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25.01.2012

Ćao, Vedad!

Sein Name ist eng mit dem kometenhaften Aufstieg von 1899 Hoffenheim verbunden. Mit 18 Toren in 17 Spielen setzte er in der Hinrunde 2008/09, als die Kraichgauer sensationell an die Spitze der Bundesliga stürmten, ein Ausrufezeichen. Er steht für ein Stück Vereinsgeschichte, erzielte die Bundesliga-Treffer eins und einhundert für die Kraichgauer.

Die Medien sahen nach der geglückten Herbstmeisterschaft schon die 40-Tore-Bestmarke von Gerd Müller fallen. Doch dann kam das Trainingslager in La Manga im Januar 2009. Vedad Ibisevic riss sich im Testspiel gegen den Hamburger SV das Kreuzband und der Traum von der Torjägerkanone und dem internationalen Geschäft zerplatzte wie eine Seifenblase. Heute, drei Jahre später steht der Bosnier vor seinem 50. Bundesliga-Tor. Bejubeln wird er es jedoch anderswo - rund 90 Kilometer südlich von Hoffenheim, wo er nach viereinhalb Jahren beim VfB Stuttgart eine neue Herausforderung sucht. „Ich hatte eine tolle Zeit hier in Hoffenheim, der Verein hat mich immer vorbildlich unterstützt. Ich möchte mich bei meinen Trainern Ralf Rangnick und Holger Stanislawski bedanken und wünsche vor allem meinen ehemaligen Teamkollegen alles Gute“, sagte der Bosnier, der zudem auch den Verantwortlichen inklusive Dietmar Hopp dankte, dass man ihm den Weg zum VfB nicht versperrt habe.

Insgesamt bestritt „Vedo“ 139 Spiele für 1899 in der Bundesliga, Liga zwei sowie im DFB-Pokal und erzielte dabei 55 Tore. Unvergessen bleiben die Momente in der Hinrunde 2008, in denen Ibisevic gemeinsam mit Chinedu Obasi und Demba Ba das Sturmzentrum bildete und die gegnerischen Abwehrreihen durcheinander wirbelte. Aber das Fußballgeschäft ist schnelllebig. Spieler kommen und gehen. In den Annalen der Hoffenheimer Vereinsgeschichte und in den Herzen der Fans hat Vedad jedoch seinen Stammplatz sicher, auch nach seinem Wechsel zum Rivalen mit dem Brustring.

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