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FRAUEN
09.09.2011

"Unsere Chancen, weiterzukommen, sind gut"

Vom VfL Sindelfingen wechselte Theresa Betz zu Beginn der Saison 2010/11 nach Hoffenheim. Beim Ligakonkurrenten hat die 23-Jährige bereits Zweitligaerfahrung gesammelt und sollte 1899 Hoffenheim mit ihrer Erfahrung verstärken. Das gelingt ihr im defensiven Mittelfeld bis heute sehr gut. Auf dem Platz überzeugt Betz durch ihre Ruhe und Übersicht. Im Interview spricht sie über die aktuelle Saison, das anstehende Pokalspiel und ihr ruhiges Gemüt.

Im ersten Saisonspiel gegen Niederkirchen habt Ihr Euch noch schwer getan. Warum lief es gegen Löchgau so hervorragend?

Betz: Wir haben im ersten Spiel gemerkt, dass es uns noch an dem gefehlt hat, das uns auszeichnet: Kurzpassspiel, wenig Ballkontakte und schnelles Spiel. Natürlich war Löchgau auch ein schwächerer Gegner als Niederkirchen. Für uns war wichtig, dass die Tore früh gefallen sind. Das hat uns geholfen und es einfacher gemacht, unser Spiel durchzubringen.

Am kommenden Wochenende spielt ihr in der zweiten Runde des DFB-Pokals in Crailsheim. Wie schätzt du Eure Chancen auf ein Weiterkommen ein?

Betz: Weiterkommen wollen wir auf jeden Fall. Wir hatten letztes Jahr zwei Spiele gegen Crailsheim, in denen wir uns sehr schwer getan haben und noch keins gewinnen konnten. Gegen Löchgau haben wir uns Selbstvertrauen geholt. Wenn wir daran anknüpfen, noch ballsicherer werden und ein dominantes Spiel zeigen,

haben wir gute Chancen, weiterzukommen.

Hättest Du einen besonderen Wunschgegner für das Achtelfinale?

Betz: Ich würde gerne noch eine Runde weiterkommen, dann wäre ein Zweitligaverein nochmal schön, egal ob zu Hause oder auswärts. Aber ein Spiel gegen einen Bundesligisten ist natürlich auch immer eine schöne Herausforderung.

Crailsheim beschreibt euch auf seiner Homepage als „scheinbar übermächtigen Gegner“ – was sagst du dazu?

Betz: Ich denke, sie wollen die Favoritenrolle damit auf uns schieben und ihre Chance darin suchen, dass wir sie vielleicht unterschätzen. Das müssen sie aber gar nicht, weil sie in den letzten Jahren immer gezeigt haben, dass sie eine sehr gute Mannschaft haben.

Eine Woche später trefft ihr in der Liga auf Crailsheim. Ist es ein Vorteil, zwei Mal hintereinander gegen den gleichen Gegner zu spielen?

Betz: Es muss kein Vorteil sein. Es kommt darauf an, wie das erste Spiel läuft. Wenn man das erste Spiel gewinnt, ist es eher ein Nachteil. Verliert man, kann man es die nächste Woche wieder gut machen. Crailsheim war letztes Jahr schon eine sehr ausgeglichene Mannschaft mit erfahrenen Bundesligaspielerinnen. Beide Spiele werden für uns schwere Partien.

Von außen betrachtest wirkst du wie ein Ballverteiler. Wie beschreibst du deine Aufgaben auf dem Feld?

Betz: Ich sehe mich als Bindeglied zwischen Abwehr und Angriff: für die Abwehr immer anspielbereit sein und dann die Angriffe nach vorne einleiten.

Im ersten Moment wirkst du ruhig und vorsichtig. Würdest Du diese Einschätzung teilen?

Betz: Ja, das stimmt. Ich bin eher eine zurückhaltende Person. Aber ich versuche – vor allem auch auf dem Platz – das Heft in die Hand zu nehmen, Anweisungen zu geben und den jungen Spielerinnen zu helfen.

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