem was ich habe anzugreifen. Das Umfeld in der U23 hat mir dabei sehr geholfen. Dass es in dieser Saison noch mit der Bundesliga geklappt hat, ist ein Traum.

Gegen Wolfsburg wurdest du das erste Mal in dieser Saison eingewechselt. Auch wenn es kein Debüt für dich war, war es sicherlich ein besonderer Moment, oder?

Markus Gisdol hat mir sehr früh signalisiert, dass er meine Spielweise mag und dass ein Einsatz im Bereich des Möglichen ist. Als ich dann an der Seitelinie stand, war ich schon ein wenig nervös. Aber die Jungs haben mich auf dem Platz und zuvor auch schon im Training und in der Kabine super aufgenommen, und mir den Auftritt leicht gemacht. Ich bin ein Teil der Mannschaft - das ist ein super Gefühl.


Du trainierst nicht das erste Mal unter Markus Gisdol.

Richtig, er war schon in Ulm für ein halbes Jahr und hier in der U23 mein Trainer. In Ulm hat er mich aus der A-Jugend nach oben geholt. Für mich ist er ein ganz wichtiger Trainer, weil er sehr viel aus mir herausholt.

In der offiziellen Statistik der DFL bekommst du für deinen Kopfball zu Sven Schipplock in Bremen vor dem 2:2 keinen Assist gutgeschrieben, aber eigentlich war das deine erste Torbeteiligung. Wie hat sich das angefühlt?

Das war natürlich ein geiles Gefühl. Zwei Tore in fünf Minuten zum späten Ausgleich - das war der Wahnsinn. Wir haben nie aufgegeben und ruhig weitergespielt. Dafür wurden wir belohnt. Das "Schibbo" dann zwei Mal trifft, ist sensationell.

Jetzt geht es wieder gegen ein Nordlicht. Am Samstag kommt der Hamburger SV um 15.30 Uhr in die WIRSOL Rhein-Neckar-Arena. Was erwartest du von dieser Partie?

Hamburg ist schon ein wenig eine Wundertüte in dieser Saison. Mal spielen sie wirklich klasse, mal läuft recht wenig zusammen. Ich denke aber, dass wir sie schlagen können und uns drei wichtige Punkte holen.

Im Stadionmagazin war diese Saison eine Geschichte über dich mit dem Titel "Der Linksfuß". Was macht den der rechte Fuß?

Damit steige ich in den Bus ein (lacht). Der linke ist natürlich schon deutlich besser als der rechte, aber ich arbeite an beiden. Der linke Fuß soll zu einer noch größeren Stärke, der rechte als Schwäche ausgemerzt werden.

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