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U23
08.02.2012

U23: Namibia, Tag 1 / Pressekonferenz mit dem Rekordmeister

Bei klirrender Kälte und Schneewehen verabschiedete sich der U23-Tross am Dienstagnachmittag vom Trainingszentrum Zuzenhausen, um 24 Stunden später bei perfekten Bedingungen im Independence Stadium von Windhoek die erste Einheit des zehntägigen Namibia-Trainingslagers zu bestreiten.

Mit einer Stunde Verspätung hob die Maschine der „Namibia Air“, die gemeinsam mit dem „Namibia Tourism Board“ das 1899-Trainingslager im Südwesten Afrikas unterstützt, ab und beförderte die 19 Spieler plus Funktionäre sicher in die Hauptstadt Windhoek. Bei einem Zeitunterschied von einer Stunde stand ein Jetlag ohnehin nicht zu befürchten, und glücklicherweise blieb auch der Klimaschock trotz eines Temperaturunterschieds von 40 Grad dank Regenwetters aus.

Nach dem Einchecken im zentral gelegenen Hotel stand für die Mannschaft zunächst ein Erkundungsspaziergang entlang der Independence Avenue auf dem Plan, während Teamleiter Thomas Gomminginger zu einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz eilte. In den Geschäftsräumen der First National Bank, dem Sponsor des aktuellen Premier-League-Tabellenführers und namibischen Rekordmeisters Black Africa, kündigte Klub-Präsident Cassius Moetie den zahlreichen Medienvertretern das Freundschaftsspiel am kommenden Sonntag an. Gemeinsam mit dem ehemaligen Nationalspieler Lolo Goraseb, der einst ein Probetraining bei Bayer Leverkusen absolvierte und in Namibia eine Fußball-Ikone ist, brachte er seine Freude über den hohen Besuch aus Deutschland zum Ausdruck: „Der Fußball hat in diesem Land ein großes Potenzial, aber er wird nicht entsprechend gefördert. Daher erhoffen wir uns von diesem Besuch wertvolle Impulse.“ Goraseb, der mit den „Brave Warriors“ – wie die namibische Nationalmannschaft genannt wird – 1998 erstmals die Endrunde im Africa-Cup erreichte, prophezeit dem Fußball in seinem Land eine rosige Zukunft und bezeichnete die U23-Auswahl, mit der es die Kramer-Schützlinge noch zu tun bekommen werden, als harte Nuss. Für die Hoffenheimer geht es aber neben der Vorbereitung auf die Rückrunde auch darum, sich in sozialen Projekten zu engagieren.“ So steht etwa am Donnerstag eine gemeinsame Einheit mit der U13- und U15-Mannschaft eines lokalen Klubs an.

Im Independence Stadium, dem Nationalstadion Namibias, bat Trainer Frank Kramer am Nachmittag seine Jungs erstmals auf den Platz. Während auf der Leichtathletikbahn unter anderem Namibias Sprintstar Hitjivirue Kaanjuka, der legitime Nachfolger des ehemaligen 200-m-Weltmeisters Frankie Fredericks, trainierte, zogen die Hoffenheimer die Aufmerksamkeit der Tribünengäste auf sich. Bis auf einige angeschlagene Spieler, die Treppenläufe oder leichte Laufeinheiten absolvierten, zogen alle sehr gut mit. Interessierter Beobachter des 90-minütigen Auftakts war Rolf Beiter, der beim Hauptstadt-Klub SK Windhoek als Spieler und Trainer aktiv war und dort derzeit unter anderem das Amt des Pressewarts bekleidet. Beiter, dessen Vater 1963 nach Namibia auswanderte, lebte Anfang der 90er Jahre fünf Jahre in Deutschland, spielte bei Kramers Heimatklub FC Memmingen und wurde so zu einem guten Freund des U23-Trainers. Die Beiden haben den Kontakt nie abgebrochen und werden sich in diesen Tagen einiges zu erzählen haben – zumal auch ein Testspiel gegen den SKW in Kombination mit einem weiteren Erstligisten, den Ramblers, für Freitagnachmittag vorgesehen ist.

Die anstehenden Testspiele:

Freitag, 10. Februar: Auswahl SK Windhoek / Ramblers – 1899 Hoffenheim U23 (18 Uhr Ortszeit)

Sonntag, 12. Februar: Black Africa – 1899 Hoffenheim U23 (17 Uhr Ortszeit)

Donnerstag, 16. Februar: Namibia U23 – 1899 Hoffenheim U23 (18 Uhr, Ortszeit)

Wussten Sie, dass…

… „Air Namibia“ Frankfurt mit Windhoek seit 1990, also seit der Unabhängigkeit des Landes vor rund 22 Jahren, miteinander verbindet?

… Namibia 2,1 Millionen Einwohner, darunter rund 20.000 deutschstämmige, hat und knapp 32% der Bevölkerung deutsch spricht?

… die Sonne die namibische Nationalflagge ziert?

… sich Namibia aufgrund des kalten Benguela-Stroms vor der Küste nicht als Badedestination eignet?

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