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U23
08.11.2012

U23: Trier kommt mit Rückenwind – und Torjäger Pagenburg

Am Sonntag, 14 Uhr, wird es zugig im Dietmar-Hopp-Stadion. Denn mehr Rückenwind, als der aktuelle Tabellenfünfte SV Eintracht Trier am 17. Spieltag der Regionalliga Südwest mit in die Silbergasse bringt, geht eigentlich kaum.

Es wird jede Menge los sein in der Silbergasse, wenn die Moselstädter aufkreuzen. Gemessen an den Experteneinschätzungen vor der Saison mag die Truppe von Trainer Roland Seitz den Erwartungen auf Platz fünf noch etwas hinterherhinken, doch 13 Punkte aus den letzten fünf Begegnungen sprechen eine deutliche Sprache. Der ehemalige Zweitligist ist auf dem Vormarsch und bringt zudem den gefährlichsten Torjäger der Liga mit: Chhunly Pagenburg, zwölf Bundesliga-Spiele für den 1.FC Nürnberg und seit 2011 an der Mosel unter Vertrag, traf bislang 14 Mal in 15 Spielen. Große Aufmerksamkeit erregte das 3:2 am vergangenen Wochenende gegen den SSV Ulm, als Pagenburg in den letzten 20 Minuten im Alleingang einen 0:2-Rückstand in ein 3:2 drehte. Es war der vierte Sieg im fünften Spiel und hätten die Trierer keinen „schwarzen September“ erlebt, als sie drei Partien in Folge verloren und gänzlich sieglos blieben, könnten sie einige Plätze weiter oben stehen.

Für die älteren Trierer Anhänger hat der Ausflug ins Dietmar-Hopp-Stadion zusätzlich zur sportlichen Brisanz auch einen emotionalen Bezug. Am 11. Mai 2002 feierte die Eintracht hier mit einem 2:1-Sieg – Siegtorschütze war der einstige Pokalschreck und heutige Co-Trainer Rudi Thömmes – nach 20-jähriger Absenz die Rückkehr in die 2. Bundesliga.

Großer Auflauf

Aus der Medienabteilung des früheren Zweitligisten haben sich allein sieben Mitarbeiter für Sonntag angekündigt, mehrere 100 Fans werden die Blau-Schwarzen, die schon am Vortag anreisen und in Wiesloch übernachten, unterstützen. Scouts aus ganz Deutschland werden zudem die Notizblöcke zücken – es ist also alles angerichtet für ein Fußball-Leckerbissen.

Auch die Hoffenheimer gehen mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen in die Partie. Das Team von Trainer Frank Kramer hat mit drei Siegen in Serie die Tabellenspitze zurückerobert und zuletzt dem 1.FC Eschborn beim 4:1 keine Chance gelassen. Und das, obwohl einige Stammkräfte den Sprung in den Profi-Kader geschafft haben und gar nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch an diesem Wochenende wird sich erst kurzfristig entscheiden, welche Spieler in der U23 zum Einsatz kommen werden. Kramer hat sich an diese Situation längst gewöhnt. Sein Vertrauen gilt ohnehin dem gesamten Kader, denn auch die Jungs aus der zweiten Reihe haben ihre Leistung immer abgerufen, wenn sie gebraucht wurden. Definitiv ausfallen wird weiterhin Florian Ruck (Bänderverletzung), dafür kehrt Pelle Jensen nach seiner Sperre wieder zurück.

Die Trierer kommen mit der hinter Kassel zweitältesten Mannschaft nach Hoffenheim und werden nicht zuletzt wieder auf die Torgefährlichkeit Pagenburgs setzen, der über 60 Prozent aller Trierer Treffer markiert hat. Den Vornamen Chhunly hat der gebürtige Nürnberger von seiner kambodschanischen Mutter, er bedeutet so viel wie „Glück im Frühling“. Entsprechende Wortspiele wären jetzt langweilig. Das Spiel am Sonntag wird es mit Sicherheit nicht.

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TSG 1899 Hoffenheim II – Eintracht Trier, Sonntag, 11. November, 14 Uhr, Dietmar-Hopp-Stadion

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