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U23
17.04.2011

U23 schlägt Wehen Wiesbaden II mit 5:1

Mit einem hochverdienten 5:1 (1:0)-Erfolg gegen den SV Wehen Wiesbaden II gewann die U23 auch ihr erstes Heimspiel unter der Regie von Trainer Otmar Rösch und bleibt den Spitzenteams in der Regionalliga Süd auf den Fersen.

Die „Kraichgau Brasilianer Hoffenheim 2008" sorgten auf der Haupttribüne des Dietmar-Hopp-Stadions für eine prächtige Stimmung und entsprechend motiviert legte die Rösch-Elf los. Jannik Vestergaard, der am Vortag beim 1:0 gegen Eintracht Frankfurt sein Bundesliga-Debüt gefeiert hatte, stand ebenso in der Startformation wie Denis Thomalla und Dominik Kaiser. Das Trio war vergangene Woche in München nicht dabei, da es dem Profikader angehörte. Nun konnte Rösch wieder aus dem Vollen schöpfen, und seine Mannschaft wollte ihm eine erfolgreiche Heimpremiere bescheren. Adam Jabiri scheiterte in aussichtsreicher Position am Wehener Schlussmann Eric Domaschke (11.), der auch wenig später zur Stelle war, als Thomalla nach einem schönen Lupfpass von Kai Herdling einnetzen wollte (16.). Während Jens Grahl im Hoffenheimer Tor im Großen und Ganzen einen geruhsamen Nachmittag verbrachte, ließen seine Vorderleute vorne nicht locker - und wurden nach 20 Minuten belohnt: Herdlings Freistoßflanke köpfte Jabiri in den Fünfmeterraum, wo Vestergaard aus kurzer Distanz zur verdienten Führung abstaubte (20.). Zwei verletzungsbedingte Wechsel - einer pro Mannschaft - sorgten dann aber für einen Bruch im Spiel. Thomalla schied nach einem Zweikampf mit einer Knöchelverletzung aus. Für ihn kam Christoph Hemlein, der mit einem Kopfball-Lattentreffer nach Herdling-Ecke die größte Chance zum 2:0 vergab (39.) und Pech hatte, dass wenige Sekunden später bei seiner Hereingabe über links niemand mitgelaufen war, so dass der Ball unberührt durch den Fünfmeterraum trudelte... Wenn man den Hoffenheimern im ersten Durchgang einen Vorwurf machen kann, dann den, dass sie nicht frühzeitig den Deckel auf die drei Punkte machte.

Und so passierte das, was in solchen Situationen öfter geschieht: Unmittelbar nach Wiederanpfiff trat Vestergaard beim Versuch, den Ball zurückzuspielen, in den Boden und ermöglichte Sebastian Szimayer einen Sololauf, den er zum überraschenden Ausgleich nutzte (52.). Doch nun kamen die Hoffenheimer ins Rollen. Was sie in den folgenden 30 Minuten zeigten, erinnerte teilweise an den furiosen Saisonstart. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich legte Hemlein völlig uneigennützig quer auf Philipp Klingmann, der den alten Abstand mühelos wieder herstellte (55.). Kurz darauf hätte Vestergaard seinen zweiten Treffer erzielen können, scheiterte aber mit einem Kopfball an Domaschke (57.). „Wir haben die ganze Woche trainiert, schnell hinter die Viererkette zu kommen, und im Training hat das auch gut geklappt", sagte Rösch. „In der ersten Halbzeit haben wir uns da noch ein bisschen schwer getan, weil wir zu statisch waren." Doch nach der erneuten Führung lief der Motor wie geölt. Mit einem feinen Freistoßtrick legte der Kapitän das 3:1 für Dominik Kaiser auf, der sich in die Mauer geschlichen und nach Herdlings Querpass schnell gelöst hatte (75.). Nur wenige Sekunden später legte Robin Szarka das 4:1 nach, diesmal war wieder Hemlein der Vorbereiter (76.). Sowohl für Kaiser als auch für Szarka war es der erste Saisontreffer. Skurril wurde es in der 79. Minute: Der eingewechselte Claudio Bellanave traf mit einer Mischung aus Hereingabe und Torlupfer den rechten Pfosten, anschließend scheiterte erst Hemlein, dann Klingmann im Nachschuss an Daniel Doeringer, der sich bravourös in beide Schüsse warf. Den Schlusspunkt zum 5:1 setzte Herdling per Foulelfmeter (84.). Hemlein hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und war im Strafraum ausgerechnet von Doeringer, der eben noch das Gegentor mit letzter Kraft verhindert hatte, gelegt worden. „Das war ein unterhaltsames Spiel", freute sich Rösch über den zweiten Sieg in seinem zweiten Punktspiel als Cheftrainer, hatte aber seinen Blick schon auf das Nachholspiel am kommenden Mittwoch beim FC Memmingen gerichtet.

1899 Hoffenheim -SV Wehen Wiesbaden II 4:1 (1:0)
Hoffenheim:
Grahl - Klingmann, Nyenty, Vestergaard, Szarka - Ludwig (59. Schäfer), Kamavuaka, Kaiser, Herdling - Thomalla (25. Hemlein), Jabiri (66. Bellanave).
Wehen: Domaschke - Gurok (46. Salem), Schmick (28. Fall), Doeringer, Jordan - Kunert, Streker, C. Hübner, Schug (72. Triadis)- Szimayer, Kakoko.
Tore: 1:0 Vestergaard (20.), 1:1 Szimayer (52.), 2:1 Klingmann (55.), 3:1 Kaiser (75.), 4:1 Szarka (76.), 5:1 Herdling (84., Strafstoß). Zuschauer: 350. Schiedsrichter: Lothar Ostheimer. Karten: Gelb für Jabiri / Doeringer.

Daten & Fakten zum Spiel »

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