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PROFIS
10.04.2012

Fink: "Wir haben den Kampf angenommen"

Thorsten Fink ist derzeit wahrlich nicht zu beneiden. Nach zwei Meistertiteln mit dem FC Basel droht nun mit dem Bundesliga-Dino der erste Abstieg der Vereinsgeschichte. Die letzten Spiele lassen jedoch auf eine späte Wende hoffen. Und auch Fink ist sich sicher: "Meine Mannschaft hat den Kampf angenommen!"

Herr Fink, die Saison des HSV gleicht einer Berg- und Talfahrt. Am 22. Spieltag standen sie noch auf dem 10. Tabellenplatz und man konnte den Eindruck gewinnen, die Mannschaft hätte die Kurve bekommen. Worin liegen die Gründe, dass der positive Trend nicht fortgesetzt werden konnte?

Im Fußball ist es doch oft so – mal läuft es gut, mal läuft es schlechter. Wichtig ist, dass man von Spiel zu Spiel denkt und weiß, dass die Saison erst mit dem letzten Spieltag zu Ende ist. Als wir auf Platz 10 standen, habe ich immer gesagt, dass wir nicht nur nach oben schielen dürfen, sondern immer ein Auge auch auf die untere Tabellenhälfte richten müssen. Vielleicht hat sich unterbewusst bei dem ein oder anderen doch ein gewisses Sicherheitsgefühl eingeschlichen. Jetzt ist aber jedem Spieler die Situation klar, meine Mannschaft hat den Kampf angenommen.

Im Sommer soll der Umbruch weiter voran getrieben werden. Mladen Petric wurde bereits mitgeteilt, dass sein Vertrag nicht verlängert wird. Dennoch lässt sich kein Leistungseinbruch beim Kroaten feststellen. Haben Sie eine derartige Reaktion von ihm erwartet?

Mladen ist ein absoluter Profi. Ich hatte nie bedenken, dass er sich hängen lassen könnte. Er hat für den HSV über Jahre tolle Leistung gezeigt und steht voll und ganz hinter dem Verein. Das zeigt sein derzeitiges Verhalten. Er denkt jetzt nicht an sich selbst, sondern gibt alles, um seinen Verein in der Bundesliga zu halten - obwohl es ja auch für ihn um viel geht. Er spielt auch für einen neuen Vertrag bei einem anderen Verein und möchte sich beweisen. Besonders im Spiel gegen Leverkusen hat man gesehen, dass man sich auf ihn verlassen kann und wir seine Erfahrung brauchen. Er übernimmt Verantwortung und hat den Elfmeter gegen Leverkusen sicher verwandelt. Keine einfache Aufgabe in der jetzigen Situation. Das zeigt die Qualität von Mladen.

Im Fall David Jarolim scheint sich das Blatt hingegen zu wenden. Hat er sich in der Rückrunde für eine Vertragsverlängerung empfohlen?

Auch Jaro zeigt beständig gute Leistung und ist eine tragende Säule im Abstiegskampf. Ich weiß, dass Jaro stets mit 100% dabei ist und ich mich auf ihn verlassen kann. Das ist, was momentan zählt, deswegen spielt er. Zu Verträgen der kommenden Saison werde ich mich nicht äußern. Jetzt konzentrieren wir uns erst einmal auf die letzten fünf Spiele der aktuellen Saison, dann sehen wir weiter. Im Fußball ist alles möglich.

Am Mittwoch treffen Sie auf einen alten Weggefährten. Wie ist ihr Verhältnis zu Markus Babbel? Sie verbrachten ja gemeinsam eine erfolgreiche Zeit beim FC Bayern München.

Ich habe generell guten Kontakt zu ehemaligen Bayernspielern und mit Markus verstehe ich mich sehr gut. Er war ja als Jugendlicher ein heimlicher HSV-Fan und hat seine Zeit in Hamburg sehr genossen. Ich freue mich, ihn am Mittwoch zu sehen.

Sie beide treffen zum ersten Mal als Cheftrainer aufeinander. Auf was für eine Partie dürfen sich die Fans in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena denn freuen?

Ich möchte nicht zu viel verraten. Wir werden in jedem Fall alles dafür geben, um mit Punkten nach Hamburg zurückkehren. Einen genauen Spielverlauf vermag ich nicht zu prognostizieren. Seitdem Markus Babbel als Trainer Hoffenheim übernommen hat, lässt er das Team defensiver spielen als seine Vorgänger. Wir müssen abwarten, welche Strategie er wählt. Darauf werden wir uns einstellen, auch wenn wir in erster Linie unser Spiel durchsetzen wollen. Es wird ein harter Kampf, das ist klar. Hoffenheim ist nicht so weit weg von den Europapokalplätzen entfernt, die werden auch Gas geben.

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