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27.01.2011

Schafft 1899 auf Schalke die Wende?

Die Neuen sind da, die Verantwortlichen zufrieden, nur die Punkte in der Liga fehlen momentan. Im Pokalspiel gegen Energie Cottbus zeigte Ryan Babel erste positive Eindrücke, erfolgreich waren seine Taten noch nicht. In der Liga beim FC Schalke 04 soll sich dies ändern und die Wende eingeleitet werden. Ein Treffen mit seinem Landsmann Klass-Jan Huntelaar wird es auf dem Platz allerdings nicht geben, denn der Schalker ist verletzt.

Nach Babels Ankunft in Deutschland haben die beiden sich bereits ausgetauscht und es „sei schön, die Erfahrungen eines Landsmanns zu hören", sagte Hoffenheims Neuzugang. Nicht nur in der Liga hat der 24-Jährige einen Niederländer an seiner Seite. In noch engerem Kontakt steht Babel ab sofort mit Edson Braafheid. Braafheid kam vom FC Bayern und ist ebenfalls Niederländer - für die Integration bei 1899 ein Vorteil, denn „wir sprechen die gleiche Sprache und können uns so gegenseitig helfen", sagte Babel. Beide spielen bevorzugt auf der linken Seite und kennen sich bereits aus gemeinsamen Tagen bei den Jugend-Nationalmannschaften des Oranje-Teams. „Das Zusammenspiel zwischen uns könnte gut werden. Ich habe ein gutes Gefühl", freut sich Braafheid auf die kommenden Spiele.

Reise zum erstarkten FC Schalke 04

Mit einem Punkt aus zwei Spielen in der Rückrunde ist die Bilanz der Hoffenheimer ausbaufähig uns soll so schnell wie möglich aufgebessert werden. Am 20. Spieltag führt die Reise nach Gelsenkirchen, der Mannschaft von Felix Magath, die zu Beginn der Saison nur schleppend in die Spur kam. Doch das neu zusammengewürfelte Team hat sich mittlerweile gefunden und liegt mit 25 Punkten (einem weniger als Hoffenheim) auf dem zehnten Platz. „Schalke ist im Kommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Liga werden sie immer dominanter", sagt Pezzaiuoli. Neben dem Aufschwung in der Bundesliga - zuletzt gab es einen Sieg über den Zweitplatzierten Hannover 96 - sind die Königsblauen noch in zwei weiteren Wettbewerben vertreten: in der Champions League und dem DFB-Pokal. In Letztgenanntem holte sich die Elf von Coach Felix Magath weiteres Selbstvertrauen. Nach dem Viertelfinalerfolg über den 1. FC Nürnberg (3:2) steht Schalke im Halbfinale.

„Torchance erarbeiten und nutzen"

Pezzaiuoli sieht zwischen Hoffenheim und Schalke Parallelen. Wie Schalke zu Beginn der Saison, sind bei den Kraichgauern eine Hand voll Spieler neu hinzugekommen. „Die junge Mannschaft braucht Zeit. Das Team muss sich erst finden", erklärt der 42-Jährige. Dass der Kader auf Schalke trotzdem bestehen und Punkte einfahren kann, bezweifelt der Trainer nicht: „Wir müssen uns das Hinspiel in Erinnerung rufen. Da haben wir 2:0 gewonnen und ein gutes Spiel gemacht." Wichtig ist dabei jedoch, die Kompaktheit in der Defensive zu verbessern. Im Spiel gegen Cottbus wurden laut Pezzaiuoli zu viele Konter zugelassen. „Bei eigenem Ballbesitz müssen wir noch kompakter stehen. Nach vorne müssen wir uns Torchancen noch entschlossener und klarer erarbeiten und diese dann auch nutzen", erklärt der Trainer.


Obasi, Gulde und Grahl fallen aus

Die Auswahl an Spielern für die erste Elf ist groß. Bis auf die Langzeitverletzten Chinedu Obasi, Manuel Gulde und Jens Grahl sind alle Akteure einsatzbereit und vor allem die Neuen sind heiß darauf, ihr Können zu zeigen. Für Braafheid und Babel stehen die Chancen gut, von Anfang an aufzulaufen. Auch David Alaba gehört wohl wieder zur Anfangsformation. Roberto Firmino saß gegen Cottbus zum ersten Mal auf der Ersatzbank. Von einem grippalen Infekt geschwächt, wartet der Brasilianer aber noch auf seinen ersten Einsatz im Hoffenheimer Trikot. In der Liga darf Vedad Ibisevic wieder ran. Der Bosnier war im Pokal rot gesperrt.

Daten und Fakten

Die Bilanz der Hoffenheimer gegen Schalke 04 liest sich sehr gut. In fünf Bundesligapartien gab es nur eine Niederlage - bei zwei Siegen und zwei Unentschieden. Aktuell stehen die Gelsenkirchener besser da. Die Magath-Elf gewann vier der vergangenen fünf Partien, Hoffenheim wartet seit sechs Spielen auf einen Sieg. Während Schalke eine Partie nach Führung noch nie aus der Hand gegeben hat, überzeugt 1899 bei Standards. Nach ruhenden Bällen waren die Kraichgauer 16 Mal erfolgreich - nach Leverkusen der zweithöchste Wert der Liga.

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