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01.04.2013

"Die erste Reihe hüpft" und das Badnerlied - Mit dem Fanbus nach Schalke

Ein Bus, drei Stopps, vier Fanclubs, 15 hüpfende Reihen, knapp 60 Mitfahrer und fast sechs Stunden Fahrtzeit - das ist die Fahrt mit dem Fanbus der Brigade 1899 Baden zum Auswärtsspiel auf Schalke in Zahlen. Wer sagt, dass Zahlen nie lügen, hat recht, verpasst aber so einiges: Emotionen und Stimmung, Gemeinschaft und Hingebung.

Um Punkt neun Uhr geht die Reise in Sinsheim los - auf Richtung Gelsenkirchen. Erster kurzer Zwischenstopp ist Heidelberg-Wieblingen. Dort steigen 15 Mitglieder der Kraichgauer Meisterjäger zu. Im Bus ist damit endgültig eine bunte Mischung aus Mitgliedern der Brigade 1899 Baden, der Rhein-Neckar Supporters und des Fanclubs Neckartal vereint. Der Bus wird nun mit Wimpeln und Fahnen verziert und die ersten Gesänge hallen durch den Innenraum. Bei "die erste Reihe hüpft, die erste Reihe hüpft" werden alle zum Mitmachen animiert.

Danach werden Fangesänge angestimmt und zum ersten, aber sicherlich nicht letzten Mal das Badnerlied. Es erklingt aus allen Kehlen. Bis zum ersten Halt in Bad Camberg wird gesungen und viel miteinander geredet. Über den Verein, die derzeitge Situation, über einzelne Spieler, über das Erfolgserlebnis in Fürth und frühere Auswärtsfahrten. Die meisten im Bus sind oft dabei - egal wohin es geht, die TSG wird unterstützt. Und so wird auch ein kleiner Blick voraus auf das Spiel in Bremen gewagt. Abfahrtszeit ist dann aller Voraussicht nach um 5.00 Uhr morgens.

Die Toten Hosen und AC/DC bringen in Stimmung

Auf der Raststätte in Bad Camberg trifft man sich mit anderen Fanbussen der TSG. Auf einer Bank werden Kaffee und Brezeln verkauft - alles ist sehr familiär. Insgesamt 1500 1899-Fans haben den Weg nach Schalke auf sich genommen - die meisten davon in Bussen. Manch einer singt sich nach der Pause so inbrünstig die Seele aus dem Leib, dass andere fürchten, die Anfeuerung im Stadion könne unter kurzzeitigem Stimmverlust leiden. Doch da sollte sich keiner Sorgen machen. "Das ist eine Auswärts- und keine Kaffefahrt", dröhnt es aus dem hinteren Teil des Buses.

Aus den Boxen der Radioanlage wird anfangs mit den aktuellen Charts, später mit härteren Klängen der Toten Hosen und von AC/DC eingeheizt. Die Stimmung erreicht irgendwo in Nordrhein-Westfalen, wenige Kilometer vor Bottrop, wo sich der Brigade-Bus mit den anderen Fanbussen versammelt, ihren Höhepunkt. Mit Stolz wird das Badnerlied zum x-ten Mal gesungen, im Überholvorgang anderer 1899-Busse wird laut an die Scheiben geklopft.

Alle bringen sich schon in die richtige Stimmung für die Veltins Arena. Kurz vor dem Stadion ziehen sich diejenigen um, die die Fahrt nicht ohnehin im Trikot der TSG oder anderen Fan-Klamotten angetreten haben. Draußen schneit es - da zieht mancher noch ein T-Shirt drunter. Schals werden an den Gürtel gebunden; die Verbundenheit mit der TSG soll jeder sehen.

Nach knapp sechs Stunden kommt der Bus auf Schalke an - die Vorfreude auf die Partie ist groß. Jeder aus dem Brigade-Bus ist gewillt, die TSG auf dem Rasen nach vorne zu brüllen. So eine Fahrt zum Auswärtsspiel ist ein Erlebnis, das sich kein Fan auf Dauer entgehen lassen sollte.

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