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ALLGEMEIN
12.09.2012

Fan-Dachverband: „Wollen der Mannschaft den Rücken stärken!“

Als Vorsitzende des Fandachverbands kennt Stephanie Krotz die Stimmungslage der TSG-Fans. Nach dem misslungenen Saisonstart ist die Stimmung auch beim Hoffenheimer Anhang getrübt, aber nach wie vor von Zuversicht geprägt. Vor der wichtigen Partie beim SC Freiburg hat achtzehn99.de bei der umtriebigen Frau an der Spitze der TSG-Fanszene nachgefragt.

Frau Krotz, von Seiten der Fans wurde dem ersten Heimspiel der neuen Saison mit einer Choreographie ein würdiger Rahmen verliehen. Welche Rückmeldungen gab es aus der Fanszene?

Viel Positives. Das Motiv mit den Spielern, Verantwortlichen und Fans kam sehr gut an. Diese Choreographie ist Sinnbild für die jetzige Situation, in der wir alle zusammen stehen müssen.

Wie lange wurde im Vorfeld an der Choreographie gebastelt? Wie viele Helfer waren dabei im Einsatz?

Wir haben fast 14 Tage gebraucht, um das Transparent fertig zu bekommen. Über 100 Helfer waren dabei im Einsatz. Der Aufwand hat sich aber zweifelsfrei gelohnt.

Die Spieler konnten die Vorlage leider nicht verwerten und kassierten eine herbe Niederlage gegen die Eintracht.

Wie ist die Stimmung beim Anhang nach dem misslungenen Saisonstart?

Natürlich ist die Stimmung etwas gedrückt. Man ist aber nicht nur Fan, wenn es gut läuft. Wir wollen der Mannschaft den Rücken stärken, zeigen, dass wir hinter ihnen stehen. Die Unterstützung der eigenen Fans ist jetzt ganz wichtig für die Jungs, vor allem in Freiburg, wo wir die Wende herbeiführen wollen. Dort braucht und hat die Mannschaft unsere Unterstützung.

Wie bewerten Sie die Entwicklung der TSG-Fanszene in den letzten Jahren? Hat sich die Identifikation dem Verein und den Spielern gegenüber verbessert?

Das lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt schwer beantworten. Die momentane Situation wird es zeigen, wie groß die Identifikation ist. Ich denke dass wir noch reichlich Wachstumspotenzial haben, aber die vorhandene Fanszene ist gefestigt. Der Kern hat verinnerlicht, dass die Bundesliga kein Selbstläufer ist und gelernt, mit Rückschlägen umzugehen. In Zeiten der Regionalliga oder auch der 2. Bundesliga kannten wir das Gefühl des Misserfolgs kaum.

Wo sehen Sie noch Entwicklungspotenzial? Wie kann die TSG ihren Beitrag dazu leisten?

Ich halte es für sehr wichtig, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Die Rede von Markus Babbel vor den Fanclub-Vorsitzenden und das Fanfest in Oberhof haben dazu beigetragen, dass sich Fans und Spieler näher gekommen sind. Daran müssen wir weiter arbeiten, um die Identifikation der Anhänger mit den Spielern, aber auch umgekehrt zu verbessern. Man muss den Fans, die oft viele hundert Kilometer auf sich nehmen, auch die nötige Wertschätzung entgegenbringen. Nach dem Spiel muss der erste Gang, egal ob verloren oder gewonnen wurde, in die Kurve sein – auch wenn es manchmal schwer fällt.

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