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11.05.2012

Das war 2011/12

Vier Jahre Bundesliga im Kraichgau, und damit noch lange nicht genug. Die TSG 1899 Hoffenheim erlebte eine Spielzeit mit vielen Höhen und Tiefen, an deren Ende die Gewissheit steht, dass auch in der kommenden Saison Bundesliga-Spitzenfußball in der Metropolregion Rhein-Neckar geboten wird. Auf die schönen Momente, die denkwürdigen Spiele und die wegweisenden Ereignisse wirft achtzehn99.de einen Blick zurück.

Sieg gegen den Meister

Aufbruchsstimmung hatte sich nach der Verpflichtung von Holger Stanislawski und Andre Trulsen als neuem Trainerteam der TSG im Kraichgau breitgemacht. Auch die Niederlage im ersten Spiel bei Hannover 96 (1:2) tat dem kein Abbruch. Als dann das erste Heimspiel der Saison gegen den amtierenden – und kommenden – Meister Borussia Dortmund gewonnen wurde, kannte die Euphorie kaum noch Grenzen. Ein Traumtor von Sejad Salihovic bescherte Hoffenheim die Führung, die sie sich nicht mehr nehmen ließen.

Vier Spiele, neun Punkte

Auf der Erfolgswelle schwimmend holte die TSG neun Punkte aus vier Spielen, gewann mit 4:0 beim 1. FSV Mainz 05 und durfte sich als Lohn der Mühen über Platz Vier in der Tabelle freuen – die beste Platzierung in der noch jungen Saison für Hoffenheim.

Wenig Chancen, wenig Punkte; Einzug ins Pokal-Viertelfinale

Es folgten schwierige Monate für die Hoffe-Fans. Die Mannschaft offenbarte Mängel in der Chancenerarbeitung und holte nur einen Sieg in den kommenden 14 Spielen. Die Abstiegsränge kamen immer näher und gerade die Heimschwäche der TSG stellte die Fans in der Bitburger Südkurve vor etliche Geduldsproben. Als Hoffnungsschimmer fungierte der mühsame 2:1-Heimsieg im DFB-Pokal Achtelfinale gegen den FC Augsburg. 1899 stand damit zum dritten Mal in Folge im Viertelfinale des Wettbewerbs, beendete das Jahr 2011 mit einem Sieg und durfte über Weihnachten vom Finale in Berlin träumen.

Stotterstart 2012

Neues Jahr, alte Probleme. Auch in den Rückspielen gegen Hannover, Dortmund und Augsburg blieb der „Dreier“ aus. Trotz kämpferisch überzeugender Auftritte schienen die Ideen zu fehlen. Und das Punktekonto konnte nur unzureichend gefüllt werden.

Pokal-Aus und Abschied von Stani

Es folgte das DFB-Pokal Viertelfinale gegen die SpVgg Greuther Fürth und damit die Chance, erstmals in der Vereinsgeschichte ins Halbfinale vorzurücken. Am Ende mussten sich die Kraichgauer dem Tabellenführer der zweiten Liga geschlagen geben. Das Spiel endete 0:1 und bedeutete damit gleichzeitig das Ende für Trainer Stanislawski im Kraichgau. Ein tränenreicher Abschied vom Sympathieträger. Doch die sportliche Misere und der immer kleiner werdende Abstand auf die Abstiegsränge verlangten Konsequenzen.

Babbel bringt den Erfolg zurück

Schon drei Tage nach dem Pokal-Aus stand schon das nächste Bundesligaspiel auf dem Programm. Hoffenheim brauchte einen Trainer und machte aus der Not eine Tugend. Markus Babbel und Rainer Widmayer, in der Hinrunde noch für die Hertha aus Berlin tätig, übernahmen und entpuppten sich innerhalb kürzester Zeit als Glücksgriff für die Kraichgauer. Eine engagierte Leistung bei Werder Bremen brachte zwar aufgrund eines Gegentors in der Schlussphase nur einen Punkt ein, verdeutlichte aber den neuen Schwung innerhalb der Mannschaft. Den Heimfluch konnte auch das neue Trainerteam nicht auf Anhieb brechen und so sprang auch gegen Mainz nur ein 1:1-Remis heraus. Das erste Mal über drei Punkte

jubeln durfte Babbel beim 2:1-Auswärtserfolg gegen den VfL Wolfsburg.

Niederlagen gegen Bayern und Stuttgart – Wiedersehen mit Vedo

Der wohl schmerzhafteste Moment für Markus Babbel war das Auswärtsspiel beim FC Bayern München. In seiner Heimatstadt und gegen den Club, mit dem er seine größten Erfolge als Spieler gefeiert hatte, setzte es eine herbe 1:7-Schlappe. Es folgte eine 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart. Besonders bitter: Ex-Hoffe-Stürmer Vedad Ibisevic erzielte beide Tore gegen seinen alten Club. Beim Spiel gegen die Schwaben saß Manager Ernst Tanner bereits nicht mehr auf der Bank des Teams. Kurz darauf erklärte die TSG die Zusammenarbeit mit Tanner aufgrund von unterschiedlichen Auffassungen über die sportliche Ausrichtung des Clubs für beendet.1899 war bis auf fünf Punkte an den Relegationsplatz herangerutscht und musste am kommenden Spieltag zum Überflieger der Saison, Borussia Mönchengladbach.

Befreiungsschlag gegen Gladbach

Hier zeigte die Mannschaft endlich Kaltschnäuzigkeit, erspielte sich Chancen, erzielte Tore und blieb auch in der Schlussphase ruhig. Die Unterstützung der mehr als 1000 mitgereisten Anhänger tat ihr Übriges. Das Ergebnis: ein 2:1-Sieg über die heimstarken Gladbacher, ein Polster von sechs Punkten auf Platz 16 und ausgelassene Freude vor der TSG-Fankurve im Borussia-Park.

Erfolgsserie im Saisonendspurt

Der Heimfluch blieb ein hartnäckiger Begleiter, gegen den FC Schalke 04 blieb es beim 1:1 und damit einer Punkteteilung. Doch die Formkurve zeigte nach oben und einem Sieg beim 1. FC Kaiserslautern folgte der ersehnte Heimsieg. So lange dieser auf sich warten ließ, so fulminant fiel er aus. Mit einem 4:0 fegten die Hoffenheimer den Hamburger SV aus dem Stadion, verabschiedeten sich damit endgültig aus dem Abstiegskampf und durften den Blick in der Tabelle wieder nach oben richten. Kurzzeitig träumte man sogar von Platz Sieben und der Teilnahme an der Europa League.

Saisonfinale in der Hauptstadt

Die Hoffnung auf Europa aber schwand schon bald. TSG-Angstgegner und der direkte Konkurrent um die europäischen Startplätze, Bayer Leverkusen, triumphierte mit 1:0 in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena. Und auch im letzten Heimspiel der Saison konnte man sich nicht mit Punkten vom heimischen Publikum verabschieden, sondern unterlag zum ersten Mal dem 1. FC Nürnberg. 2:3 hieß es nach 90 Minuten. Zum Saisonfinale reiste man dann in die Hauptstadt, für den Gegner Hertha BSC ging es um die letzte Chance auf den Klassenerhalt, genauer, um das Erreichen des Relegationsplatzes. Die Hauptstädter gaben alles und gewannen die Partie mit 3:1. Hoffenheim beendet die Saison auf Rang elf - ein Ergebnis, das man im kommenden Jahr und mit einigen neuen Gesichtern im Kader der TSG definitiv steigern möchte.

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