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08.12.2011

Stani: „Wir stehen in der Pflicht, Gas zu geben!“

Zwei Klubs, ein Problem: Weder Hoffenheim noch Nürnberg hatten zuletzt Grund zum Jubeln und blieben auf des Gegners Platz torlos. 1899 gewann nur eines der letzten neun Partien, auswärts blieb die Stanislawski-Elf fünf Spiele in Folge sieglos. Nur eine Mannschaft kann da mithalten – die von Trainer Dieter Hecking. Die Franken bringen es gerade einmal auf einen Sieg aus den vergangenen zehn Partien. Doch im Kraichgau richtet man den Blick nach vorne, die Negativserie soll am Samstag, 15.30 Uhr im easycredit-Stadion, enden. „Wir stehen in der Pflicht, Gas zu geben“, sagte Cheftrainer Holger Stanislawski auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Aggressiv, zweikampfstark, zielstrebig – die Ausrichtung von Stanislawski verspricht eine kampfbetonte Partie. „Wir müssen mit aller Macht gegensteuern, das Glück auch mal erzwingen und etwas Zählbares aus Nürnberg mitnehmen“, erklärt der gebürtige Hamburger, der am vergangenen Wochenende privates und berufliches verknüpfte und die Nürnberger bei ihrem Gastspiel gegen den HSV beobachtete. Dort gewann er wichtige Erkenntnisse: „Nürnberg hat eine körperlich starke Truppe, die mit dem gleichen Problem zu kämpfen hat wie wir: Sie schießen keine Tore.“

Firmino vor Rückkehr, Obasi fällt aus

Damit Hoffenheim in der Offensive wieder mehr Durchschlagskraft bekommt, erscheint eine Rückkehr von Roberto Firmino in die Startelf hilfreich. Der Brasilianer wurde wie Chinedu Obasi nach dem neuerlichen Fauxpas begnadigt und trainiert seit dieser Woche wieder mit seinen Teamkollegen. „Er hat seine Lektion gelernt, trainiert gut und kann uns in dieser Situation weiterhelfen“, hofft Stanislawski. Auf Chinedu Obasi muss der Coach in den letzten drei Partien des Kalenderjahres 2011 verzichten. Der Nigerianer zog sich im Training eine Sprunggelenksverletzung zu und wird erst im neuen Jahr wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Braafheid und Sigurdsson zurück im Mannschaftstraining

Positive Signale gab es hingegen von Edson Braafheid und Gylfi Sigurdsson. Beide konnten am Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainieren und sind Alternativen für den 18er-Kader. „Wir fahren mit 18 Mann nach Nürnberg, die willens sind gegenzusteuern“, sagt Stani. Neben Obasi fehlen weiterhin Andreas Ibertsberger und Matthias Jaissle. Ob er am Samstag mit einem Stoßstürmer Vedad Ibisevic oder vier rotierenden Angreifern operieren wird, ließ er indes noch offen.

Daten und Fakten

In dieser schwierigen Phase scheinen die „Cluberer“ gerade recht zu kommen, schenkt man den Statistiken Glauben. Denn Hoffenheim ist – neben Rot-Weiss Essen – das einzige Team, gegen das die Franken in der Bundesliga noch keinen Sieg feiern durften (zwei Niederlagen, zwei Remis). Außerhalb der Bundesliga gab es ein Pflichtspiel zwischen beiden Teams – Hoffenheim gewann in der 2. DFB-Pokalrunde 2009/10 1:0 beim FCN. Der Siegtorschütze und ehemalige Hoffenheimer Kapitän Per Nilsson spielt heute beim „Club“.

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