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22.06.2012

Die besten Stadionhymnen: Herz von St. Pauli

Vor jedem Anpfiff hallen verschiedenste Vereinshymnen durch die Stadien Europas. Sie sind Inbegriff der Clubs, handeln von Tradition, erinnern an eine ruhmreiche Geschichte und drücken die Verbundenheit der Fans zu ihrer Elf aus. Doch welchen Ursprung haben die Songs, die vor Spielbeginn in anderen Stadien zu hören sind und von Zehntausenden mitgesungen werden? Warum ist es ausgerechnet dieses eine Lied, das ausgewählt wurde um den Verein zu verkörpern? Diese und andere Fragen beantwortet achtzehn99.de in den kommenden Wochen. Darüber hinaus wird über ungewöhnliche und kuriose Geschichten rund um die Hymnen der verschiedensten Clubs berichtet. Unsere Reise durch die Stadien führt uns bereits zum zweiten Mal nach Hamburg - in den Stadtteil St. Pauli.

Viele Größen der deutschen Musikszene sangen bereits über den FC St. Pauli und ihre Gefühle, die sie für den Zweitligisten hegen. Sei es Bela B. von den Ärzten, Fettes Brot oder Thees Uhlmann. Ihre Liebeshymnen an den Hamburger Stadtteilklub erklingen vor jedem Spiel im Millerntorstadion, doch zum offiziellen Song der Paulianer hat es ein anderes Lied gebracht.

Im Spätsommer 1957 begannen die Dreharbeiten für den neusten Film mit Schauspielstar Hans Albers. Zum ersten Mal in seiner Kinokarriere arbeitete der gebürtige Hamburger komplett in seiner Heimatstadt. In dem Streifen spielte Albers den Ex-Kapitän Jonny Jensen, Besitzer des „Herz von St. Pauli“, einem kleinen Schifferlokal. Im gleichnamigen Titellied des Films, besingt der Ex-Kapitän seine Heimat St. Pauli und seine geliebte Kneipe.

Das Lied aus der Wirtschaftswunderzeit wurde über die Jahre ein Symbol für die Liebe der Bewohner St.Paulis zu ihrem Stadtteil. So verwundert es kaum, dass sich heute am Spielbudenplatz eine Kneipe befindet, die nach dem Spielfilm benannt ist, und der Song zum offiziellen Vereinslied des FC St. Pauli erkoren wurde.

Eine Ikone der Reeperbahn

Maßgeblichen Anteil an der Entwicklung hatte sicherlich Hans Albers. Der Sohn eines Schlachtereibesitzers war neben Heinz Rühmann einer der erfolgreichsten und bestbezahltesten Schauspieler seiner Zeit. Hinzu kam, dass die Lieder aus seinen Filmen regelmäßig die obersten Plätze der Charts belegten. Albers wurde als der typische Hanseat angesehen, der aus seiner Zuneigung zu seiner Heimat Hamburg keinen Hehl machte. Die Einwohner der norddeutschen Metropole verehrten ihn und benannten nicht nur diverse Restaurants oder Kneipen nach ihm oder seinen Filmen, sondern entschieden sich vier Jahre nach seinem Tod dazu, den ehemaligen Wilhelmsplatz in den Hans-Albers Platz umzubenennen. Seit 1986 steht in der Mitte des Platzes ein fast drei Meter hohes Denkmal, das an den Schauspieler erinnert.

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