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19.10.2012

"Nur" 3:3 in einem begeisternden Spiel

Die TSG 1899 Hoffenheim hat sich für eine super Leistung nicht selbst belohnen können. Das Team von Markus Babbel führte drei Mal und das absolut verdient. Die Kraichgauer präsentierten sich kämpferisch, leidenschaftlich und waren speziell in der zweiten Halbzeit das bestimmende Team. Dennoch gelang Greuther Fürth der Ausgleich in letzter Sekunde.

Trainer Markus Babbel nahm im Spiel Nummer 15.000 der Bundesligageschichte einige Veränderungen in der Startelf vor. Im Tor spielte Tim Wiese nach überstandenem Muskelfaserriss und auf der Sechser-Position feierte der junge Denis Streker seine Premiere.

Den etwas besseren Start hatten die Gäste, die durch schnelles Spiel in die Spitze zu zwei Abschlusschancen kamen - beide Male durch Edu. Ein Freistoß durch Rudy wurde dann jedoch in der achten Minute von Firmino per Kopf zur frühen Führung der TSG genutzt. Unmittelbar danach hatte Usami die nächste gute Gelegenheit, sein Kopfstoß nach Flanke durch Firmino verfehlte das Tor um einen Meter.

Nach gut 20 Minuten war es erneut der Japaner, der mit

einer Einzelaktion vorbei an zwei Gegenspielern in den Strafraum eindrang und zum Abschluss kam. Der Ball war allerdings zu unplatziert, um Torwart Grün in ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Als Joselu kurz vor dem Strafraumeck zu Fall gebracht wurde, entstand durch den anschließenden Freistoß die nächste gefährliche Aktion im Fürther Strafraum: Die scharf reingeschlagene Flanke von Volland verfehlte der Spanier nur um Haaresbreite am Fünfer (31.).

Sechs Minuten vor der Halbzeit kam Prib nach einem langen Einwurf zum Fernschuss, den Wiese glänzend zur Seite abwehren konnte. Beim Nachschuss von Stieber hatte der 1899-Kapitän keine Chance. Der Ball schlug im langen Eck zum 1:1-Halbzeitstand ein.

Ausgeglichen zur Halbzeit

Beide Mannschaften begannen die zweite Hälfte mit dem gleichen Personal wie im ersten Durchgang mit dem Unterschied, dass 1899 nun sofort die Initiative übernahm. In der 51. Minute schickte Rudy den Ball steil auf den rechten Flügel, wo sich Beck behauptete und mit dem Ball in den Strafraum marschierte. Sein Abschluss mit dem linken Fuß misslang jedoch. Nach einem Ballverlust vor dem eigenen 16er hatte Prib eine Schusschance, die Wiese allerdings sicher parierte.

Eine knappe halbe Stunde vor dem Ende verunglückte ein Zuspiel vom Fürther Schlussmann. Der Ball landete zentral rund 30 Meter vor dem Tor bei Volland, der sofort abzog. Doch Grün war gerade noch rechtzeitig zurück, um den Ball um den Pfosten zu lenken. In der 67. Minute war es erneut Volland, der den Ball vor dem Strafraum erkämpfte und direkt zu seinem Sturmpartner Joselu in die Spitze spielte. Der Neuzugang von der iberischen Halbinsel platzierte den Ball am Torwart vorbei ins kurze Eck zum 2:1.

Letzte Viertelstunde Spiel auf ein Tor

Gut eine Viertelstunde vor dem Ende waren es wieder die beiden Offensivakteure der TSG, die im Zusammenspiel vor dem Fürther Tor auftauchten. Der allerletzte Pass misslang. Nach einem Eckstoss von Rudy in der 77. landete der Ball am langen Pfosten bei Joselu, der ihn direkt aus der Luft nahm und an die Latte hämmerte. Nur einem Minute später wurde Volland beim Tempogegenstoß unmittelbar vor der Strafraumgrenze gelegt, der folgende Freistoß brachte jedoch nichts ein.

Praktisch aus dem Nichts ergab sich eine Schusschance für Prib, der mit dem Ball parallel zur Strafraumlinie lief. Sein Schuss landete unhaltbar neben dem Pfosten zum erneuten Ausgleich der Franken. Vier Minuten vor dem Ende marschierte Johnson mit dem Ball nach vorne, sein Zuspiel nahm Volland als Einladung zum Abschluss. Der Ball rutschte ihm allerdings leicht über den Fuß und ging so am Tor vorbei. Aber kurz darauf schickte der Allgäuer wieder einmal Joselu mit einem präzisen Pass in die Gasse. Der erste Schuss des Spaniers konnte Grün noch aufhalten, aber „Lu“ war gleich wieder zur Stelle und markierte seinen zweiten Treffer des Tages.

In der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Schipplock die Chance sogar noch das vierte 1899-Tor zu erzielen. Sein Abschluss konnte jedoch pariert werden. In der buchstäblich letzten Sekunde glich Fürth dann doch noch aus. Nach einem Eckstoß war Sobiech mit dem Kopf zur Stelle und markierte das 3:3.

TSG 1899 Hoffenheim

Wiese – Beck, Delpierre, Compper, Johnson – Streker, Rudy – Firmino, Volland (90. Schipplock), Usami (70. Grifo) – Joselu.

Daten & Fakten zum Spiel »

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