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26.04.2013

Timmy Simons: "Hoffenheim wird uns bearbeiten"

Timmy Simons (36) ist aus dem defensiven Mittelfeld des 1. FC Nürnberg kaum wegzudenken. Der Belgier legt viele Kilometer zurück, sorgt für Stabilität und ist auch immer wieder für ein Tor gut. achtzehn99.de hat vor der Partie des Clubs bei 1899 Hoffenheim mit Simons über sein Traumtor in Wolfsburg, seine Karriere in der Nationalmannschaft und das Spiel gegen die TSG gesprochen.

Hallo Timmy, du hast in dieser Saison in 30 Bundesliga-Spielen genau 30 Minuten verpasst. Stellt sich da noch keine Müdigkeit ein? Im defensiven Mittelfeld legst du ja viele Kilometer zurück...

Ich habe in meiner Karriere bisher immer viel gespielt. Es ist normal, dass jeder Spieler Verletzungen aus der Vergangenheit mit sich herumschleppt. Vor allem in den Vorbereitungen auf die Spielzeiten spüre ich den Rücken oder die Knie gerade als älterer Spieler. Hier kann ich aber mittlerweile genau steuern, wann ich einmal nicht Vollgas geben kann. Eine gute Ernährung und Lebensweise – viel Wasser, gutes Essen und viel Schlaf – sind außerdem wichtig. Aber das ist kein großes Geheimnis für einen Sportler.

Du bist inzwischen 36 Jahre alt, spielst aber eine bärenstarke Saison. Erleben die Fans den besten Timmy Simons seiner Karriere?

Das sollten andere beurteilen. Ich fühle mich gut. Das Entscheidende ist aber der Erfolg der Mannschaft und nicht meine Person. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass ich immer spiele, aber ich fühle mich in meinem Alter immer noch fit.

Dein 1:2 in Wolfsburg ist eines der Marke "Tor des Jahres". Der sollte genau so rein, oder?

Na klar. (lächelt) Ich habe den Ball perfekt getroffen. Leider wurde der Schuss nicht einmal zum "Tor des Monats" gewählt. Trotzdem erinnere ich mich nicht an viele Treffer in meiner Karriere, die so schön waren. Ich denke, es war sogar das schönste Tor bisher.

In München hast du allerdings deinen ersten Elfmeter in der Bundesliga verschossen. Ärgert dich der Verlust der weißen Weste?

Davor hatte ich eine Quote von einhundert Prozent. Die wollte ich gerne halten. Wenn man nicht trifft, ärgert man sich immer. Das ist ganz normal – egal, gegen welchen Gegner.

Jetzt müsst ihr nach Hoffenheim. Was für ein Spiel erwartest du?

Hoffenheim ist im Abstiegskampf. Wir erwarten ein Team, das uns bearbeiten wird. Da müssen wir dagegen halten und unser Ding durchziehen.


Habt ihr nach der unerwarteten Heimpleite im Frankenderby gegen Fürth etwas gutzumachen?

Jedes Spiel ist wichtig, es geht immer weiter. Wir haben im Derby alles versucht, aber leider fehlte uns das Quäntchen Glück an diesem Tage. Dann wird es schwer, so ein Spiel zu gewinnen. Wir wollen in jedem Spiel punkten, um unser Ziel, die 40-Punkte-Marke, zu erreichen.


Die Länderspiele in der WM-Qualifikation hast du zumeist auf der Bank verbracht. Belgien hat aber sehr gute Chancen auf Brasilien 2014. Wäre das ein perfekter Karriereabschluss? Dein Vertrag in Nürnberg ist dann auch ausgelaufen.

Mal sehen, was die Zukunft bringt. Mein letztes großes Ziel auf internationaler Ebene ist die Weltmeisterschaft. Ich versuche alles dafür zu machen, dass ich das noch schaffe. Sollten wir uns qualifizieren, stehen die Chancen nicht schlecht. (schmunzelt)

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