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10.03.2012

Hoffenheim chancenlos gegen den Rekordmeister

München bleibt kein gutes Pflaster für 1899 Hoffenheim. Die Kraichgauer gerieten im Auswärtsspiel beim FC Bayern München unter die Räder und mussten sich dem Rekordmeister mit 1:7 geschlagen geben.

Markus Babbel musste bereits kurz vor dem Spiel die beabsichtigte Startaufstellung ändern. Fabian Johnson fiel mit einer Oberschenkelverhärtung kurzfristig aus und wurde von Daniel Williams ersetzt. Der übernahm die Rolle des rechten Außenverteidigers, da Andreas Beck aufgrund der zweiten Gelbsperre in der laufenden Saison nicht mitwirken konnte. Links hinten kehrte Edson Braafheid in die Startelf zurück.

Traumstart für den FCB

Der FC Bayern machte von Beginn an Druck aufs Tor der Hoffenheimer und erarbeitete sich bereits in den ersten Minuten eine Reihe von Chancen. In der fünften Minute starteten die Kraichgauer den ersten zaghaften Angriff. Statt eines Torabschlusses setzte es aber einen Konter über Ribery, den Mario Gomez mit dem 1:0 für den Rekordmeister abschloss. Der denkbar schlechteste Beginn für die Kraichgauer. Gomez musste sich nach dem Treffer behandeln lassen, konnte aber weiter machen. Während die Bayern vor allem über die Flügel wirbelten, fand Hoffenheim keinen Zugriff aufs Spiel und musste bereits in der 12. Minute den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Kapitän Philipp Lahm dribbelte mit Ball von der rechten Außenverteidigerposition in den Strafraum und bediente Thomas Müller. Dessen Schussversuch wurde geblockt, beim zweiten Mal kam Marvin Compper aber gegen Lahm zu spät und verursachte so einen Elfmeter, den Robben sicher ins linke untere Eck schoss.

Offensiv hatte 1899 wenig zu melden. Wenn etwas wie Torgefahr entstand, dann durch Standardsituationen, die Sebastian Rudy hereinbrachte. In der Defensive machte es man dem Gegner leicht. Abspielfehler und Missverständnisse führten zu Ballverlusten und einfachen Chancen für die Bayern. So in der 19. Minute, als sich Vorsah, Vestergaard und Weis allesamt Fehler oder Ungenauigkeiten im Spielaufbau leisteten und den Ball schließlich zu Toni Kroos bugsierten. Der defensive Mittelfeldspieler der Bayern nahm Maß und schoss den Ball aus der zweiten Reihe ins linke flache Eck – 3:0 für die Hausherren. Auch das dritte Gegentor änderte nichts am Bild. Hoffenheim leistete sich unerklärliche Fehler im Spielaufbau und die Bayern erfreuten sich am Platz, den die Kraichgauer ihnen ungewöhnlich großzügig überließen. In der 29. Minute führte das bereits zum vierten Gegentreffer der Partie. Ex-Hoffenheimer David Alaba spielte den völlig freien Müller an, der legte auf Robben ab. Der Niederländer tanzte Starke aus und verwandelte zum 4:0.

Damit war immer noch nicht Schluss. Sechs Minuten später scheiterte Williams am Versuch zu klären, der Ball landete bei Ribery und der Franzose flankte halbhoch auf Gomez. Der ehemalige Stuttgarter köpfte zum 5:0 ein und erzielte damit sein 20. Tor in der laufenden Saison. Drei Minuten vor der Pause hätte Gomez sogar noch auf 21 erhöhen können, entschied sich aber statt eines Schusses zum Pass auf Müller, der wiederum verfehlte. Bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Marco Fritz war die TSG mit dem 5:0 tatsächlich noch gut bedient. Ribery und Kroos hätten weitere Tore erzielen können. Torchancen für Hoffenheim in den ersten 45 Minuten: bis auf einen Schuss von Firmino Fehlanzeige.


Bayern mit dem halben Dutzend

Während Heynckes den angeschlagenen Boateng in der Pause durch Tymoshchuk ersetzte, nahm Babbel zunächst keine Veränderung vor. Kaum war der zweite Durchgang angepfiffen, klingelte es erneut. Ein Eckball von Robben verwandelte Gomez zum 6:0 (48.). 10 Minuten später war Schluss für den dreifachen Torschützen. Ivica Olic durfte im Sturmzentrum ran. Auch ohne Gomez blieben die Bayern gnadenlos und erhöhten in der 58. Minute durch Ribery nach Pass von Robben auf 7:0. Eine Stunde war gespielt, als Starke mit einer Glanztat den achten Gegentreffer verhinderte.

Es wurde nochmal richtig laut in der mit 69.000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena, als Bastian Schweinsteiger sein Comeback nach langer Verletzungspause feierte (59.). Der Spielmacher des FCB ersetzte Müller. Auch Babbel entschied sich zum ersten Wechsel der Partie. Roberto Firmino ging und Sandro Wieser kam zu seinem Bundesligadebüt (63.). Die Bayern schalteten zwei Gänge runter und spielten sich in aller Ruhe die Bälle auf Höhe der Mittellinie zu. Wenn Hoffenheim einmal dazwischen ging, endete das zumeist mit einem Foulspiel, wie in der 72. Minute von Vukcevic an Robben. Fritz zeigte dem Hoffenheimer dafür Gelb.

Luiz Gustavo leistet Schützenhilfe

In der 85. Minute sprang dann ein ehemaliger Hoffenheimer zur Seite und sorgte für Ergebniskosmetik. Luiz Gustavo schoss den Ball bei einem Rettungsversuch gegen Babel in die eigenen Maschen. Zuvor rutschte der Brasilianer aus und machte den Weg für Babel frei. Der Endstand in einer einseitgen Partie. Gleichzeitig war es der 900. Bundesliga-Sieg des FC Bayern.

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