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12.06.2012

Hipp Hipp Hurra, Borussia

Vor jedem Anpfiff hallen verschiedenste Vereinshymnen durch die Stadien Europas. Sie sind Inbegriff der Clubs, handeln von Tradition, erinnern an eine ruhmreiche Geschichte und drücken die Verbundenheit der Fans zu ihrer Elf aus. Doch welchen Ursprung haben die Songs, die vor Spielbeginn in anderen Stadien zu hören sind und von Zehntausenden mitgesungen werden? Warum ist es ausgerechnet dieses eine Lied, das ausgewählt wurde um den Verein zu verkörpern? Diese und andere Fragen beantwortet achtzehn99.de in den kommenden Wochen. Darüber hinaus wird über ungewöhnliche und kuriose Geschichten rund um die Hymnen der verschiedensten Clubs berichtet. Unsere Reise durch die Stadien führt uns heute zum Deutschen Meister Borussia Dortmund.

25 Jahre mussten die Anhänger von Borussia Dortmund warten, ehe sie das erste vereinseigene Lied trällern konnten. Basierend auf der Melodie des „Kaisermarschs“ von Georg Kunoth entstand „Wir halten fest und treu zusammen“.

Den Text des Liedes verfasste der damalige Geschäftsführer Heinrich Kersten. Im Laufe der Jahre wurden einige Strophen des Marschs angepasst, da sie der Vereinsführung unpassend erschienen. Hierbei ging es vor allem um eine Passage im Refrain, in der es hieß: „Ball Heil Hurra, Borussia“. Die Clubverantwortlichen änderten es in ein politisch korrekteres „ Hipp Hipp Hurra, Borussia“. Des Weiteren wurden zwei neue Strophen hinzugefügt.

Zurück zur Ursprungsform

Während der Mitgliederversammlung im Jahr 2005 stellten Fans der Schwarz-Gelben den Antrag, die Passage „Wir halten fest und treu zusammen“ wieder in seiner ursprünglichen Form im Stadion zu spielen. 2004/2005, als die Westfalen kurz vor der Insolvenz standen, wurde das Lied bei einigen Heimspielen erst in der 9. Spielminute angespielt und danach von den Fans im Stadion bis zur letzten Zeile weiter gesungen.

Ein weiterer Song, der bei den Fans von Borussia Dortmund äußerst beliebt ist und von vielen als eigentliches Vereinslied angesehen wird, ist „Heja BVB“. Dieser Irrtum entsteht auch dadurch, dass es direkt vor Anpfiff gespielt wird. Der Komponist des Liedes, Karl-Heinz Bandosz, verfasste auch den Klassiker „Am Borsigplatz geboren“.

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