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25.06.2012

Eren Derdiyok: „Neuanfang in Hoffenheim“

Im letzten Testspiel vor der EM schenkte er der deutschen Elf sensationell gleich drei Treffer ein – ab sofort stürmt er für die TSG Hoffenheim: Eren Derdiyok. Am Sonntagnachmittag traf der Schweizer Nationalspieler im Trainingslager von 1899 in Füssen ein und wurde von Cheftrainer Markus Babbel beim Abendessen seinen neuen Teamkollegen vorgestellt. Am Montag stieg der 24-Jährige dann gleich ins kräftezehrende Mannschaftstraining ein.

Eren, wie ist dein erster Eindruck von den Bedingungen im Trainingslager und deinen neuen Teamkollegen?

Ich fühle mich schon ziemlich zuhause. Die Umgebung erinnert mich an mein Heimatland. Die Mannschaft habe ich noch nicht so wirklich kennengelernt, aber das werde ich die nächsten Tage nachholen.

Mit welchen Erwartungen gehst du in deine erste Trainingswoche bei der TSG?

An erster Stelle steht natürlich die Fitness. Nur wenn ich körperlich topfit bin, kann ich der Mannschaft auch weiterhelfen. Zudem ist es wichtig, dass wir uns als Mannschaft finden. Dann bin ich davon überzeugt, dass wir genug Potenzial besitzen, attraktiven und vor allen Dingen erfolgreichen Fußball zu spielen.

Du hattest einige Angebote vorliegen. Was hat dich letztlich dazu bewogen, zur TSG nach Hoffenheim zu wechseln?

Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Ich hatte in Leverkusen eine schöne Zeit, aber ich hatte das Gefühl, mich verändern zu müssen. Ausschlaggebend für den Wechsel zur TSG waren die Gespräche mit Markus Babbel. Er hat mich von seiner Philosophie überzeugt. Das gab letztlich den Ausschlag zu sagen: Ich wage den Neuanfang in Hoffenheim.

Deutschland steht mit deinen ehemaligen Teamkollegen Andre Schürrle und Lars Bender im Halbfinale der Europameisterschaft. Hast du nach eurem Sieg und deinem Dreierpack in der Vorbereitung gegen Deutschland mit einem so dominanten Auftritt der Löw-Elf gerechnet?

Absolut. Die Deutschen waren für mich von Anfang an Favorit. Wir haben uns natürlich über das 5:3 gefreut und ich mich im Speziellen über die drei Treffer. Doch wir konnten das schon ganz gut einordnen. Sie hatten ein intensives Trainingslager hinter sich, die Beine waren schwer. Wir waren einfach spritziger und frischer. Ich war überzeugt, dass sie die Niederlage wegstecken werden.

Reicht es auch für den Titel?

Sie sind in den letzten Turnieren immer weit gekommen. Für den großen Coup hat es aber nie gereicht. Mit dieser Mannschaft können sie es schaffen. Ich würde mich für die deutsche Elf freuen.

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