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16.05.2013

Andreas Beck und Sejad Salihovic im Doppelinterview

Andreas Beck und Sejad Salihovic spielen seit Jahren für die TSG. Salihovic steht seit 2006 unter Vertrag, 2008 kam Beck in den Kraichgau. Im Interview sprechen die beiden Führungsspieler über die Herangehensweise an das entscheidende Spiel gegen Dortmund und die Stimmung innerhalb der Mannschaft.

In Dortmund gab es für 1899 bisher drei Unentschieden und eine Niederlage. Ein "Dreier" fehlt noch. Was macht euch zuversichtlich, dass es diesmal reicht?

Andreas Beck: Bei zehn Spielen in Dortmund, gibt es ein oder zweimal die Chance, dort zu gewinnen. Wir werden alles dafür tun, dass dies am Samstag der Fall ist. Natürlich wissen wir, dass es schwer wird. Aber wenn wir nicht daran glauben - wer denn dann?

Sejad Salihovic: Mich macht der Blick auf die letzten Wochen optimistisch. Wir haben in einigen Spielen unter Markus Gisdol gezeigt, was wir leisten können. Aber wie Andi schon sagt: es wird sehr schwer, in Dortmund drei Punkte zu holen. Dennoch ist es ein Spiel in der Bundesliga - da ist immer alles möglich.

Noch sind es ein paar Tage bis zum Spiel. Steigt dennoch langsam die Anspannung?

Andreas Beck: Ja, ich spüre langsam eine positive Anspannung. Letzter Spieltag, ausverkauftes Haus. Das ist ein absolutes Highlight. Auch wenn es sich vielleicht seltsam anhört: Man muss so etwas auch genießen können, sonst verkrampft man.

Sejad Salihovic: Bei mir noch nicht. Das wird sich wohl erst so am Freitagabend oder Samstagmorgen einstellen. Momentan bin ich voll auf das Training fokussiert. Das Spiel blende ich komplett aus.


Wie nehmt ihr die Stimmung auf dem Trainingsplatz und in der Kabine wahr?

Andreas Beck: Natürlich waren wir nach dem 1:4 gegen den HSV sehr geknickt. Aber das Schöne ist doch: Wir haben trotzdem noch eine Chance. Und trotz der Niederlage am Wochenende haben wir in den vergangenen Wochen deutliche Fortschritte gemacht. Deshalb spüre ich auch bei der Mannschaft eine positive Grundstimmung.

Sejad Salihovic: Andi hat das schon richtig gesagt: Nach dem HSV-Spiel hat jeder von uns ein, zwei Tage gebraucht. Da war die Stimmung natürlich nicht so gut, aber wir haben bisher eine gute Trainingswoche. Jeder ist konzentriert bei der Arbeit. Die letzte Woche haben wir im Gespräch miteinander abgehakt. Deshalb ist auch die Stimmung in der Truppe wieder gut.

Dortmund muss eine Woche nach der Partie das CL-Finale in London spielen: Ein Vorteil für euch?

Andreas Beck: Frag mich das nach den 90 Minuten noch mal. Ich schätze, dass der BVB mit seiner möglichen Finalmannschaft auflaufen wird. Aber ob das ein Vor- oder Nachteil ist? Keine Ahnung.

Sejad Salihovic: Ich gehe auch davon aus, dass Dortmund mit der absolut besten Besetzung auf dem Feld stehen wird. Vielleicht hat der eine oder andere das Champions-League-Finale schon im Hinterkopf, vielleicht halten sie sich körperlich auch ein wenig zurück, aber das ist für uns nicht so wichtig. Wir müssen uns auf uns und unsere Leistung konzentrieren. Dann bekommen wir sicherlich die eine oder andere Chance - die müssen wir dann nutzen.

Ihr habt euch sicherlich auch schon mit dem Gegner beschäftigt. Wie kann man den BVB knacken?

Andreas Beck: Der Trainer hat einen Plan, den er uns vermittelt hat. Und wir sind überzeugt davon, dass er aufgehen kann.

Sejad Salihovic: Dortmund ist eine spielstarke Mannschaft. Da werden wir kompakt stehen, arbeiten und viel laufen müssen. Aber darauf sind wir eingestellt und dazu sind wir bereit. Das ist aus meiner Sicht das A und O, um dort zu bestehen und das scheinbar Unmögliche möglich zu machen.

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