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15.06.2012

Haas: „Kann mich in Berlin als Nummer eins beweisen“

„Sieben Jahre sind eine lange Zeit im Fußball, die man nicht so schnell vergisst“, sagt Daniel Haas im Interview mit achtzehn99.de bei seinem vorerst letzten Besuch am Trainingszentrum in Zuzenhausen. Denn am Sonntag startet sein neuer Klub Union Berlin in die Vorbereitung auf die Zweitliga-Saison – mit Daniel Haas als neuer Nummer eins.

Daniel, sieben Jahre TSG 1899 Hoffenheim sind zu Ende. Ist beim Abschied etwas Wehmut mit dabei oder überwiegt ganz die Freude auf die neue Herausforderung in Berlin?

Es ist eine Mischung aus beidem. Sieben Jahre sind eine lange Zeit im Fußball, die man nicht so schnell wieder vergisst. Aber natürlich freue ich mich auch auf die neue Herausforderung in Berlin.

Wie würdest Du die Zeit bei der TSG in wenigen Worten beschreiben?

Das ist gar nicht so einfach. Die Worte Aufschwung, Veränderung, Euphorie und Spaß beschreiben es wohl am besten (lacht).

Was gab letztlich den Ausschlag dafür, Dein Glück bei einem anderen Verein zu suchen?

Eins vorneweg: Ich habe mich hier all die Jahre richtig wohl gefühlt. Sportlich war meine Situation aber festgefahren. Zudem bin ich mit meinen fast 29 Jahren im besten Alter, mich noch einmal zu verändern und eine neue Herausforderung zu suchen. In Berlin kann ich mich als Nummer eins beweisen. Diese Chance wollte ich nutzen.

Du warst hinter Tom Starke zuletzt die Nummer zwei. Tom wechselt nun als Ersatz für Manuel Neuer zum FC Bayern. Auf was muss er sich einstellen?

Es herrschen klare Verhältnisse bei den Bayern, Manuel Neuer ist die unumstrittene Nummer eins. Das weiß Tom auch. Daher denke ich, dass er mit der Situation gut umgehen kann. Obwohl es am Anfang sicher eine Umstellung sein wird. Er war es die letzten Jahre gewohnt, regelmäßig zu spielen.

Kommen wir auf Deinen neuen Verein zu sprechen. Nachdem bekannt wurde, dass Du Hoffenheim im Sommer verlassen würdest, lagen Dir einige Anfragen vor. Weshalb wurde es letztlich Union Berlin?

Die Gespräche mit Trainer Uwe Neuhaus waren sehr positiv, ich hatte gleich ein gutes Gefühl. Union erinnert mich ein stückweit an das Hoffenheim vor fünf oder sechs Jahren, es befindet sich vieles noch im Aufbau. Den Weg möchte ich mitgehen.

Du wechselst aus der Provinz in die Weltstadt Berlin. Was erwartet Dich an der Alten Försterei?

Das komplette Gegenteil. Die Spieler ziehen sich derzeit noch in Containern um, die komplette Haupttribüne an der Alten Försterei fehlt. Aber Komfort muss kein Indikator für sportlichen Erfolg sein. Die Begeisterung und die Leidenschaft für diesen Klub sind riesengroß. Auch die Mannschaft hat Qualität. Ich freue mich auf die Zeit bei Union und natürlich auf das Derby gegen die Hertha.

Welche Ziele verfolgt Ihr in der kommenden Zweitliga-Saison?

Es ist immer schwer, vor der Saison Ziele auszugeben. Die 2. Bundesliga ist sehr ausgeglichen. Wenn wir am Ende einen einstelligen Tabellenplatz belegen, wäre sicherlich jeder damit zufrieden. Aber Paderborn hat gezeigt, dass auch kleinere Klubs oben mitspielen können, wenn alles zusammen passt.

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