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FRAUEN
30.01.2012

Frauen: Nur der SC Freiburg war stärker

Platz zwei und drei beim LOKALMATADOR.de-Cup. Die beiden Frauenmannschaften von 1899 Hoffenheim haben in der Halle auf ganzer Linie überzeugt. Hoffenheim I unterlag in einem spannenden Finale dem Turniersieger SC Freiburg mit 2:3. Besonders bemerkenswert war die Leistung der Oberligaelf, die sich als Qualifikant den dritten Platz sicherte.

In der Mannaberghalle in Rauenberg fanden die zehn Mannschaften hervorragende Bedingungen vor: ein wunderbarer Kunstrasen - „Auf dem Platz kann es nur Spaß machen, zu spielen“, waren sich die Trainer einig – und tolle Stimmung dank vieler Zuschauer. Das Ziel der Zweitligamannschaft Hoffenheims war eindeutig: „Wir wollen in diesem Jahr weiter kommen als letztes Jahr“, sagte Kapitänin Kristina Kober. Schon nach den ersten Spielen in der Gruppenphase wurde deutlich, dass Hoffenheim auf einem guten Weg dazu war. Bis auf die Partie gegen Freiburg (2:4) konnte 1899 alle Spiele in der Gruppenphase gewinnen. Mit einem 3:0-Erfolg über den ETSV Würzburg startete das Team von Trainer Jürgen Ehrmann in das Turnier, gegen den Qualifikant aus dem Regio-Cup ASV Hagsfeld gab es einen 7:2-Sieg, der VfL Sindelfingen wurde mit 1:0 bezwungen. Als Gruppenzweiter mit neun Punkten zog Hoffenheim ins Halbfinale ein. Gegner dort waren die Kolleginnen der zweiten Mannschaft.

Hoffenheim II dominiert beide Gruppenphasen

Was diese während des Wochenendes auf dem Kunstrasen in der Mannaberghalle geboten hatten, war beeindruckend. Bereits beim Regio-Cup hatte Hoffenheim II alles im Griff. Die Gruppe I dominierte die Oberligamannschaft mit drei Siegen und 23:0 Toren. Die Konkurrenz hatte nicht den Hauch einer Chance, am deutlichsten bekam der FC Sportfreunde Heppenheim die Dominanz zu spüren. Mit 12:0 setzte sich Hoffenheim durch, es folgten ein 6:0-Sieg über den FC Viktoria Neckarhausen und ein 5:0-Erfolg gegen den SC Klinge-Seckach. In der Endrunde des Regio-Cups bekam es Hoffenheim mit dem ASV Hagsfeld, dem VfR Wormatia Worms und der TSG Wilhelmsfeld zu tun. Auch hier dominierte Hoffenheim und qualifizierte sich als Erster mit sieben Punkten für den LOKALMATADOR.de-Cup.

Trotz Konkurrenz aus der zweiten Bundesliga dominierte Hoffenheim auch die Gruppe B beim LOKALMATADOR.de-Cup. Für viele war dies wahrscheinlich etwas überraschend, aber 1899 II begeisterte mit großer Spielfreude und ließ Ball und Gegner laufen. Gegen den 1. FFC 08 Niederkirchen setzte sich Hoffenheim mit 3:1 durch, der 1. FFC Frankfurt II sowie der 1. FC Köln wurden mit 1:0 besiegt und gegen den TSV Crailsheim jubelte Hoffenheim über einen 2:0-Erfolg. Weil die zweite Mannschaft als Gruppenerster ins Halbfinale einzog, kam es zum Aufeinandertreffen gegen Team I.

Spannende Spiele um die Platzierungen

Gegen die Kolleginnen wirkte die Oberligaelf etwas gehemmt und Hoffenheim I ging durch zwei Treffer von Theresa Betz und Christine Schneider früh in Führung. Selina Häfele konnte auf 1:2 verkürzen, aber Annika Eberhardt stellte den alten Abstand wieder her. Lina Bürger gelang noch das Tor zum 2:3, wenig später erzielte Jana Gramlich dann aber den 4:2-Endstand, mit dem Hoffenheim I ins Endspiel einzog.

Sowohl das Spiel um Platz drei, in dem Hoffenheim II auf den 1. FC Köln traf, als auch das Finale boten spannenden und sehenswerten Fußball. Nach der regulären Spielzeit und Treffern von Häfele und Marisa Ettner stand es 2:2, die Entscheidung fiel im Neunmeterschießen. Dank der hervorragend aufgelegten Martina Tufekovic, die zwei Neunmeter abwehrte und der Treffsicherheit der Spielerinnen, entschied Hoffenheim den Shoot-Out für sich und jubelte über den hochverdienten dritten Platz.

Das Finale begeisterte auch die Zuschauer, Freiburg und Hoffenheim lieferten sich einen spannenden Kampf um den Turniersieg. Dabei brachte Susanne Hartel die Kraichgauerinnen mit 1:0 in Führung, aber zwei Treffer von Stéphanie Wendlinger drehten die Partie. Hoffenheim kam zurück und erzielte durch einen wunderschönen Treffer von Sophie Howard den Ausgleich. Hartel lupfte einen Eckball, Howard zog volley ab und der Ball schlug im Tor ein. Wenige Sekunden vor Schluss brachte ein abgefälschter Schuss von Hasret Kayikci die Entscheidung und der SC Freiburg feierte zum zweiten Mal in Folge den Turniersieg.

Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann sagte mit einem Lächeln im Gesicht: „Ich bin mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden. Gerade im Vergleich zum vergangenen Jahr haben wir uns gesteigert. Hervorzuheben ist natürlich auch das Abschneiden der zweiten Mannschaft, die hier schönen Fußball geboten hat.“

1899 Hoffenheim I:

Kober, Vuk, Hünerfauth, Howard (1 Tor), Pankratz (1), Schneider (3), Betz (4), Gramlich (1), Eberhardt (3), Hartel (4), Schlee, Rauschenberger (2)

1899 Hoffenheim II (Regio-Cup und LOKALMATADOR.de-Cup):

Tufekovic, Bogenschütz (6 Tore), Bertsch (4), Appel (3), Bürger (5), Keilbach (4), Häfele (10), Ettner (5), Bitzer (1), Henke (3), Karnahl (1)

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