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FRAUEN
06.03.2013

Frauen: Gejagte im Vorteil

Stephanie Breitner ist auf dem Feld zurückgestuft worden – vom 6er zur Innenverteidigerin. Gegen Saarbrücken tauchte sie in der zweiten Halbzeit dennoch oft in der gegnerischen Hälfte auf. Über die Partie gegen die Saarländerinnen, das Dasein als Spitzenreiter und das Spiel in Bardenbach spricht die 20-Jährige im Interview.

Glückwunsch zur vorerst sicheren Tabellenführung. Fühlt sich gut an, oder?

Das ist natürlich ein schöner Anblick, wenn man auf die Tabelle schaut und seine Mannschaft als Spitzenreiter sieht. Trotzdem wissen wir, dass uns noch neun schwere Spiele bevorstehen und es verdammt schwer werden wird, die Tabellenführung zu verteidigen.

Wie war Deine Gemütslage vor der 83. Minute am Sonntag?

Je länger das Spiel dauerte desto schwerer war es für uns, das Spiel noch zu drehen. Die Zeit spielte natürlich für Saarbrücken, die sich bei allen Aktionen sehr viel Zeit gelassen haben, um uns dadurch unseren Spielfluss zu nehmen. Wir hatten das Spiel größtenteils im Griff, nur ein Tor wollte uns einfach nicht gelingen. Deshalb wäre es sehr ärgerlich gewesen - bei so vielen Chancen - wenn wir hier Punkte liegen gelassen hätten.

Hast Du am Sonntag immer an den Sieg geglaubt?

Ja! Ich wusste, wenn wir ein Tor machen würden, würden wir das Spiel auch noch drehen. So war es dann auch. Als das erste Tor fiel, war der Bann gebrochen.

Was waren die entscheidenden Punkte, mit denen Ihr das Spiel gegen Saarbrücken doch noch umgebogen habt?

Jede von uns wusste, wie wichtig der Sieg gegen Saarbrücken für uns ist. Der absolute Siegeswille war gerade in der zweiten Halbzeit bei jedem zu spüren. Und nur mit diesem Siegeswillen, konnten wir das Spiel noch drehen.

War Dir in der Innenverteidigung gegen Ende langweilig, weil Du viele offensive Vorstöße hattest?

Je länger das Spiel dauerte, desto geringer wurde natürlich auch die Chance, das Spiel noch zu drehen. Hinten hatten wir eigentlich alles im Griff, weil Saarbrücken tief in der eigenen Hälfte stand und versucht hat, die Führung über die Zeit zu retten. Ich habe einfach nochmal alles probiert, um das Spiel doch noch für uns zu entscheiden.

Apropos, wie gefällt es Dir in der Innenverteidigung?

Es ist natürlich schon eine Umstellung von der 6er Position auf die Innenverteidigung. Aber ich kenne die Position noch von unserer Regionalligazeit. Ich denke, ich brauche noch ein wenig Zeit, um mich an die Umstellung zu gewöhnen. Ich versuche, immer mein Bestes zu geben, egal wo ich spiele.

Auch wenn Köln sein Nachholspiel am Wochenende gewinnt, bleibt Ihr Tabellenführer – bist Du lieber Gejagte oder Jägerin?

Natürlich lieber Gejagte. Wir haben jetzt alles selbst in der Hand, müssen nicht auf andere schauen und können uns auf uns konzentrieren. Ich sehe es auch als leichten psychologischen Vorteil, Gejagter zu sein.

Ihr habt erst neun Gegentore bekommen. Was macht Eure Defensive so stark?

Unser Ziel ist es natürlich, so wenig wie möglich in der Defensive zuzulassen. Das ist uns in den meisten Spielen ganz gut gelungen. Trotzdem wissen wir, dass wir uns auch hier noch verbessern können.

Am Wochenende ist Spielpause. Wie geht es dann in Bardenbach weiter?

Bardenbach hat sich in der Winterpause gut verstärkt und spielt auf Kunstrasen. Das wird ein ganz anderes Spiel als in der Vorrunde. Die Spielpause kommt uns gelegen, da wir zurzeit viele Kranke und Verletzte haben. Ich hoffe, dass diese in der nächsten Woche alle wieder fit sind und wir uns komplett und voll konzentriert auf das Spiel vorbereiten können.

Dein Tipp für das Spiel im Saarland?

Ich bin sicher, wenn wir alles abrufen, werden wir das Spiel gewinnen. Wichtig sind die drei Punkte.

Am kommenden Wochenende beginnen auch für die zweite Mannschaft Hoffenheims wieder die Pflichtspiele in der Regionalliga. Wie die Vorbereitung lief und was das Team am Sonntag, 10. März beim FC Memmingen erwartet, gibt es hier zu lesen.

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