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U23
26.10.2011

U23 am Freitag zum Spitzenspiel nach Großaspach

Die Fakten sprechen für sich: Erster gegen Dritter, bestes Heimteam empfängt stärkste Auswärtsmannschaft, Flutlicht. Wenn die U23 am Freitagabend um 19 Uhr im Sportpark Fautenhau bei der SG Sonnenhof Großaspach antritt und den 15. Spieltag der Regionalliga Süd einläutet, sind alle Voraussetzungen für ein packendes Spitzenduell gegeben.

Gerade mal vier Zähler trennen beide Teams voneinander, ohne das Zwischentief der Hoffenheimer, als sie drei Spiele in Folge nicht gewannen, könnten es auch weniger sein. Aber diese kleine Talsohle scheint überwunden, zuletzt konnte die Elf von Trainer Frank Kramer beim 3:0 in Karlsruhe und im Heimspiel gegen den SV Waldhof Mannheim (3:1) überzeugen.

Die SG Sonnenhof gehört mit dem zweitältesten Kader der Liga (hinter Hessen Kassel) zu jenen Mannschaften, vor denen U23-Trainer in der Regel warnen. Denn hier treffen ihre jungen Auszubildenden auf abgezockte Einheiten, die mit jeder Menge Erfahrung Defizite in anderen Bereichen locker kompensieren können. Diese bittere Lehre musste die Hoffenheimer Ausbildungsmannschaft bereits in der Vorsaison ziehen, als sie trotz spielerischer Überlegenheit 0:1 verlor. Doch während Sonnenhof damals im Tabellen-Mittelfeld herumdümpelte, spielt die Mannschaft von Trainer Alexander Zorniger – unter dem in seiner Zeit bei Normannia Gmünd der heutige Hoffenheim-Profi Dominik Kaiser reifte – in dieser Runde ganz oben mit und kokettiert mit einem Aufstieg in die 3. Liga. Die Heimspielstätte, der Sportpark Fautenhau, wurde für den Ernstfall schonmal aufgerüstet. Mittlerweile trägt das Stadion den Namen eines Sponsors und hat ein Fassungsvermögen von rund 10.000 Zuschauern. Aufgrund des Umbaus trug die SG in 2010/11 ihre Begegnungen im Heilbronner Frankenstadion aus.

Kramer hatte den 1976 als Thekenmannschaft gegründeten Klub schon vor der Saison auf dem Zettel stehen. „Das ist eine sehr eingespielte Truppe, die das Potenzial hat, ganz oben anzugreifen“, sagte er. Tatsächlich hat die Zorniger-Elf nur wenige Abgänge zu verkraften und sich gezielt verstärkt. Neben dem ehemaligen Hoffenheimer U23-Spieler David Kienast (Abwehr) kamen unter anderem Matthias Morys (VfR Aalen / Abwehr), Sebastian Szimayer (SV Wehen Wiesbaden II / Angriff) und Michele Rizzi (Stuttgarter Kickers / Mittelfeld) in den Fautenhau. Bereits im Januar stieß von der insolventen SpVgg Weiden mit dem albanischen Stürmer Sokol Kacani ein weiterer ehemaliger Kickers-Akteur zum Sonnenhof. Kacani (5) und Morys (4) gehören auch hinter Nicolo Mazzola (6) zu den erfolgreichsten Torschützen des Klubs, der seiner Mitfavoritenrolle bislang gerecht wurde. Gerade mal zwei Partien hat Großaspach verloren, zu Hause noch gar keine. Lediglich beim 1:1 gegen den FC Memmingen fuhr die Zorniger-Elf nicht die volle Punktzahl ein. Die Hoffenheimer reisen mit der Empfehlung, beste Auswärtsmannschaft der Liga zu sein, an und bringen eine Ausbeute von 23:5 Toren auf fremden Plätzen mit.

Nachdem sich das 1899-Lazarett wieder gelichtet hat und Denis Thomalla, Tabe Nyenty und Marco Schäfer wieder fit sind, fahren die Hoffenheimer selbstbewusst nach Aspach. Lediglich Innenverteidiger Robin Neupert plagt noch eine Blessur vom Waldhof-Spiel. Die SG quälte sich am vergangenen Wochenende zu einem 1:0-Sieg beim TSV 1860 München II. „Meine Jungs wissen, was mit einem Sieg in Großaspach möglich ist“, sagt Kramer. Derzeit beträgt der Abstand zwischen beiden Teams noch vier Zähler.

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