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PROFIS
16.09.2011

Wolfsburgs Patrick Ochs im Interview

Patrick Ochs spielte seit der Jugend für die Frankfurter Eintracht. Im Sommer wagte er den Wechsel zum VfL Wolfsburg. achtzehn99.de hat mit dem gebürtigen Frankfurter über seinen Wechsel, den Saisonstart sowie die aufkommende Kritik an Felix Magath im Umfeld des Vereins gesprochen.

Herr Ochs, Sie sind in Frankfurt geboren, waren Aushängeschild und Hoffnungsträger der Eintracht. Wie schwer fiel Ihnen denn der Schritt, die Eintracht zu verlassen und wären Sie auch im Falle eines Abstieges des VfL zu den Wölfen gewechselt?

Sehr schwer. Doch ich wollte nach so vielen Jahren in Frankfurt eine neue Herausforderung und hatte mir den Schritt, nach Wolfsburg zu wechseln, gut überlegt. Mein Vertrag gilt auch für die 2. Bundesliga.

Felix Magath war zwischen 1999 und 2001 Cheftrainer der Eintracht, als Sie zeitgleich bei den Junioren gespielt haben. Gab es schon damals Berührungspunkte oder kam der Kontakt erstmalig im Winter zustande, als Magath vergeblich versuchte, Sie nach Schalke zu holen?

Nein, damals hatte ich noch keinen Kontakt zu Felix Magath. Ich spielte als 17-Jähriger in der A-Jugend der Eintracht und habe natürlich zu den Profis aufgeschaut. Im vergangenen Winter gab es eine konkrete Anfrage von Schalke 04. Ein Wechsel kam für mich zu dieser Phase der Saison aber nicht infrage. Im Sommer war für mich der richtige Zeitpunkt gekommen.

Der Saisonstart verlief verheißungsvoll mit dem 3:0-Erfolg in Köln. Doch dann folgten drei Niederlagen in Serie. Zuletzt gelang der Befreiungsschlag gegen Schalke 04. Wie bewerten Sie den bisherigen Saisonverlauf?

Mit dem Saisonstart können wir nicht zufrieden sein. Unser Ziel sind die internationalen Plätze, davon sind wir noch ein ganzes Stück entfernt. Wir haben allerdings viele neue Spieler, die wir integrieren müssen – das braucht natürlich Zeit, um sich als Mannschaft zu finden.

Sie haben es angesprochen, die Fluktuation im Kader vor der Saison war groß. Wie lange braucht die Mannschaft noch, um ihr volles Potenzial abrufen zu können?

Wir sind noch nicht bei 100 Prozent, befinden uns aber auf einem guten Weg. Langsam greifen die Automatismen in unserem Spiel, das Verständnis untereinander verbessert sich stetig. Ich bin überzeugt, dass wir Platz fünf auch erreichen werden. Die Saison hat ja gerade erst begonnen.

In den letzten Wochen beherrschten Themen abseits des Rasens die Öffentlichkeit. Felix Magath geriet wegen des Umgangs mit Patrick Helmes, der angeblich eigenwilligen Transferpolitik und seines neu eingeführten Geldstrafensystems in die Kritik. Wie hat die Mannschaft die Situation wahrgenommen und wie wichtig war der Sieg gegen den FC Schalke 04 am Sonntag, um das Umfeld in Wolfsburg zu beruhigen?

Das wird mir alles viel zu heiß gekocht. Wir kennen die genauen Hintergründe und wissen das einzuschätzen. Der Sieg gegen Schalke war immens wichtig, aber nicht nur um Ruhe in den Klub zu bekommen, auch um Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben zu tanken. Mit einer Niederlage wären wir noch weiter unten rein gerutscht, so konnten wir uns weiter nach oben arbeiten. Den Sieg müssen wir jetzt gegen Hoffenheim bestätigen.

Hoffenheim steht auf Rang fünf, Wolfsburg derzeit auf Platz 13. Was erwarten Sie für eine Partie am Samstag in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena?

Hoffenheim ist gut in die Saison gestartet, aber wir kennen ihre Stärken und wollen diese natürlich bekämpfen und unser eigenes Spiel aufziehen. Wir wollen die drei Punkte, dafür werden wir alles geben.

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