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U23
29.04.2011

U23: Jens Grahl hält Punkt gegen Freiburg fest

Dank einer starken Leistung ihres Schlussmanns Jens Grahl verbuchte die U23 im Freitagabendspiel der Regionalliga Süd gegen den SC Freiburg II einen Punkt. 1:1 (1:0) hieß es am Ende einer kurzweiligen Partie im Dietmar-Hopp-Stadion, in der die Breisgauer die besseren Chancen hatten.

Am Morgen wurde bekannt, wer der Nachfolger Markus Gisdols auf der Trainerbank der U23 wird: Frank Kramer, dessen Kontrakt beim Ligakonkurrenten SpVgg Greuther Fürth Ende Juni ausläuft, unterschrieb am Donnerstag einen Dreijahresvertrag in Hoffenheim. Interimscoach Otmar Rösch wird dann wieder in die Co-Trainer-Rolle schlüpfen. Am Freitagabend musste Rösch auf die verletzten Adam Jabiri und Joseph-Claude Gyau verzichten, dafür stand Claudio Bellanave erstmals in dieser Saison in der Startformation. Es hatten noch nicht alle Zuschauer Platz genommen, da zappelte der Ball schon zur frühen Hoffenheimer Führung im Netz (3.). Christoph Hemlein durfte von der Strafraumgrenze in aller Ruhe Maß nehmen und ließ sich nicht zwei Mal bitten. Den besseren Start hatten somit die Hoffenheimer erwischt, doch die SC-Reserve unter der Führung ihres künftigen Bundesliga-Trainers Marcus Sorg übernahm nun nach und nach das Kommando. Simon Brandstetter überlupfte aus spitzem Winkel den herausgeeilten 1899-Keeper Jens Grahl, traf aber nur die Lattenoberkante (9.) und hatte Pech, dass Tabe Nyenty seinen Schuss kurz vor der Linie noch aus der Gefahrenzone beförderte (18.). Kurz darauf verletzte sich Nyenty bei einer Abwehraktion am Knie und musste ausgewechselt werden, während er noch draußen behandelt wurde, musste die Rösch-Elf die brenzligste Situation der ersten Hälfte überstehen: Erst klärte Wilson Kamavuaka auf der Linie, dann blieb der Nachschuss an einem Hoffenheimer Abwehrbein hängen - Absender beider Versuche war Gabriel Gallus (25.).

Nun musste Rösch umstellen. Jacob Ammann, der für Nyenty ins Spiel kam, ging auf die Linksverteidigerposition, dafür rückte Robin Szarka ins defensive Mittelfeld, Kamavuaka übernahm nun Nyentys Position in der Innenverteidigung. Nach einer knappen halben Stunde fingen sich die Hoffenheimer wieder. Ein Freistoß Andreas Ludwigs (nach Foul an Hemlein) strich knapp über das Tor, Marco Schäfers Schuss aus kurzer Distanz wurde gerade noch abgeblockt (35.). In der 41. Minute hatte Kapitän Kai Herdling die große Chance, den Vorsprung auf 2:0 auszubauen, allerdings drosch er den an ihn selbst verursachten Foulelfmeter übers Tor.

Im zweiten Abschnitt erwischten die Breisgauer den besseren Start. Zwei Mal hintereinander spielten sie einen Kollegen vor dem Hoffenheimer Gehäuse frei, doch erst scheiterte Gallus am stark reagierenden Grahl (50.), dann schob Jonathan Schmid unbedrängt am rechten Pfosten vorbei (51.). Ludwig scheiterte in der 66. Minute bei einem Entlastungsangriff an Freiburgs Keeper Alexander Schwolow (66.) - und im Gegenzug fiel schließlich der mittlerweile verdiente Ausgleich, der aus Hoffenheimer Sicht deshalb ärgerlich war, weil Schmids Schuss aus halbrechter Position eigentlich am Tor vorbei gegangen wäre, Grahl ihn aber „stach" und somit unfreiwillig Brandstetter die Kugel auflegte. Der SC-Stürmer musste nur noch ins leere Tor einschieben (67.). In der Schlussphase schienen sich die Hoffenheimer dann wieder zu fangen, doch die dicken Chancen hatten die Gäste. In der 87. Minute fischte Grahl einen gefährlichen Freistoß Schmids aus der Ecke, in der Nachspielzeit parierte er einen strammen Schuss von Scipon Bektasi bravourös und rettete somit seinen Farben einen Zähler.

„Wir haben nach unserer frühen Führung noch zehn Minuten mitgespielt, danach aber dem Gegner zu viel zugestanden", sagte Rösch. „Wir haben es einfach nicht geschafft, uns aus der Umklammerung zu befreien und müssen uns bei Jens Grahl bedanken, der sensationell gehalten hat." Der Keeper selbst meinte: „Wir waren heute viel unter Druck und da ist es für die Abwehr schwierig, durchweg kompakt zu stehen. Wir haben ja das 1:0 lange gehalten, aber leider ist dann doch einer reingerutscht." Im Aufstiegsrennen haben die Hoffenheimer nun etwas an Boden verloren. „Das war ohnehin unklar, ob wir da nochmal ernsthaft eingreifen können. Aber kommende Woche spielen wir in Hessen Kassel. Das wird so oder so ein Spitzenspiel", so Rösch.

1899 Hoffenheim II - SC Freiburg II 1:1 (1:0)
Hoffenheim:
Grahl - Klingmann, Nyenty (25. Ammann), Neupert, Szarka - Ludwig, Schäfer, Kamavuaka, Bellanave (46. Recktenwald) - Herdling, Hemlein (73. Mbarga).
Freiburg: Schwolow - Sorg, Endres (64. Lais), Hoehn, Budak - Höfler - Schmid, Gallus, Bickel, Bektasi - Brandstetter (84. Sautner).
Tore: 1:0 Hemlein (3.), 1:1 Brandstetter (67.). Zuschauer: 350. Schiedsrichter: Marcel Beck (Schöntal). Karten: Gelbe Karte für Hemlein, Ammann / Hoehn, Bektasi, Sorg. Bes. Vorkommnisse: Herdling verschießt Foulelfmeter (41.).

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