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AKADEMIE
06.04.2013

U19: Tore in der Nachspielzeit retten Punkt gegen den VfB Stuttgart

Beim 2:2 (0:1) im Spitzenspiel der Bundesliga Süd/Südwest gegen den VfB Stuttgart drehte die U19 durch zwei Tore in der Nachspielzeit eine Partie, die für viele Zuschauer bereits verloren schien.

„Das Unentschieden fühlt sich wie ein Sieg an“, sagte Trainer Thomas Krücken, nachdem seine Mannschaft in der Schlussphase einen 0:2-Rückstand wettgemacht hatte. „Die Jungs haben nie aufgegeben und bis zur letzten Sekunde gekämpft. Das war ein Punkt für die Moral.“ Der lange verletzte Maximilian Penz feierte sein Comeback im 1899-Tor, dafür fehlten Jeremy Toljan, Florian Madlmayr, Steffen Straub, Felix Schröter sowie Nico Rieble.

Den Hoffenheimern war anzumerken, dass das letzte Pflichtspiel fünf Wochen zurücklag und der Trainingskader in dieser Zeit durch Länderspielabstellungen dezimiert war. Dennoch hatten sie die Partie im Dietmar-Hopp-Stadion unter Kontrolle. Niklas Süle hätte nach elf Minuten die Führung erzielen können, traf aber aus aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig. Dann der Schock: Nach einer Standardsituation brachte Miloš Degenek den VfB in Front. „Das war sehr ärgerlich, weil wir die Stuttgarter Standards klar analysiert hatten und sich trotzdem nicht jeder an die abgesprochenen Zuordnungen gehalten hat“, so Krücken.

Unmittelbar nach dem Wechsel flog Degenek mit Gelb-Rot vom Platz, doch anstatt nun die Partie an sich zu reißen, gerieten die Platzherren sogar noch deutlicher in Rückstand. Philipp Mwene traf nach einer knappen Stunde mit einer verunglückten Flanke, die hinter Penz ins lange Eck fiel, zum 0:2. „Unserem Passspiel hat die gewohnte Präzision gefehlt und im Aufbau haben wir zu viele Fehler gemacht“, bemängelte der Trainer. Pech hatten die Hoffenheimer bei einem Lattenschuss von Barış Atik.

Immerhin steckten die Krücken-Schützlinge nie auf. Die Schlussphase hatte es dann noch einmal ordentlich in sich. In der 90. Minute verwandelte Yannick Thermann einen Foulelfmeter zum Anschlusstreffer, anschließend warfen die Hoffenheimer alles nach vorne. Krücken beorderte Innenverteidiger Süle in die Spitze. Nach einem Eckball Atiks hielt Ömer Yıldırım den Fuß hin und sorgte für den kaum noch für möglich gehaltenen Ausgleich (90.+2).

„Wir haben noch einiges an Arbeit vor uns“, war Krücken trotz des gefühlten Siegs nicht hundertprozentig zufrieden. „Wir haben es nicht geschafft, aus unserer Überzahl mehr Kapital zu schlagen, weil wir zu hektisch agiert haben.“

Mit zwei Spielen in der Hinterhand haben die Hoffenheimer weiterhin einen Zähler Rückstand auf die Zweitplatzierten Stuttgarter. Am Mittwoch im Nachholspiel beim FSV Frankfurt soll schließlich mit einem Sieg der Sprung auf Rang zwei gelingen.

TSG 1899 Hoffenheim – VfB Stuttgart 2:2 (0:1)

Hoffenheim: Penz – Yıldırım, Fesser (63. Sonderegger), Süle, Schorr, Thermann, Diebold, Canouse, Pfeffer (46. Boettcher), Atik, Karaman (78. Koblenz).

Stuttgart: Fuhry – Mwene, Degenek, Lovrić, Büyüksakarya, Yalcın, Kimmich, Förster (88. Akkaya), Schwarz (79. Hölzli), Eisele (68. Wilske), Werner (81. Weiss).

Tore: 0:1 Degenek (24.), 0:2 Mwene (57.), 1:2 Thermann (90., Foulelfmeter), 2:2 Yıldırım (90.+2). Zuschauer: 250. Schiedsrichter: Timo Wlodarczak (Babra-Weiterode). Karten: Gelb für Canouse; Gelb-Rot für Degenek (46., wiederholtes Foulspiel).

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