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FRAUEN
25.03.2013

Frauen: Schwarzer Tag gegen Sand

In der 2. Bundesliga musste 1899 Hoffenheim einen Rückschlag hinnehmen. Wie im Hinspiel unterlag die Mannschaft um Trainer Jürgen Ehrmann dem SC Sand. Die Partie im Dietmar-Hopp-Stadion endete 0:3 (0:1), Hoffenheim rutscht damit auf den zweiten Tabellenplatz ab. Für die Gäste trafen Stéphanie Wendlinger und Betsy Hasset mit einem Doppelpack.

„Es war eine verdiente Niederlage. Heute hat bei uns nur sehr wenig gestimmt. Bis auf zwei Spielerinnen lagen alle unter ihrer Normalform“, musste Trainer Ehrmann nach dem Spiel zugeben. Bei den Gegnerinnen stimmte hingegen so gut wie alles. Die Hoffenheimerinnen begannen mit einer Änderung in der Startelf. Erstmals spielte Mana Iwabuchi von Beginn an. Den Platz hinter der Spitze machte Christine Schneider für die Japanerin frei, rückte in die Innenverteidigung und Madita Giehl nahm auf der Bank Platz.

Nur in den ersten Minuten konnte Hoffenheim Druck auf die Defensive des Tabellendritten aufbauen und hatte in diesen auch die beste Möglichkeit. 17 Meter vor dem Tor wurde Iwabuchi gefoult. Der anschließende Freistoß von Stephanie Breitner war gut, traf aber die Latte. In der Folge war die Partie ausgeglichen. Sand stand zwar defensiv, wurde in der Offensive aber immer wieder gefährlich. Die erste gute Chance hatte Christine Veth, als sie in der rechten Strafraumhälfte frei vor dem Tor auftauchte, ihr Schuss aber mitten aufs Tor ging. Die Torraumszenen wurden weniger, Hoffenheim leistete sich bereits im Spielaufbau zu viele Fehler, verlor viele Zweikämpfe und fand nicht in sein Spiel. Mit dem Halbzeitpfiff gerieten die Gastgeberinnen, die von der Tribüne lautstarke Unterstützung bekamen, in Rückstand. Nach einer Ecke konnte die TSG den Ball nicht klären, Wendlinger nutzte die Unordnung und erzielte das 0:1 (45.).

Neuseeländischer Doppelpack entscheidet Spiel

In der Pause reagierte Ehrmann und brachte Chantal Fuchs für Annika Eberhardt. Hoffenheim war mit nun zwei Spitzen offensiver aufgestellt, tat sich aber schwer. Weiterhin leisteten sich die Kraichgauerinnen zu viele Fehler und fanden kein Durchkommen durch die Sander Defensive, die sicher stand. Hoffenheim kam nur mit Standards vor das Tor. Nach einer Ecke stand Hartel am langen Pfosten völlig frei, die Hereingabe von Theresa Betz war allerdings etwas zu hoch. Martina Moser erreichte einen Freistoß von Breitner wenig später zwar mit dem Kopf, ihr Versuch ging aber übers Tor. Das waren die besten Chancen in der zweiten Halbzeit für die Hausherrinnen, die im Topspiel leider einen schlechten Tag erwischten. Und statt den Ausgleich zu erzielen, musste die TSG noch zwei weitere Gegentreffer hinnehmen. Mit einem Doppelpack innerhalb von zwei Minuten (82., 84.) machte die neuseeländische Nationalspielerin Betsy Hasset alles klar und schraubte das Ergebnis auf 0:3 in die Höhe.

Für die Hoffenheimerinnen, die sich für die Partie viel vorgenommen hatten, war es ein unglücklicher und enttäuschender Nachmittag, der neben der Niederlage auch mit dem Verlust der Tabellenführung endete. Der 1. FC Köln setzte sich beim FC Bayern München II mit 1:0 durch und liegt jetzt wieder zwei Punkte vor Hoffenheim (37 Zähler) auf dem ersten Platz. Sands Trainer Oliver Dewes sagte nach der Partie: „Für Hoffenheim war es wohl das schwerste Spiel, für uns das leichteste. Der Auftritt meines Teams hat mir sehr gut gefallen und wir haben verdient gewonnen.“ Am kommenden Wochenende trifft Hoffenheim am Ostersonntag auswärts auf den 1. FFC 08 Niederkirchen.

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