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18.10.2012

Thesker: „Boris gehört zur Mannschaft“

Die deutsche U21-Nationalmannschaft ist nach dem 3:1 im Rückspiel in der Schweiz (1:1 im Hinspiel) qualifiziert für die EM-Endrunde 2013 in Israel. Mit dabei waren mit Sebastian Rudy, Stefan Thesker sowie Kevin Volland drei Spieler der TSG 1899 Hoffenheim. Nach deren Rückkehr in den Kraichgau sprach achtzehn99.de mit Thesker über die weiteren Ziele und eine spontane Aktion für Boris Vukcevic.

Gratulation zur EM-Qualifikation. Das war eine grandiose Leistung beim 3:1 in der Schweiz. Sicher hattet Ihr da anschließend Grund ausgiebig zu feiern?

Wir waren schon erleichtert nach dem Spiel und nach der Rückkehr auch noch ein wenig feiern in Köln. Aber das war nicht ausgiebig, weil wir alle wussten, dass es am Wochenende in der Liga weitergeht.

War das für Euch eine Überraschung, wie gut es im Rückspiel gelaufen ist?

Nein, wir waren uns sicher, dass wir weiterkommen. Aber man weiß ja nie in solchen Entscheidungsspielen, denn wir hatten natürlich Druck und einen starken Gegner. Spätestens ab dem 2:0 wussten wir, dass es klappt.

Du hast in der Partie für den gesperrten Jan Kirchhoff in der Innenverteidigung gespielt. Von der TSG kennen wir Dich eher als Außen. War das eine große Umstellung?

Nein, weil ich eigentlich eher Innenverteidiger bin. Zuletzt wurde ich meist auf der linken Seite eingesetzt und es hat gut geklappt. Ich fühle mich aber auf beiden Positionen wohl – das ist also kein Problem.

Jetzt seid Ihr bei der Endrunde dabei und habt sicher auch das Ziel den Erfolg von 2009 zu wiederholen, als die U21 zuletzt Europameister wurde?

Klar haben wir das Ziel, auch wenn wir jetzt wissen, dass mit Spanien, Holland, England oder auch Italien sehr starke Mannschaften dabei sind. Wenn man sieht wie viele Spieler von der damaligen U21 jetzt in der A-Nationalmannschaft spielen, möchte man natürlich den Titel holen und so die Chance wahren, auch irgendwann den Sprung zu schaffen. In Israel dabei zu sein war unser erstes Ziel, jetzt wollen wir natürlich auch gewinnen.

Beim Aufwärmen vor dem Hinspiel habt Ihr alle das Trikot von Boris getragen und auch gestern unmittelbar nach dem Sieg habt Ihr auf dem Platz in Trikots mit der Nummer sieben gefeiert. Von wem kam da der Anstoß?

Das war irgendwie spontan. Boris gehört einfach zur Mannschaft und war in vielen unserer Quali-Spiele dabei. Wir haben direkt nach dem Spiel gedacht, dass wir Boris irgendwie dazu nehmen wollen, aber eine geplante Aktion war das nicht.

Das heißt, dass Boris auch bei Euch immer ein Thema ist?

Natürlich. Wir haben zwar versucht, den Fokus auf die beiden Spiele zu legen, weil wir uns voll konzentrieren wollten. Es waren schließlich wichtige Partien für uns alle. Aber natürlich fehlte uns Boris, weil er ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft ist und jetzt plötzlich nicht dabei war. Erst recht für uns Hoffenheimer: Wir reisen normalerweise zu viert an und jetzt nur zu dritt!

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