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31.10.2012

Samstag gegen Schalke: Wiedersehen mit Markus Gisdol

Fast zwei Jahre lang, von Juli 2009 bis März 2011, war Markus Gisdol Trainer in Hoffenheim. Gleich im ersten Jahr schaffte er mit der U23 den langersehnten Aufstieg in die Regionalliga Süd. Am Samstag kehrt der 43-Jährige in den Kraichgau zurück – als Co-Trainer von Schalke 04. Achtzehn99.de sprach mit dem Fußballlehrer über seine Zeit bei 1899, die aktuellen Ziele mit Schalke und die Zusammenarbeit mit Weltstars wie Raúl.

Herr Gisdol, Sie sind nun schon eineinhalb Jahre Co-Trainer bei den „Knappen“. Worin bestehen Ihre Aufgaben und wie würden Sie die Zeit bewerten?

Schalke war und ist eine wichtige Erfahrung für mich. So konnte ich mit einem großen Fundus an Spielern arbeiten, Amateure und Topstars. Auf Schalke bin ich unter anderem für die taktische Ausrichtung und die fußballspezifischen Trainingsinhalte zuständig.

Am Samstag geht es gegen Ihren alten Klub, die TSG 1899 Hoffenheim. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Arbeit im Kraichgau?

Hoffenheim ist ein besonderer Klub. Ich hatte eine super Zeit, an die ich gerne zurückdenke, und habe mich hier sehr wohlgefühlt. Ich durfte den attraktiven Fußball mitgestalten und erleben, für den Hoffenheim bekannt geworden ist, das hat großen Spaß gemacht und war eine tolle Erfahrung. Frühes Pressing und schnelles Umschalten sind Begriffe, die dafür stehen und die wir auch versuchen, auf Schalke einzubringen.

Aktuell trennen Schalke und Hoffenheim zwölf Punkte und elf Plätze. Wie beurteilen Sie die momentane Situation beider Teams?

Wir haben am Ende der letzten Saison die Situation analysiert und sind zu der Erkenntnis gekommen, dass unser Spiel nach vorn ganz ordentlich war, es aber im Defensivverhalten gehapert hat. Daran haben wir in der Vorbereitung gezielt gearbeitet, und bisher ist es uns ganz gut gelungen, das umzusetzen. Zu Hoffenheim kann und will ich nichts sagen, da bin ich zu weit weg, um mir ein Urteil erlauben zu können.

Sie können mittlerweile auf einige Höhepunkte zurückblicken, wie etwa das Champions-League-Viertelfinale bei Inter Mailand oder zuletzt das 2:0 bei Arsenal, ganz zu schweigen vom Derby-Erfolg vor zwei Wochen in Dortmund und dem DFB-Pokalsieg 2011. Was war denn Ihr bislang größtes Erlebnis mit Schalke?

Das ist wahrscheinlich nicht die Antwort, die Sie hören wollen, aber als Trainer ist man bei jedem Spiel so auf den Job konzentriert, dass es keinen Unterschied macht, ob man nun in San Siro, Old Trafford oder sonst wo sitzt. Irgendwann sehe ich das vielleicht anders und erinnere mich gerne an dies oder das zurück, im Moment gilt der Fokus aber jeweils dem Wesentlichen: Dem aktuellen Spiel – egal gegen wen und vor wievielen Zuschauern.

Worin liegen die Unterschiede zwischen dem Training mit Regionalligaspielern und Weltstars wie einem Raùl?

Natürlich gibt es fußballerische Unterschiede zwischen einzelnen Spielern in den verschiedenen Spielklassen. Aber das Wesentliche ist ja die Art und Weise, wie ich mit dem Spieler als Trainer umgehe und arbeite. Wenn ich den Spieler respektiere und ihm einen klaren Plan mit auf dem Weg gebe, er also das Warum seines Handels versteht, wird er auch meine Arbeit respektieren und auf dem Platz umsetzen. Dann haben wir zusammen Erfolg. Da spielt es dann keine Rolle, in welcher Spielklasse wir uns befinden. Das habe ich auch aus der Zusammenarbeit mit Raùl gelernt.

Welche Ziele hat Schalke 04 in dieser Saison?

Wir haben uns im Sommer vorgenommen, wieder die Champions League zu erreichen. Mit allen anderen Sachen beschäftigen wir uns nicht.

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