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05.10.2012

Starke: "Erfolg ist kein Selbstläufer"

Am Samstag um 15.30 Uhr steigt die Bundesliga-Partie der TSG 1899 Hoffenheim beim FC Bayern München. Während Takashi Usami vor der Saison von der Isar in den Kraichgau wechselte, ging Torhüter Tom Starke den umgekehrten Weg. Eine besondere Begegnung also für den Ersatzmann von Manuel Neuer. Im Interview äußert sich Starke über seine ersten Eindrücke beim Rekordmeister, seine Rolle innerhalb des Teams und den ganz besonderen Erfolgsdruck beim FCB.

Tom, auch Du hast deine Genesungswünsche nach dem Unfall von Boris Vukcevic zum Ausdruck gebracht. Wie hast du davon erfahren?

Die Nachricht hatte sich sehr schnell über das Internet verbreitet. Ich habe dann gleich bei Dirk Rittmüller angerufen, der mir den Unfall von Boris bestätigte. Ich konnte es zunächst gar nicht glauben.

Ausgerechnet in dieser Situation kommt es zum ersten Aufeinandertreffen mit dem Ex-Klub. Mit welchen Gefühlen blickst du auf das Spiel am Samstag in der Allianz-Arena voraus?

Die Stimmung wird natürlich getrübt sein. Das ist klar. Dennoch freue ich mich die Jungs und auch die Fans der TSG wiederzusehen. Ich hatte schließlich eine schöne Zeit in Hoffenheim.

Sportlich läuft es bis auf die Niederlage in der Champions League rund beim FC Bayern. Dennoch hielt Sportchef Matthias Sammer mit Kritik nicht hinter dem Berg. Wie hat die Mannschaft auf die Schelte reagiert?

Im Grundsatz hat er ja recht. Er hatte im Spiel in Bremen in einigen Situationen einen Schlendrian erkannt und wollte mit der Kritik unsere Sinne schärfen. Durch die Niederlage gegen Borisov hat man gemerkt, dass Erfolg kein Selbstläufer ist.

Aus der Provinz Hoffenheim in die Weltstadt München. Wie hat sich dein Leben seit deinem Wechsel verändert?

Ich verbringe wesentlich mehr Nächte in Hotels, als noch zu meiner Zeit in Hoffenheim (lacht). Nein, ich genieße einfach die Zeit hier. München ist eine tolle Stadt. Wir fühlen uns sehr wohl. Und wenn es dir hier langweilig wird, hast du irgendwas falsch gemacht.

Und sportlich? Du bist als Nummer eins der TSG als Ersatztorhüter für Manuel Neuer nach München gegangen. Fällt es dir nach wie vor schwer auf der Bank zu sitzen oder hast du dich mit deiner Rolle abgefunden?

Natürlich macht es keinen Spaß auf der Bank zu sitzen. Aber meine Rolle war von Anfang an klar definiert. Ich versuche in jedem Training Gas zu geben, um auf den einen Moment vorbereitet zu sein. Du hast hier ohnehin nur Weltklassespieler um dich herum. Da musst du immer konzentriert bleiben. Auch die Aufmerksamkeit ist um ein Vielfaches höher. Unsere Trainingseinheiten verfolgen 2000 Fans, auf unserer Chinareise haben uns sogar 10.000 Fans am Flughafen zugejubelt. Das ist schon beeindruckend und motiviert zusätzlich.

Noch wartest du auf deine ersten Bundesliga-Minuten im Bayern-Dress. Claudio Pizarro durfte gegen seinen Ex-Klub Werder Bremen von Beginn an ran. Wie groß sind die Chancen, dass du gegen die TSG deine erste Bewährungschance bekommen wirst?

Ich glaube, dass Jupp Heynckes nach der Niederlage am Dienstag keine „Experimente“ machen wird. Wenn aber alles so weiter läuft wie bisher, dann werde ich ihn auf jeden Fall auf das Spiel in der Rückrunde gegen Hoffenheim ansprechen. Claudio wurde letzte Woche offiziell verabschiedet. Wenn sich die TSG also so etwas auch einfallen lässt, steigen meine Chancen zu spielen (lacht).

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