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20.04.2013

1899 in Leverkusen in Unterzahl chancenlos

Im Vergleich zum Spiel in Wolfsburg verändert Cheftrainer Markus Gisdol seine Startelf auf einer Position – für den angeschlagenen Tobias Weis feiert Sebastian Rudy nach seiner Verletzung sein Debüt in der ersten Elf. Die taktische Aufstellung stellt sich wie in den vergangenen Wochen als 4-4-2 mit einer Mittelfeldraute dar.

Bei bestem Frühlingswetter singen die mitgereisten 1899-Fans zu Beginn gleich lauthals "Auf geht's Hoffe, schieß ein Tor". Es entwickelt sich ein Spiel mit viel Tempo, dem aber zunächst die großen Torchancen fehlten. Den ersten Warnschuss gibt Sebastian Rudy dann nach vier Minuten ab – Bernd Leno hält aber sicher.

Offensiv geht bei 1899 viel über die linke Seite – dort harmonieren Fabian Johnson und Sejad Salihovic gut. Defensiv verfolgt die Gisdol-Elf dieselbe Marschroute wie zuletzt. Der ballführende Spieler des Gegners wird früh attackiert und meist in vollem Tempo angelaufen. Vieles ist darauf ausgerichtet, das Leder schnell zu erobern. Leverkusen kommt damit erst nach zehn Minuten zurecht.

Casteels hält Elfmeter

Nach 16. Minuten fällt dann mit dem ersten echten Torschuss der Gastgeber das 1:0. André Schürrle flankt von rechts an den zweiten Pfosten, wo Stefan Kießling per Dropkick unhaltbar aus dreizehn Metern einnetzt.

Der nächste Schock in Minute 23. Eugen Polanski berührt Stefan Kießling im Strafraum – der Stürmer kommt zu Fall: Schiedsrichter Guido Winkmann entscheidet auf Elfmeter und Rot für den polnischen Nationalspieler. Hart aber vertretbar. Koen Casteels hält sein Team mit einer Parade gegen Simon Rolfes aber im Spiel.

Markus Gisol reagiert dann auf die Unterzahl. Patrick Ochs kommt für Stürmer Sven Schipplock aufs Feld. Aber Leverkusen macht in Überzahl weiter das Spiel. Die TSG empfängt die Gastgeber tief in der eigenen Hälfte und lauert auf Konter. André Schürrle sorgt aber für den nächsten Nackenschlag. Sein Rechtsschuss in der 32. Minute schlägt rechts unten ein – keine Chance für Casteels.

Die TSG verdaut das 0:2 schnell. In Minute 36 hat Andreas Beck mit links eine gute Schusschance. Leider trifft er den Ball nicht ganz so gut wie vor Wochenfrist in Wolfsburg und Leno pariert. Direkt vor der Pause drückt 1899 noch einmal, aber etwas Zählbares kommt dabei nicht heraus.

Kießling und Schürrle treffen erneut

Markus Gisdol riskiert nach der Pause etwas mehr. Roberto Firmino weicht für den noch offensiveren Joselu. In der Kabine hatte er zuvor wohl die richtigen Worte gefunden. Denn, 1899 übernimmt nach der Unterbrechung das Kommando. Die Drangphase wird aber nicht belohnt und das Geschehen auf dem Rasen beruhigt sich in der Folge.

Bis zur 65. Minuten: Stefan Kießling sorgt für die Entscheidung. Carvajal flankt nach einem langen Diagonalball und der Stürmer trifft per Kopf aus kurzer Distanz. Direkt nach dem Tor wechselt TSG-Trainer Gisdol – Rudy macht Platz für Andreas Ludwig. Nur vier Minuten später macht auch André Schürrle aus elf Metern freistehend seinen Doppelpack. Das 4:0 für die Gastgeber.

Stefan Reinartz haut das Leder zehn Minuten später aus zwölf Metern unter die Latte. Was gut beginnt, wird zu einem schwarzen Nachmittag. Einen großen Vorwurf kann man der Mannschaft aber nicht machen - Leverkusen nutzt seine Chancen konsequent und spielt in Überzahl seine individuelle Klasse aus. Dennoch sind die Abstände vor allem in der zweiten Halbzeit zu groß. Leverkusen schlägt daraus gnadenlos Kapital. Eine verdiente, aber vielleicht etwas zu hohe Niederlage der TSG.

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