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26.11.2012

Zwei Hoffenheimer für die USA

Für Fabian Johnson und Daniel Williams, die beiden US-Nationalspieler in Reihen der TSG 1899 Hoffenheim, ist das Länderspieljahr mit dem 2:2 in Russland zu Ende gegangen. Nachfolgend ziehen die beiden US-Boys ein kleines Fazit, äußern sich zum Lob von US-Nationalcoach Jürgen Klinsmann und charakterisieren sich gegenseitig.

Jürgen Klinsmann, euer Nationalcoach, hat sich kürzlich sehr positiv zu euch geäußert. Er sagte, dass Daniel einen hervorragenden Part auf der Sechser-Position spielt und Fabian auf dem besten Wege zu einem Weltklasse-Außenspieler sei. Wie geht ihr mit so viel Lob um?

Daniel Williams: Natürlich macht uns das stolz. Er ist eine Fußball-Legende, besonders im deutschen Fußballsport. Daher ist es eine große Auszeichnung und zusätzliche Motivation, weiter alles zu geben und das Beste aus sich herauszuholen.

Außerdem ward ihr beide nominiert für die Wahl zum Fußballer des Jahres in den USA – Danny beim Nachwuchs. In dieser Woche wurde die Entscheidung bekannt gegeben: Clint Dempsey und Rubio Rubin. Könnt Ihr die Wahl nachvollziehen?

Fabian Johnson: Clint war ja Titelverteidiger und hatte wieder ein super Jahr. Er hat sowohl in der Nationalmannschaft als auch im Verein viel getroffen und es ist für ihn gut gelaufen, also geht das schon in Ordnung.

Ist es nicht dennoch eine Auszeichnung überhaupt bei den fünf Nominierten gewesen zu sein?

Fabian Johnson: Doch auf jeden Fall. Es kam auch ein wenig überraschend – für den Danny genauso wie für mich. Deswegen sind wir glücklich, dass wir dabei waren.

Wenn ihr euch kurz gegenseitig beschreiben würdet. Was zeichnet den anderen aus?

Daniel Williams: Auch für mich ist Johnny links hinten einer der besten in der Bundesliga, weil er nicht nur Defensivqualitäten hat, sondern auch sehr viel mit nach vorne macht und das zeichnet einen modernen Außenverteidiger aus. Vor allem ist er sprintstark und technisch super. Deswegen kann ich die Aussage von Jürgen Klinsmann schon nachvollziehen.

Fabian Johnson: Ich denke Danny ist so ein Sechser, den man im Team braucht. Er gewinnt die Zweikämpfe vor der Abwehr und spielt dann den schnellen Ball nach vorne. Wenn mal so ein entscheidender Zweikampf auf der Kippe steht, dann gewinnt er die Duelle und das ist wichtig für das Team, damit auch Stabilität reinkommt.

Fabian spielte ja schon für das US-Team als Du, Daniel, zum ersten Mal berufen wurdest. War er dir dann am Anfang eine große Hilfe?

Daniel Williams: Auf jeden Fall. Es erleichtert alles, wenn man auch den einen oder anderen Spieler hat, mit dem man deutsch sprechen kann. Wenn man sogar im gleichen Club spielt, hat man natürlich gleich eine Bezugsperson. Aber ich muss auch sagen, dass die anderen Amerikaner alle super in Ordnung sind und mich da gut aufgenommen haben.

Mit Jermaine Jones, Timothy Chandler und Terrence Boyd bildet ihr so eine kleine deutsche Einheit im USTeam. Kann man da von Grüppchen-Bildung sprechen?

Fabian Johnson: Was heißt Grüppchenbildung. Wir verstehen uns zwar ganz gut, aber die Mannschaft ist generell durchgemischt. Jeder unternimmt viel mit jedem und daher ist das nicht der Fall.

Es stehen jetzt keine Länderspiele mehr an. Wie würdet ihr denn das zurückliegende Jahr beschreiben?

Daniel Williams: Ich ziehe ein positives Fazit. Natürlich muss man sich an den Reisestress gewöhnen, da wir schon viele Termine in den USA haben und dann doch acht oder neun Stunden im Flieger sitzen. Aber es macht auf jeden Fall Spaß und ich habe auch viele Erfahrungen machen können, die mir keiner mehr nehmen kann.

Fabian Johnson: Das sehe ich auch so. Wir sind jetzt in der nächsten Quali-Runde zur WM. Haben im vergangenen Jahr gegen große Mannschaften gespielt, da recht gut ausgesehen und auch einige gewonnen. Also können wir

sehr zufrieden sein.

Und die Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien ist für nächstes Jahr das große Ziel?

Daniel Williams: Wir sind jetzt in der zweiten Runde und die ist natürlich auch ein bisschen schwerer mit Gegnern wie Mexiko oder Jamaika. Aber ich glaube schon, wenn wir uns konzentrieren und unsere Leistung bringen, können wir die WM erreichen.

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