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FRAUEN
12.03.2012

Frauen: Hoffenheim siegt in Schlussminute

Das Glück und der Wille waren auf Seiten der Hoffenheimerinnen. Am 14. Spieltag der 2. Bundesliga setzte sich 1899 Hoffenheim durch ein Last-Minute-Tor von Annika Eberhardt mit 2:1 (1:0) durch. Dank der drei Punkte bleibt Hoffenheim an Spitzenreiter VfL Sindelfingen dran, der ebenfalls siegte.

Im Vergleich zur Partie beim FV Löchgau nahm das Trainerteam in der Startelf drei Änderungen vor. Chantal Fuchs und Susanne Hartel rückten in die Anfangself. Christine Schneider ersetzte Stefanie Zinner in der Innenverteidigung.

Das Spiel gegen den Tabellendritten begann offen, mit leichten Vorteilen für die Gastgeberinnen. Die erste Chance hatte Susanne Hartel nach einem Eckball von Theresa Betz, als sie am langen Pfosten frei zum Kopfball kam. Ihr Versuch flog aber knapp am Tor vorbei (7. Minute). Viel mehr passierte vor den beiden Toren in den ersten 20 Minuten nicht mehr. Crailsheim nahm die Zweikämpfe im Mittelfeld aggressiv an und hatte selbst vereinzelte Aktionen in der Offensive, wo es immer wieder Topstürmerin Claudia Nusselt suchte. Bevor diese aber zu ihrem ersten Torschuss kam, war es wieder Hartel, die den nächsten Hoffenheimer Versuch abgab. Nach einem feinen Zuspiel von Fuchs in die Schnittstelle der TSV-Abwehr zog Hartel aus 18 Metern mit rechts ab, verfehlte aber um einen Meter (20.). Eine halbe Stunde war gespielt, Hoffenheim kontrollierte die Partie und hielt sich fast ausschließlich in der Hälfte der Crailsheimerinnen auf. Weil häufig aber der letzte Pass fehlte, musste auch Torhüterin Saskia Kieninger nur bedingt eingreifen. Auf der anderen Seite brachte sich Hoffenheim durch einen individuellen Fehler selbst in Bedrängnis, Lisa Wich konnte die Situation aber nicht ausnutzen. Nach einem verunglückten Freistoß schaltete Crailsheim schnell um, der Pass auf Nusselt war aber einen Tick zu weit, so dass 1899-Keeperin Kristina Kober zuvor ans Leder kam. Nur eine Minute später rettete Christine Schneider ihre Mannschaft vor dem Rückstand. Mit der Fußspitze kratzte sie den Ball noch von der Linie – Glück für Hoffenheim.

Es lief nicht so richtig bei den Gastgeberinnen, der Spielfluss fehlte, das Tor fiel trotzdem. Fuchs bediente Annika Eberhardt zentral vor dem Tor. Die 19-Jährige drehte sich um ihre Gegenspielerin und zog mit rechts ab. Vom linken Pfosten prallte der Ball an den rechten Pfosten und wieder zurück ins Spielfeld. Dort lauerte Hartel auf den Abpraller und staubte in der 39. Minute zur 1:0-Führung ab.

Hoffenheim erzwingt Sieg

Die zweite Halbzeit begann ohne Wechsel auf beiden Seiten, aber mit einer Doppelchance für die Gäste. Nusselt hatte gleich zwei Mal die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen. Erst erwischte sie den Ball aber nicht richtig, dann scheiterte sie an Hoffenheims Kober. Crailsheim setzte Hoffenheim weiter unter Druck und war dem Ausgleich näher als die Gastgeberinnen dem 2:0. In der 55. Minute belohnte sich der TSV für sein offensives Auftreten und erzielte das 1:1. Torschützin auf Seiten der Crailsheimerinnen war zum zwölften Mal in dieser Saison Nusselt, die den Ball aus kürzester Distanz über die Linie stocherte.

