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28.11.2012

Vier Gegentore – zu viel für dringend benötigte Punkte

Die TSG 1899 Hoffenheim bleibt auch nach dem 14. Spieltag mit zwölf Zählern auf dem Relegationsplatz. Beim 1. FC Nürnberg kann die Mannschaft von Markus Babbel nicht die so dringend benötigte Punkte erreichen und kassiert eine 2:4-Niederlage. In einer weitgehend ausgeglichenen Partie, zeigten die Gastgeber in punkto Zweikampfhärte und Chancenverwertung den entscheidenden Unterschied.

Im Vergleich zum Sonntag nahm Babbel zwei Änderungen in seiner Startformation vor: Sven Schipplock spielte in vorderster Front anstelle von Joselu und Daniel Williams, der anstelle von Vincenzo Grifo von Beginn an agierte, rückte auf die Sechser-Position. Die allererste gefährliche Aktion des Spiels war ein Distanzschuss von der linken Seite durch Kevin Volland in der vierten Minute, der sein Ziel am langen Pfosten verfehlte. Die erste Torannäherung der Gastgeber war dann ein Freistoß nur zwei Minuten später. Kiyotakes Hereingabe, die Sebastian Rudy leicht mit dem Kopf berührte, ging quer durch den Fünfer und landete zum 1:0 im langen Eck.

Nürnberg versuchte danach die Verunsicherung der TSG zu nutzen und kam nach einem schnell vorgetragenen Konter erneut durch den Japaner Kiyotake zu einer weiteren Großchance. Der zurückgeeilte Fabian Johnson klärte auf der Linie. Danach steigerten sich die Kraichgauer ohne zunächst eine torgefährliche Situation heraufbeschwören zu können. In der 32. Minute hätte Timo Gebhart beinahe den zweiten Treffer für den Club erzielt, doch 1899-Keeper Koen Casteels war zur Stelle. Praktisch im Gegenzug setzte sich Volland auf der linken Seite durch, dessen präzise Flanke von Schipplock aus kurzer Distanz per Kopf zum 1:1-Ausgleich genutzt werden konnte. Kurz vor dem Pausenpfiff erhielt der FCN einen weiteren Freistoß. Aus etwa 20 Metern zirkelte Gebhart den Ball aufs Tor, Casteels lenkte ihn an die Latte ab, aber den Abpraller erwischte Nilsson per Flugkopfball zur erneuten Führung.

Club in Lauerstellung

Zur zweiten Hälfte brachte Babbel Takashi Usami für Matthieu Delpierre ins Spiel und Williams ging auf die Innenverteidiger-Position zurück. Die Nürnberger beschränkten sich fortan auf die defensive Ordnung und warteten auf die Kontergelegenheit. Nur drei Minuten nach Wiederbeginn nahm sich Volland, der jetzt als hängende Spitze agierte, ein Herz und feuerte einen Schuss aus gut 25 Metern, den der Nürnberger Torhüter Schäfer nur mit Mühe parieren konnte. Die TSG tat sich jedoch schwer in die gefährliche Zone zu kommen. So hatte der FCN die nächste gute Gelegenheit in der 62. Minute. Erneut Kiyotake verzog aus rechter Position etwa acht Meter vor dem Tor. Kurze Zeit darauf wechselte Babbel mit Eren Derdiyok für Roberto Firmino eine zweite echte Spitze ein.

Bevor diese Maßnahme greifen konnte, geriet eine Rückgabe von Compper zu kurz, Polter ahnte die Situation, dribbelte mit Tempo am herauseilenden Casteels vorbei und erzielte den dritten Club-Treffer des Abends. Noch einmal kämpfte sich die TSG zurück und schaffte mit noch zehn Minuten auf der Uhr den erneuten Anschlusstreffer. Nilsson hatte im Strafraum den Ball mit der Hand berührt und Sejad Salihovic den Strafstoß sicher zum 2:3 verwandelt. Als die Kraichgauer nun die letzten Kräfte mobilisierten, gelang Kiyotake mit einer weiteren glänzenden Aktion die Entscheidung. Vor dem Strafraum quer laufend legte sich der Japaner den Ball auf den rechten Fuß und zirkelte die Kugel über den Innenpfosten ins Tor zum 2:4-Endstand.

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