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03.05.2012

Letzter Ausweg Relegationsplatz

Abstieg oder Relegation. Für Hertha BSC heißt es am kommenden Samstag beim Spiel gegen die TSG im Fernduell mit dem 1. FC Köln alles oder nichts. Ein Sieg ist Pflicht, um den sich anbahnenden direkten Abstieg in die Zweitklassigkeit zu verhindern und den erhofften Relegationsplatz zu erreichen. Dabei müssen die Berliner zudem auf Schützenhilfe des FC Bayern München hoffen, denn nur bei einer Niederlage der Geißbock-Elf oder einer Punkteteilung kann Berlin noch den 16. Platz erreichen.

Nach einer guten Hinrunde, die man mit Platz 11 und 20 Punkten abschloss, konnte man in der Rückrunde lediglich acht Punkte sammeln. Nur der bereits feststehende Absteiger aus Kaiserslautern hat eine schwächere Bilanz aufzuweisen. Seit dem 0:6 gegen den FC Bayern München am 26. Spieltag weilen die Hauptstädter nun schon auf Platz 17 der Liga. Zudem wartet man schon seit sechs Partien auf einen Sieg. Auch beim wichtigen Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern verpasste man den erhofften Befreiungsschlag und unterlag mit 1:2. Der Auftritt zuletzt auf Schalke machte ebenso wenig Hoffnung auf Besserung.

Retter Rehhagel

Und das obwohl man sich mit der Verpflichtung von Otto Rehhagel im Februar dieses Jahres von den unteren Tabellenplätzen verabschieden wollte. „König Otto“ löste den erfolgslosen Trainer Michael Skibbe ab, der erst im Januar zur Hertha gekommen war. Unter Skibbe, der wiederum für den entlassenen Trainer Markus Babbel kam, gelang in vier Spielen kein einziger Sieg. Der heutige Trainer der TSG musste damals aufgrund von Differenzen mit Manager Michael Preetz gehen. Doch auch Rehhagel, den die meisten als Retter sahen, konnte den negativen Trend nicht verhindern.

„Uns fehlen Typen“

Einen Grund für die schlechten Leistungen sieht Rehhagel in der Zusammenstellung des Kaders. „Wir haben zu viele Spieler, die gar keine Körpersprache haben, die still sind und sich nicht so artikulieren können“, so Rehhagel nach der Niederlage gegen Schalke. Auch Torhüter Thomas Kraft ist der ähnlichen Meinung: „Uns fehlen Typen, mehr Typen, die dem Gegner wehtun und die eigenen Mitspieler pushen.“ Ein weiteres Problem sind laut Kraft die Leistungen im heimischen Olympiastadion: „Nach vernünftigen Auswärtsauftritten haben wir zuhause jedes Mal riesige Probleme. Das zieht sich durch die gesamte Saison“, so der Torhüter.

Berlin mit Personalsorgen

Als wären die Abstiegssorgen nicht schon Bürde genug, muss Rehhagel nun auch noch um wichtige Spieler bangen. Neben den Langzeitverletzten Maik Franz (Kreuzbandriss) und Fabian Lustenberger (Mittelfußprellung) drohen sowohl Torhüter Thomas Kraft (leichte muskuläre Probleme), Abwehrspieler und Kapitän Christian Lell (schwere Fußprellung) und Stürmer Pierre-Michel Lasogga (Schlag aufs Knie) auszufallen. Alle drei absolvierten in dieser Woche nur ein leichtes Reha-Programm. Dafür rückt der zuletzt gesperrte Levan Kobiashvili wieder zurück in den Kader.

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