Auf den Ausgleich reagierte Ehrmann mit einem Wechsel und brachte Veronika Hafke für Janina Meißner. Hoffenheim drückte wieder mehr aufs Gaspedal, eine Standardserie sorgte für die nächste Chance. Nach einer Ecke kam Hartel frei zum Kopfball, TSV-Torhüterin Kieninger war aber zur Stelle. Im direkten Gegenzug wurde es auf der Gegenseite gefährlich. Kober klärte erst gegen Luisa Scheidel, dann kam erneut Nusselt frei zum Schuss, wurde im letzten Moment aber noch geblockt. Das Spiel wurde intensiver und aggressiver. Schiedsrichterin Annette Raith musste häufiger wegen kleinen Fouls unterbrechen, eines davon führte zu einer guten Freistoßposition für 1899. Aus 18 Metern und zentraler Position zog Schneider flach mit links ab, im letzten Moment lenkte eine Crailsheimer Verteidigerin den Ball noch ins Toraus. Hoffenheim blieb dran und wollte den Sieg erzwingen, Crailsheim stellte sich aber dagegen und verteidigte das Unentschieden – bis zur 90. Minute. Im Strafraum der Gäste sah man fast nur rot, weil sich alle Crailsheimer Spielerinnen bei einer Ecke von Betz im eigenen 16er aufhielten. Eberhardt machte sich nichts draus, setzte sich gegen alle durch und erzielte per Kopf den wichtigen 2:1-Siegtreffer. Das Tor wurde ausgelassen gefeiert und die Erlösung über den späten Erfolg war der Mannschaft anzusehen. „Es ist wichtig, auch mal solche Spiele zu gewinnen. Die Mannschaft hat vor allen Dingen in den letzten 20 Minuten gezeigt, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen möchte und geduldig und mit viel Willen die drei Punkte erkämpft“, sagte Trainer Ehrmann nach der Partie sichtlich erleichtert.

Oberliga: Punkteteilung im Topspiel

Das Spitzenspiel der Oberliga Baden-Württemberg hat keinen Sieger gefunden. Zum Rückrundenauftakt trennte sich die zweite Mannschaft von 1899 Hoffenheim 2:2 (2:2)-Unentschieden vom Karlsruher SC. Die Tore auf Seiten der Hoffenheimerinnen erzielten Selina Häfele und Marisa Ettner.

Ein Favorit konnte man zwischen dem Zweiten und dem Ersten der Oberliga nicht ausmachen. Beide Teams schenkten sich nichts und versuchten jeweils, das eigene Offensivspiel aufzuziehen. Leichte Vorteile waren dabei in der Anfangsphase bei den Karlsruherinnen zu erkennen. Im Mittelfeld hatte der KSC zunächst das Sagen und erspielte sich die eine oder andere Torchance. Martina Tufekovic im Tor der Gastgeberinnen zeigte aber erneut eine gute Leistung und verhinderte den Rückstand. Das erste Tor in einem sehenswerten Spiel, fiel auf der anderen Seite. In der 27. Minute tat Selina Häfele das, was sie am besten beherrscht und nagelte den Ball nach einem Freistoß mit ihrer guten Schusstechnik unter die Latte. Die Hoffenheimer Führung hielt aber nicht lange, denn nur sechs Minuten später gelang dem Tabellenführer durch Stefanie Krauth der Ausgleich.

Erneut schneller Ausgleich

Nach vorne sah das Spiel der Gäste ordentlich und vielversprechend aus, in der Defensive offenbarte der KSC aber immer wieder Lücken. Nach einem Ball in die Spitze auf Ettner, setzte diese sich sehr gut gegen ihre Gegenspielerin durch und ließ auch Torhüterin Luisa Diebold keine Chance. In der 36. Minute ging Hoffenheim also wieder in Führung, doch auch dieses Mal glich Karlsruhe nur wenige Minuten später wieder aus. Im Strafraum wurde Tufekovic von hinten umgerempelt – eigentlich ein Foul, aber Schiedsrichterin Katja Uhrig ließ weiterspielen. Der Ball landete vor den Füßen von Lena Trentl, die keine Schwierigkeiten hatte, das 2:2 zu erzielen (40. Minute).

Auch nach Wiederanpfiff blieb das Spiel ausgeglichen, beide Mannschaften hatten Möglichkeiten, ein weiteres Tor zu erzielen. Auf Hoffenheimer Seite strich ein Freistoß von Häfele nur knapp über das Tor, Karlsruhe fand den Weg in Hälfte zwei bevorzugt durch Konter vor das Tor der Gastgeberinnen.

Am Spielstand änderte sich nichts mehr, in der Tabelle rutscht Hoffenheim aufgrund des Sieges des TV Derendingen mit einem Punkt Rückstand auf Karlsruhe auf den dritten Platz ab.

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